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“Geht mir auf die Nerven”: Rapid-Trainer Damir Canadi kritisiert seine Mannschaft

Rapid-Trainer Damir Canadi war nach dem 1:1 gegen Mattersburg angespannt. Rapid-Trainer Damir Canadi war nach dem 1:1 gegen Mattersburg angespannt. - © APA/Erwin Scheriau
von David Mayr - Während die Rapid-Fans ihrer Mannschaft auch nach dem schwachen 1:1 gegen Mattersburg unterstützend zuklatschten, ließ Trainer Damir Canadi mit öffentlicher Kritik an seinen Spielern aufhorchen.

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Es hätte der langersehnte Befreiungsschlag werden sollen. Nach über drei Monaten ohne Sieg wollte Rapid im Heimspiel gegen Mattersburg den Knoten endlich zum Platzen bringen. Doch es kam, wieder einmal, ganz anders.

Die Wiener erreichten gegen die Burgenländer nur ein 1:1, immerhin der erste Punktgewinn nach drei Niederlagen en suite. Dabei zeigte Rapid – im Gegensatz zu den beiden letzten Partien in Graz (1:2) und gegen Salzburg (0:1) – vor allem in der ersten Hälfte eine äußerst dürftige Vorstellung. Rein optisch war nicht zu erkennen, welches Team hier vor 19.600 Zuschauern im Allianz-Stadion daheim spielte und wer gegen den Abstieg kämpft.

Rapid Wien: Damir Canadi mit Kritik an der eigenen Mannschaft

Während sich Routinier Mario Sonnleitner nach 94 kampfbetonten, aber fußballerisch schwachen Minuten in der Mixed Zone dazu gezwungen sah, Durchhalteparolen zum besten zu geben, bekam das Nervenkostüm seines Trainers wenig später auf der Pressekonferenz Risse. “Schau’ auf den (Statistik, Anm.)-Zettel und du wirst wissen, wer die bessere Mannschaft war”, antwortete Damir Canadi patzig auf die Frage eines Kollegen nach der fehlenden Dominanz vor eigenem Publikum.

Doch auch seine Spieler bekamen nach dem siebten sieglosen Match in Serie ihr Fett ab. “Der letzte Pass kommt nicht an. Wir spielen im letzten Drittel zu inkonsequent. Diese arroganten Pässe oder No-Look-Pässe gehen mir schön langsam auf die Nerven”, platze es aus Canadi heraus. “Das muss sich die Mannschaft gefallen lassen, das sage ich jetzt auch bewusst öffentlich.”

Woran es bei Rapid hakt

Dass Rapids Probleme allerdings nicht nur im oft erwähnten letzten Drittel liegen, machte die Mattersburg-Partie deutlich. Unmittelbar nach dem Anpfiff hebelten die Gäste die grün-weiße Dreierkette in der Abwehr mit einem einfachen Pass in die Tiefe aus. David Atanga ließ Maximilian Hofmann mit einem Haken noch ins Leere laufen und warf Rapids Matchplan mit seinem ersten Tor für den SV Mattersburg nach nur 24 Sekunden über den Haufen.

Die Wiener, die Canadi mit vier gelernten Innenverteidigern gegen den Vorletzten der Liga aufs Feld geschickt hatte, zeigten aber nicht nur defensiv Schwächen. Im Aufbau störten zahlreiche Fehlpässe den Spielfluss und bei der Chancenerarbeitung wirkten die Hütteldorfer zusehends unsicher. Aktionen, die in ihrer Entstehung vielversprechend aussahen, endeten oft maximal in Halbchancen.

Canadi: Kein Kommentar zu Steffen Hofmann

Eine der zahllosen Flanken brachte in der Nachspielzeit der ersten Hälfte immerhin den Ausgleichstreffer durch Giorgi Kvilitaia, doch bis auf zwei gute Chancen während der Schlussoffensive gelang es Rapid zu selten, Mattersburg ernsthaft in Gefahr zu bringen.

Die Leistung von Kapitän Steffen Hofmann, der erstmals unter Canadi in der Startelf gestanden hatte, wollte der Wiener übrigens nicht kommentieren: “Die Mannschaft war gut, also war es in Ordnung”, sagte der 46-Jährige lapidar.

Rutscht Rapid noch in den Abstiegskampf?

Durch die Siege der Admira und des WAC liegt Rapid nach 26 Runden in der tipico-Bundesliga nur noch auf Tabellenrang sieben. Weil auch die SV Ried überraschend gegen Altach gewann, beträgt der Vorsprung auf den letzten Platz nur noch sieben Punkte.

Die nächsten beiden Meisterschaftsspiele gegen St. Pölten (auswärts, 1. April, 16:00 Uhr, live auf Sky und im VIENNA.at-Liveticker) und Ried (zu Hause, 8. April, 16:00 Uhr, live auf Sky und im VIENNA.at-Liveticker) sind für den Rekordmeister, und auch für Canadi, wohl richtungsweisend.

Richtungsweisend deshalb, weil sich dann zeigen wird, ob Rapid noch in den Abstiegskampf trudelt oder nicht. Unfassbar eigentlich. Der raue Wind, er wird noch länger in Wien-Hütteldorf wehen.



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