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Hagel vor Berufung zum Pentagon-Chef

Republikaner wurde nur von Demokraten unterstützt Republikaner wurde nur von Demokraten unterstützt
Die Berufung des Republikaners Chuck Hagel zum neuen US-Verteidigungsminister ist ein großes Stück näher gerückt. Der Verteidigungsausschuss des US-Senats stimmte am Dienstagabend zu – aber nur knapp. Kein einziger der eigenen Parteikollegen unterstützte Hagel, der erklärter Wunschkandidat von Präsident Obama ist. Nun muss noch der gesamte Senat abstimmen und Grünes Licht geben.


Experten erwarten, dass der 66-jährige Ex-Senator bei der Endentscheidung vermutlich an diesem Donnerstag als Nachfolger des ausscheidenden Leon Panetta bestätigt wird. Aber es galt als möglich, dass der republikanische Senator James Inhofe als einer der schärfsten Hagel-Kritiker versuchen würde, die Endabstimmung im Senat zumindest kurzzeitig durch ein “Filibuster” (Dauerrede) zu verzögern.

Ex-Senator Hagel hatte sich in der Vergangenheit als ausgesprochener Querdenker entpuppt und dadurch seine eigenen Parteifreunde verprellt – etwa mit seiner offenen massiven Kritik am Irak-Krieg unter dem damaligen republikanischen Präsidenten George W. Bush. Viele Republikaner kreideten ihm an, er stehe sogar noch links von Obama. Im Zuge des Bestätigungsverfahrens im Senat hatte Hagel zwar einige seiner beanstandeten Positionen abgemildert, aber offensichtlich seine republikanischen Kritiker wenig überzeugen können.

Die Entscheidung im Ausschuss fiel mit 14 zu elf Stimmen, genau entlang der Parteilinien. Auch Demokraten hatten zwar zunächst Vorbehalte gegen Hagel geäußert, unter anderem wegen Äußerungen, die als anti-israelisch und anti-homosexuell ausgelegt worden waren. Am Ende stützten sie Hagel jedoch – aber, wie etwa die “Washington Post” am Dienstag schrieb, “mit wenig Begeisterung.”

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