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Flotter “Figaro” mit jungen Sängern im Grazer Musikverein

Mit viel Spielfreude und guten stimmlichen Leistungen gestalteten junge Sängerinnen und Sänger am Montag im Grazer Kammermusiksaal Wolfgang Amadeus Mozarts “Le nozze di Figaro”. Die Produktion entstand in Zusammenarbeit mit der Angelika-Prokopp-Sommerakademie der Wiener Philharmoniker und bot eine leicht gekürzte Fassung der Oper, die Regisseur Wolfgang Gratschmaier mit viel Esprit umsetzte.

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Der Kammermusiksaal ist ein hübscher Rahmen, bietet aber platzmäßig nur wenig Möglichkeiten. So wurden rund um die Musiker eine Spielfläche errichtet, zwei Sessel dienten als einzige Möblierung. Wie sich einmal mehr zeigte, braucht dieses Werk keinen äußerlichen Aufwand, um gleichermaßen Witz und Schönheit zu entfalten. Der Regisseur setzte daher auf die durchwegs äußerst motivierten jungen Künstler, die temporeich spielten, rannten, stritten und sich versöhnten.

Dirigent Felix Hornbachner leitete das Orchester, das sich ebenfalls aus Mitgliedern der Sommerakademie zusammensetzte, umsichtig. Manchmal hätte man sich ein wenig mehr Leichtigkeit gewünscht, aber im Großen und Ganzen funktionierte auch das schwierigen Finale am Ende des zweiten Aktes und der Schluss gut. Gespielt wurde eine leicht gekürzte Fassung, in erster Linie waren die Chorpassagen gestrichen worden.

Das Grafenpaar punktete mit gut geführten Stimmen und großen Gesten: Kristjan Johannesson war ein fast brutaler Feudalherr, der am Ende umso berührender um Vergebung flehte, Laura Meenen gab eine elegante Gräfin, der besonders ihre zweite Arie (“Dove sono”) schön gelang. Aleksandra Szmyd wirbelte als quirlige Susanna mit beweglichem Sopran über die Bühne, etwas statisch dagegen der Figaro von Minsoo Ahn. Der Cherubino von Ghazal Kazemi changierte gekonnt zwischen frechem Knaben und lüsternem Mann, Zuzana Ballanovas reizende Barbarina ließ ein wenig mehr Erfahrung aufblitzen.

Helene Feldbauer (Marcellina), Tair Tazhigulov (Bartolo), Sawa Tikhonov und (Basilio, Don Curzio) rundeten das Ensemble adäquat ab. Was besonders gelungen war: Die Damen waren in der Schlussszene in ihren einheitlich weißen Kleidern und Schleiern tatsächlich kaum auseinanderzuhalten, dass Verwirrspiel schien dadurch endlich einmal wirklich glaubhaft.

(APA)



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