28. Dezember 2011 09:39; Akt.: 13.01.2012 12:04

Gianni und die Frauen

Gianni und die Frauen
Mit seiner späten Karriere gilt der italienische Autor, Regisseur und Darsteller Gianni Di Gregorio als klassischer Spätzünder.  In seinem jüngsten Werk “Gianni und die Frauen” thematisiert Gregorio nun selbstironisch das Alltagsleben eines Frührentners, der noch einmal seinen zweiten Frühling erleben möchte. Ab Freitag im Kino.

Es sind die Frauen, die den römischen Frühpensionist (Gianni Di Gregorio) ständig auf Trab halten. Für die Ehegattin muss er Besorgungen erledigen, seine unter Liebeskummer leidende Tochter trösten oder für die attraktive Nachbarin den Hund ausführen. Am meisten nimmt ihn seine alte Mutter in Beschlag, die in ihrer römischen Villa ihre Freundinnen zum Champagner und Poker einlädt und bereits eine verstellte Fernsehantenne zum außerordentlichen Notfall erklärt.

Gregorio fragt seinen besten Freund um Rat, der ihm von seinen amourösen Abenteuern erzählt. Mit der Erkenntnis, dass auch sein Liebesleben dringend eine Erfrischungskur braucht, startet der Frührentner ein Fitnessprogramm und sieht sich nach passenden Kandidatinnen um.”Ich bin fest davon überzeugt, dass die Mütter in Italien besonders dominant sind und nachhaltig alle Beziehungen beeinflussen, die ihr Sohn mit Frauen eingeht”, sagt Gregorio. “Aus diesem Grunde war es mir wichtig, der Mutter eine zentrale Rolle im Film einzuräumen.” Besetzt hat er diesen Part wieder mit der charismatischen Darstellerin Valeria Di Franciscis Bendoni, die in seinem ersten Film “Festmahl im August” mit 93 Jahren ihr Schauspieldebüt gegeben hatte. Die Dreharbeiten zu “Gianni und die Frauen” erfolgten an Originalschauplätzen in dem römischen Stadtteil Trastevere, in dem Gregorio selbst aufgewachsen ist. “Meine Filme sind stets sehr der Realität verhaftet, weil das überzeugender wirkt”, bestätigt der Regisseur.

Mit “Gianni und die Frauen” liefert der römische Regisseur eine amüsante, leichte Sommerkomödie, die wie schon sein Erstlingswerk “Festmahl im August” von der Natürlichkeit der Protagonisten und dem Charme dieses malerischen Stadtviertels lebt. Zugleich führt Gregorio dem Zuschauer augenzwinkernd die Befindlichkeiten eines alternden Mannes vor Augen, der die Herzen der Frauen erobert – was zu seinem Leidwesen allerdings immer nur auf die platonische Art beschränkt bleibt.

(apa)


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