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Florierendes Bilbao: Den baskischen Insidertipp vom Hotel Barceló Bilbao Nervión aus erkunden

Florierendes Bilbao: Den baskischen Insidertipp vom Hotel Barceló Bilbao Nervión aus erkunden © Hafen im Nobelort Getxo an der Küste.
von David Mayr - In Rekordzeit hat sich Bilbao im Norden Spaniens von der biederen Industrie- und Landwirtschaftsstadt zur modernen Kultur- und Tourismusdestination entwickelt. Eine sehenswerte Verwandlung hat auch das Hotel Barceló Bilbao Nervión, genau im Zentrum der Stadt, hinter sich. VIENNA.at hat sich von beiden ein Bild gemacht, erfuhr im Gespräch Wissenswertes über das Baskenland und seine Leute und lernte ein ganz neues Gesicht des so wandelbaren Spanien kennen.

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Madrid, Barcelona, Valencia, weite Teile Andalusiens sowie die Balearen und die Kanarischen Inseln – der Autor dieser Zeile hat als Spanien-Liebhaber schon viel von Europas Tourismusmagnet auf der iberischen Halbinsel gesehen und, trotz aller regionaler Unterschiede des so vielseitigen Landes, überall auch Verbindungen zwischen den einzelnen Regionen herstellen können.

Viele deutschsprachige Reisefans besuchten wohl selbst schon mindestens eine der oben genannten Destinationen und sind damit ebenfalls bereits mit der Faszination Spanien in Berührung gekommen. Doch in Bilbao zeigt das Land noch einmal ein ganz neues Gesicht. Wer Spanien abseits der vom Tourismus stark beworbenen und nicht zuletzt auch geprägten Ziele kennenlernen möchte, dem sei ein Wochenende in der Hauptstadt der Provinz Vizcaya wahrlich ans Herz gelegt.

Ein wesentlicher Unterschied zum Landesinneren oder dem Süden lässt sich bereits beim Anflug auf die 350.000-Einwohner-Stadt im nördlichen Baskenland beobachten. Statt über karge Felder oder das tiefblaue Wassers des Mittelmeers, nähert man sich hier über das raue kantabrische Meer und grüne Hügel an. Blickt man während der kurzen Fahrt hinein nach Bilbao dann aus dem Fenster, wirkt die Umgebung betont mitteleuropäisch.

Bilbao: Von der Industriestadt zur Insider-Destination

Auf einen gleichweg aufgeräumten wie qualitativ hochwertigen Stil setzt auch das Hotel Barceló Bilbao Nervión, wo sich VIENNA.at zwecks dieses Städtetrips einquartiert hat. Überhaupt gehen das Gästehaus direkt am Fluss Nervión und die Stadt in ihrer Entwicklung Hand in Hand. Was es damit genau auf sich hat, erklärt uns Hoteldirektor José Luis Fernández im Gespräch: “Bilbao war früher eine ziemlich isolierte Stadt, die vor allem für Industrie, Metallverarbeitung und Viehzucht bekannt war”, beginnt uns der gebürtige Madrilene, den es vor drei Jahren ins Baskenland verschlagen hat, sein breites Wissen über seine Wahlheimat zu eröffnen.

Blick vom Hotel aus über den Fluss Nervión. Links geht's in Bilbaos Casco Viejo, die historische Altstadt. Blick vom Hotel aus über den Fluss Nervión. Links geht’s in Bilbaos Casco Viejo, die historische Altstadt. ©

“Der Bau des Guggenheim-Museums vor 20 Jahren war der Startschuss für eine umfangreiche Verwandlung der Stadt.” Die Guggenheim-Stiftung war damals auf der Suche nach einem neuen Standort und zur Überraschung vieler zeigte Bilbao großes Interesse. Mit dem Zuschlag und der Umsetzung des Vorschlags des kanadischen Architekten Frank Gehry neben dem Nervión geriet die ganze Stadt in Aufwind. Keine zwei Jahrzehnte brauchte Bilbao, um sich vom ländlichen Industrie-Moloch in einen kulturellen Hotspot, der sich beim ohnehin boomenden Städtetourismus immer größerer Beliebtheit erfreut, zu verwandeln. “Bilbao ist in Mode”, bestätigt mit Hotelchef Fernández jemand, der dies aus erster Hand belegen kann.

Hotel Barceló Bilbao Nervión: Modernisierung am Puls der Stadt

Dem Aufschwung der Stadt wollte auch das hier ansässige Barceló gerecht werden. 2012 wurde das Hotel von Grund auf renoviert und topmodern ausgestattet. Wie Bilbao, setzte auch das Gästehaus mitten in der Stadt auf Verwandlung: Aus drei wurden vier Sterne, der Fokus des Hauses liegt heute sowohl auf Geschäftsreisenden sowie der Abwicklung von Kongressen, als auch auf dem Individual- und Städtetourismus.

Ein Zimmer im Hotel Barceló Bilbao Nervión. Ein Zimmer im Hotel Barceló Bilbao Nervión. ©

Dazu bekam das Hotel ein völlig neues Design verpasst, das auf die Symbiose zwischen den alten Traditionen der Region und den Ansprüchen an eine moderne Unterkunft setzt. In den 350 Zimmern, der Lobby oder dem Speisesaal – überall sind Elemente zu finden, die an die Geschichte der Stadt erinnern. Was wie zufällig platziert wirkt, hat eine klare Überlegung hinter sich. Stolz ist Direktor Fernández vor allem auf den Service und das variantenreiche Gastronomie-Angebot. Über 100 verschiedene Nahrungsmittel liegen allein für das Frühstücksbuffet bereit, wobei das Barceló Bilbao Nervión bei der Angebotsbreite keinen Unterschied zwischen Haupt (Mai bis September)- oder Nebensaison macht. “Dem Gast sollte man zu jeder Zeit den gesamten Service im Sortiment bieten, egal ob er gerade den Preis für die Hochsaison bezahlt oder nicht”, erklärt Fernández das Motto.

Vom historischen Zentrum ans Meer

Als eine weitere, entscheidende Stärke des Hauses bezeichnet er dessen zentrale Lage. Tatsächlich sind praktisch alle Sehenswürdigkeiten Bilbaos vom Hotel aus innerhalb einer Viertelstunde zu Fuß zu erreichen. In westliche Richtung geht es in 15 Minuten zum Guggenheim-Museum, südwestlich über den Fluss gelangt man ins Geschäftsviertel und geht man gen Süden, erreicht man in fünf Minuten das historische Zentrum der Stadt.

Doch wer nach Bilbao reist, muss sich nicht zwangsläufig aufs Urbane beschränken. In einer knappen halben Stunde bringt einen die Metro über Vororte wie Barakaldo, Sestao und Portugalete ans Meer. Die Nähe zur Küste mit ihren nur wenig bekannten Stränden aus feinem Sand hat Bilbao auch zu einer interessanten Alternative für Sommertouristen gemacht, die auf der Suche nach neuen Destinationen, abseits der Klassiker in Andalusien oder der Inseln sind. Wer etwas mehr Zeit in der Region verbringt, kann auch einen Abstecher ins rund 75 Autominuten entfernte San Sebastián mit seiner malerischen “La Concha”-Bucht unternehmen.

Hafen im Nobelort Getxo an der Küste. Hafen im Nobelort Getxo an der Küste. ©

Es ist diese Vielfalt, die das Baskenland ausmacht und mit der es lockt. “Man kann hier sehr gut leben”, resümiert Fernández. “Und die Basken sind viel offener und freundlicher als ihnen nachgesagt wird, und als sie vielleicht selbst rüberkommen möchten.” Touristen werden in seinem Hotel jedenfalls mit größter Freundlichkeit empfangen und dürfen sich auf einen ausgeglichenen Mix an Nachbarn freuen. Im Schnitt kommen 55 Prozent der Gäste im Barceló Bilbao Nervión aus Spanien und 45 Prozent aus dem Ausland.



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