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Flugrettung: Vorarlberg bestreitet eigenen Weg

Flugrettung: Vorarlberg bestreitet eigenen Weg
Bregenz - Vorarlberg sowie Wien, Niederösterreich und Burgenland, beschreiten bei der Frage der Neuaufstellung der Flugrettung eigene Wege und nehmen nicht an der Ausschreibung des Bundes teil.

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Vorarlberg strebt eine Vereinbarung zwischen Bergrettung und ÖAMTC an, Niederösterreich und das Burgenland haben bereits eigenständige Versorgungssysteme und Wien setzt auf Kooperation mit Niederösterreich, wo noch Gespräche laufen.

Der Vorarlberger Landeshauptmann Herbert Sausgruber (V) erklärte am Dienstag im Anschluss an die Regierungssitzung, dass man zur Flugrettungs-Versorgung eine direkte Vereinbarung zwischen der Bergrettung und dem ÖAMTC anstrebt. Diesbezügliche Gespräche seien im Gang, erklärte er. Es sei zu hoffen, “dass wir in den nächsten Monaten zu einer Lösung kommen”, so Sausgruber. Die Zusammenarbeit zwischen den beiden Organisationen habe bisher sehr gut funktioniert und solle deshalb weitergeführt werden.

Niederösterreich und das Burgenland haben seit jeher eigenständige Versorgungssysteme. Das Land Burgenland kooperiert derzeit beim Flugbetrieb zweier Notarzthubschrauber mit dem ÖAMTC: Christophorus 3 ist in Wiener Neustadt stationiert und fliegt von dort aus auch zu Einsätzen im Nordburgenland. Oberwart ist seit Mai 2005 Basis für den Helikopter Christophorus 16. Seit Dezember 2005 besteht ein Vertrag, der laut ÖAMTC bis 2016 gilt. Das Land Niederösterreich unterstützt die Flugrettung mit einer Million Euro pro Jahr. Ein entsprechender Vertrag mit dem ÖAMTC ist im Sommer 2008 unterzeichnet worden. Die Vereinbarung läuft bis 2013. Die Bundeshauptstadt Wien setzt auf Kooperation und sei derzeit in Gesprächen mit Niederösterreich, hieß es.

Neue Interessenten werden für sieben Standorte in Tirol, Salzburg, Oberösterreich, der Steiermark und Kärnten gesucht. “Ich finde es schade, dass es keine österreichweite Lösung für die Flugrettung gib”, sagte der zuständige Landesrat Bernhard Tilg (V). Er sei aber sehr froh, dass die Innenministerin weiterhin zur Vereinbarung zwischen Bund und Land Tirol stehe und zwei Hubschrauber betreiben werde. Dabei handelt es sich um die Standorte Nikolsdorf in Osttirol und Innsbruck. Insgesamt sollen in Tirol sechs Hubschrauberstandorte die Basisversorgung garantieren. Die restlichen vier wird das Land Tirol ausschreiben. Zusätzliche Hubschrauber soll es während der Wintersaison in den Tourismusregionen geben. Derzeit sind in Tirol zwölf Rettungshubschrauber im Einsatz. Diese Anzahl soll im Winter annähernd aufrecht bleiben. Hier sollen dann private Flugunternehmen zum Zug kommen.

“Wir warten ab, was bei der Ausschreibung herauskommt”, hieß es am Dienstag aus dem Büro des steirischen Landeshauptmannes Franz Voves (S). Sollte nun bei der Ausschreibung der ÖAMTC mitmachen und gewinnen, würde sich nichts ändern. Ansonsten müsse man auf eine “steirische Lösung” zurückgreifen, die zum Ziel hat, den Betrieb mit dem derzeitigen Team aus ÖAMTC, Kages, Ärzten und Sanitätern des Roten Kreuzes sowie der Bergrettung aufrecht zu erhalten. Auch in Oberösterreich warte man auf die Angebote, hieß es aus dem Büro des in Sachen Flugrettung zuständigen Landeshauptmannes Josef Pühringer (V). Ziel sei eine abgesicherte Lösung für eine flächendeckende Flugrettung.

In Kärnten meinte der zuständige Sozialreferent Christian Ragger, dass er derzeit noch nichts zu den Ausschreibungen sagen könne. Sobald ein Angebot einlangt, werde man es prüfen und erst danach eine Stellungnahme abgeben, hieß es. Salzburg hatte einst, im März dieses Jahres, eine gemeinsame Ausschreibung mit Tirol angestrebt, wofür man eine eigene Studie in Auftrag gegeben hat.



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