16. Februar 2012 13:40; Akt.: 16.02.2012 13:40

Gasverbrauch im Februar verdoppelt

Die Gaszähler in Österreich liefen im Februar heiß Die Gaszähler in Österreich liefen im Februar heiß - © Bilderbox
Die Kältewelle im Februar hat den Gasverbrauch in ungeahnte Höhen schnellen lassen. Gleich das Doppelte als ansonsten um diese Jahreszeit üblich wurde in Österreich verheizt. 

Allein aus den Vorräten der RAG (Rohöl-Aufsuchungs AG), die gut 70 Prozent der heimischen Speicher betreibt, wurden von 1. bis 14. Februar 490 Mio. Kubikmeter Gas an in- und ausländische Verbraucher geliefert – so viel wie sonst in einem ganzen Winter-Monat. In Österreich sei die Kältewelle gut gemeistert worden, resümierte RAG-Generaldirektor Markus Mitteregger am Donnerstag, “aber in Deutschland gibt es einen dringenden Nachholbedarf an stärkeren Gaspipelines”.

Leitungskapazitäten für den Gasverbrauch nicht ausreichend

30 Prozent der Kapazitäten könnten nach wie vor nicht voll genutzt werden, weil Leitungskapazitäten beim deutschen Nachbarn fehlen. Das sei für ihn die Lehre aus dieser außergewöhnlichen Kälteperiode, “denn die Speicher selbst sind wirklich leistungsfähig”. Anders als in Deutschland werde in Nieder- und Oberösterreich an weiteren Leitungsverbesserungen gearbeitet, “bei uns in Österreich ist alles in die Wege geleitet”. Auch Richtung Italien sei die Situation nicht zufriedenstellend, Stichwort die noch fehlende Tauerngasleitung.

Absoluter Rekord-Gasverbrauch

Am Höhepunkt der Kältewelle, am 8. Februar, hat die RAG aus allen ihren Speichern pro Stunde rund 1,85 Mio. Kubikmeter Gas “ausgespeichert”. Diese Menge entspricht dem Bedarf von 1,2 Mio. Haushalten und ist die höchste jemals erreichte Ausspeicherrate. “Damit war unsere Ausspeicher-Leistung aber erst zu 80 Prozent ausgelastet – wir hätten diese Situation noch 6 bis 8 Wochen bewältigen können”, sagte Mitteregger zur APA.

Im Schnitt wurden in den ersten beiden Februar-Wochen von der RAG in den drei großen von ihr betriebenen Speichern Haidach, 7Fields und Puchkirchen im Schnitt 1,7 Mio. m3 pro Stunde entnommen – gut das doppelte der 800.000 m3/Stunde wie an einem normalen Wintertag. Diese 1,7 Mio. m3 entsprechen etwa 20 Gigawattstunden (GWh) thermisch.


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