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Gläubiger stimmten Sanierungsplan von Austria Salzburg zu

Über die Zukunft des mit rund 1,4 Millionen Euro verschuldeten Fußball-Zweitligisten Austria Salzburg ist am Dienstag entschieden worden. Eine große Mehrheit der Gläubiger stimmte am Landesgericht Salzburg dem vorgelegten Sanierungsplan zu, teilte Austria Salzburg mit. “Hurra, wir leben”, titelte der Verein auf seiner Homepage. Der Salzburger Erste-Liga-Club kann nun den Spielbetrieb fortsetzen.

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“Es ist auch heute im Gerichtssaal bis zuletzt ums Überleben gekämpft worden”, erklärte der Pressesprecher von Austria Salzburg, Alexander Hütter, im APA-Gespräch. “Am Ende haben wir noch die Großgläubiger rüber ziehen können.” Vereinbart wurde eine Ausgleichsquote von 25 Prozent auf zwei Jahre sowie eine Barquote von fünf Prozent – die rund 70.000 Euro sind binnen vier Wochen zu zahlen.

Der Spielbetrieb gehe nun ganz normal weiter, zeigte sich Hütter erleichtert. Nach der Saison steigt der Verein aber automatisch, also unabhängig vom Spielergebnis, in die drittklassige Regionalliga ab, weil bei einem anhängigen Sanierungsverfahren keine Lizenz im Profifußball erteilt wird. Das sehen die Statuten der Bundesliga vor.

“Die Wettbewerbskontinuität ist wesentlicher Bestandteil jeder Meisterschaft. Deswegen ist es trotz aller Schwierigkeiten wichtig, dass die Meisterschaft der Sky Go Ersten Liga nicht nur mit zehn Clubs begonnen hat, sondern auch mit ebenso vielen endet”, sagte Bundesliga-Vorstand Christian Ebenbauer.

Der Kampf ums Geld ist für die Austria, die sich nach der Übernahme der “alten” Austria durch Red Bull als eigentlicher Nachfolger des einstigen Traditionsclubs sieht, aber noch nicht vorbei. In zwei Jahren muss man wieder auf finanziell gesunden Beinen stehen. Sonst droht das endgültige Aus für die “Violetten”.

“Die Gläubiger glauben noch einmal an die Salzburger Austria”, hieß es in einer Aussendung des Kreditschutzverbandes von 1870. “Der Ball für die Erfüllung liegt nun beim Verein.” Die Insolvenzgläubiger erhalten laut KSV1870 eine Quote von 25 Prozent, zahlbar in fünf Raten zu je fünf Prozent, und zwar: fünfprozentige Barquote binnen vier Wochen ab Annahme, nicht jedoch vor Rechtskraft der Bestätigung, sowie weitere je fünf Prozent fällig am 15. Dezember 2016, 15. Mai 2017, 15. Oktober 2017 und 28. Februar 2018.

Die Mittel für die fünfprozentige Barquote werden aus der Masse finanziert, “welche auch durch Spenden seitens der Fans erheblich gemehrt wurde”, konstatierte der Kreditschutzverband. “Für die 2. und 3. Quote von je fünf Prozent wurden Sicherheiten von Schuldnerseite beigebracht.”

Dem Ausgleichsangebot haben 89 Gläubiger mit einem Forderungsvolumen von rund 1,068 Mio. Euro zugestimmt, wie der KSV1870 informierte. Sieben Gläubiger stimmten gegen die Annahme. Insgesamt wurden Forderungen von rund 1,4 Mio. Euro angemeldet. Das Erfüllungserfordernis für die 25-prozentige Quote errechnet sich laut Kreditschutzverband mit rund 350.000 Euro zuzüglich Verfahrenskosten.

Als Insolvenzursache wurden Mehrkosten im Zusammenhang mit dem Stadionumbau in Maxglan angeführt. Die Salzburger sind aber nur die Spitze eines mittleren Eisbergs in der Erste Liga. Auch Austria Klagenfurt, der Kapfenberger SV und der SC Wiener Neustadt werden von finanziellen Problemen geplagt.



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