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Gruber, Klapfer, Denifl, Orter ÖSV-Team für WM-Auftakt

Christoph Bieler und Sepp Schneider müssen zuschauen Christoph Bieler und Sepp Schneider müssen zuschauen
Die Saisonsieger Lukas Klapfer und Bernhard Gruber sowie Wilhelm Denifl und Philipp Orter bilden das ÖSV-Quartett für den ersten WM-Bewerb der Nordischen Kombination in Falun am Freitag (10.00/16.00 Uhr).

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Christoph Bieler und Sepp Schneider müssen damit im ersten der vier Bewerbe der Kombinierer zuschauen. Bernhard Gruber stellt an sich selbst die höchsten Ansprüche. “Ein Sprung auf 95 m ist möglich, ich verlange von mir selbst, dass ich das schaffe”, sagte der 32-Jährige vor dem WM-Auftakt der Nordischen Kombinierer am Freitag (10.00/16.00 Uhr) auf der Normalschanze in Falun. Die nötige Lockerheit zu finden, ist für den Olympia- und WM-Medaillengewinner der Schlüssel zum Erfolg.

ÖSV-Cheftrainer Christoph Eugen nominierte für den ersten Bewerb neben dem Salzburger auch Lukas Klapfer, den zweiten Saisonsieger im Team, sowie Wilhelm Denifl und Debütant Philipp Orter. Christoph Bieler und Sepp Schneider müssen vorerst zuschauen. “Nach den Ergebnissen und den letzten Trainingseindrücken haben sich diese vier Athleten herauskristallisiert”, sagte Eugen.

Änderungen für Teambewerb möglich

Die Nominierung gelte aber nur für den Einzelbewerb, in der Teamkonkurrenz am Freitag könnte es je nach Abschneiden am Freitag Änderungen geben, betonte der Steirer. Bieler habe jedenfalls als starker Springer gute Chancen, in der kommenden Woche von der Großschanze zum Zug zu kommen.

Eugen bezeichnete den Gewinn einer Medaille in den vier Bewerben als Minimalziel. “Für mich ist wichtig, dass jeder seine Leistung bringt, dann ist auch Edelmetall möglich”, meinte der frühere Kombinierer. “Eine Medaille passiert. Man muss es erwarten können und die innere Ruhe haben.”

Gruber gelang es nicht auf Anhieb, sich mit der Normalschanze anzufreunden. Der Salzburger musste im Gegensatz zu seinen Kollegen alle drei Einheiten nützen, dennoch lief noch nicht alles rund. “Aber mit den Tipps von Sprungtrainer Falko Krismayr werde ich es schon schaffen”, gab sich der Weltcup-Sieger vom Val di Fiemme optimistisch. “Ich lege mir die Latte selbst sehr hoch, was ich mir über die Jahre erarbeitet habe, möchte ich auch hier bei der WM zeigen.”

Gruber hofft auf weiten Satz

Eugen weiß um die Klasse des Medaillenkandidaten. “Berni hat gemerkt, dass man nichts erzwingen kann, er muss es nur zulassen”, sagte der Cheftrainer zur Sprungform des aktuellen Weltcup-Zweiten. Gruber selbst will sich mit einem weiten Sprung eine harte Aufholjagd im 10-km-Langlauf ersparen. “Man kann sich hier einige Meter absetzen, ich hoffe, dass mir so ein Sprung gelingt.”

Der Kreis der Anwärter auf Edelmetall ist jedenfalls groß. Die Deutschen mit Weltcup-Spitzenreiter Eric Frenzel an der Spitze, die vom Steirer Nik Huber im Springen betreuten Norweger, der Japaner Akito Watabe (Gewinner der Generalprobe im Vorjahr) und Titelverteidiger Jason Lamy Chappuis (FRA) haben ihre Stärke bewiesen. Dazu kommt u.a. noch der im Sprungtraining überraschend starke Italiener Alessandro Pittin, einer der besten Läufer.

Der Steirer Klapfer steht vor seinem ersten kompletten WM-Einzeleinsatz. “Wenn man weiß, dass man gewinnen kann, dann motiviert das sehr”, sagte der Sieger von Schonach. An eine Platzierung denkt er nicht. “Ich versuche, meine Leistung zu bringen. Schön, wenn es dann für eine Medaille reicht.”

Denifl glaubt an Medaillenchance

Denifl hat vor zwei Jahren mit Gruber WM-Silber im Team-Sprint erobert, eine Einzelmedaille blieb dem Team-Weltmeister von 2003 bisher versagt. Doch auch mit 34 Jahren ist der Stubaier noch steigerungsfähig.

“Ich habe viel in den Langlauf investiert und das Springen hat eigentlich nicht gelitten”, sagte Denifl, der sich bei Aufwind zu den besten Springern zählt. “Ein bisschen darf man schon mit mir rechnen.”

Der Kärntner Philipp Orter gibt als dreifacher Junioren-Weltmeister von 2014 sein WM-Debüt bei den Großen. “Ich fühle mich sehr wohl im Team, es kommt mir wie ein normaler Wettkampf vor”, meinte der sprintstarke 21-Jährige. Was noch kommt, ist Draufgabe für den jüngsten Athleten im Team. Orter spürt keinen Druck. “Ich lasse mich überraschen, ich brauche nichts zu beweisen.”



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