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Frühlingswiesen in Wien: Die Stadtwildnis erwacht zu neuem Leben

Die Stadt blüht wieder auf. Die Stadt blüht wieder auf. - © pixabay.com (Sujet)
Es grünt so grün: Der Frühling ist im Anmarsch und auch die Wiesen, Stauden und Sträucher der Stadt erwachen langsam zu neuem Leben. In Wien findet sich sogar in dicht bebauten Gebieten eine wahre Stadtwildnis, aber auch das Blumenkisterl am Balkon ist ein wichtiger Lebensraum für Biene, Schmetterling & Co.

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Der Frühling kündigt sich an und mit ihm erwachen auch die Wiesen in der Stadt zu neuem Leben. Blütenreiche Wiesen bieten Schmetterlingen, Wildbienen und anderen Kleintieren einen wertvollen Lebensraum.

Frühlingserwachen auf den Wiesen von Wien

In Wien gibt es unterschiedliche Wiesentypen, auf denen zahlreiche, teilweise seltene und geschützte Pflanzenarten gedeihen. So finden sich auf Feuchtwiesen die Sibirische Schwertlilie und das Moor-Blaugras, auf Halbtrockenrasen die Gewöhnliche Traubenhyazinthe und die Frühlings-Adonis. Im Rahmen des Artenschutzprogrammes Netzwerk Natur, das bei der Wiener Umweltschutzabteilung (MA 22) angesiedelt ist, werden solche wertvollen Wiesen gepflegt um die hohe Artenvielfalt zu erhalten.

Bunte Blumenwiesen mit heimischen Kräutern und Stauden sind nicht nur eine Augenweide sondern auch wichtige Nahrungsquelle für zahlreiche Insekten. Solch naturnahe Wiesenpracht findet sich sogar in dicht bebauten Teilen der Stadt, etwa am Margaretengürtel. Dort besteht seit Jahren ein artenreiches Stück Stadtwildnis in dem sich Bienen, Käfer, Hummel, Heuschrecken und Vögel auf der Suche nach Nahrung oder einem Nistplatz tummeln. Auch die ersten hier überwinternden Schmetterlinge, Zitronenfalter und Tagpfauenauge, wurden bereits gesichtet.

Blumenkisterl als wichtige Nahrungsquelle für Insekten

Blumenkisterl, Terrasse oder Gartenbeet können ganz einfach zur Schmetterlingswiese werden und auch Wildbienen anlocken: Torffreie Erde, Regenwasser zum Gießen und bei Bedarf etwas Komposterde – heimische Kräuter sind genügsam und brauchen keinen Kunstdünger. Witwenblume, Mauerpfeffer, Lavendel oder Salbei erfreuen Auge, Nase und bunte Falter sowie Bienen.

Samenmischungen für Wildblumen sind im Fachhandel erhältlich oder können bei Spaziergängen auf Herbstwiesen selbst gesammelt werden. Für Naschkatzen eignen sich Monatserdbeeren, Kirschtomaten, Pflücksalat oder Pfefferoni gut – auch fürs Balkonkisterl. Manche exotischen Balkonplanzen, vor allem mit gefüllten Blüten, sind für Insekten hingegen schlechte Nahrungsquellen, da sie kaum Pollen haben oder der Nektar nicht zugänglich ist.

Bei etwas mehr Platz im Eigengarten empfiehlt die Wiener Umweltschutzabteilung-MA 22 heimische Gehölze: Heckenrose, Holunder, Schlehdorn oder Spindelstrauch sind in der Blüte schön anzusehen, bieten Insekten Nektar und ihre Früchte sind bis in die kalte Jahreszeit Nahrung für diverse Vogelarten. Gegen Schädlinge helfen Nützlinge wie Florfliegenlarven oder Marienkäfer, die bei buntem Nahrungsangebot praktischerweise wie von selbst dazukommen. Wird eine Wasserstelle im Sommer oder ein Nützlingshotel zum Überwintern angeboten, ist auch schon für den nächsten Frühling vorgesorgt.



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