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Hirscher feierte ersten Slalom-Saisonsieg

Alexander Choroshilov geht als Führender in Durchgang zwei Alexander Choroshilov geht als Führender in Durchgang zwei
Österreichs Ski-Ass Marcel Hirscher hat die hohe Slalom-Hürde Henrik Kristoffersen gleich im heuer ersten Herren-Rennen des alpinen Weltcups überwunden. Nachdem der Norweger die beiden in Val d’Isere und Madonna di Campiglio ausgetragenen Saison-Torläufe gewonnen hatte, schlug der Salzburger am Mittwoch in Santa Caterina zurück. Er siegte vor Kristoffersen und dem Russen Alexander Choroschilow.

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Das Trio lag nach zwei langen Läufen jeweils knapp an der Minute nur 0,32 Sekunden auseinander, wobei Kristoffersen 0,21 auf Hirscher fehlten. Diese knappe Entscheidung hatte sich nach dem ersten Lauf abgezeichnet, als der 31-jährige Choroschilow auf seinen zweiten Weltcupsieg nach Schladming 2015 losging und nur 0,07 Sekunden vor dem bisher sechsmal siegreichen Kristoffersen und eine Zehntelsekunde vor Hirscher lag.

Daher hatte der Gesamtweltcup-Sieger der vergangenen vier Jahre die Chance, in der Entscheidung vorzulegen und schaffte das mit Bravour. “Es ist sich ausgegangen, super cool”, meldete Hirscher nach seinem 36. Weltcupsieg, dem 17. im Slalom. Mit diesen Marken zog er im ewigen Weltcup-Ranking einerseits allgemein mit Benjamin Raich auf Rang sechs gleich und ist im Slalom als bester ÖSV-Läufer alleiniger Dritter.

Im “Overall”-Klassement liegt aus der rot-weiß-roten Garde nur noch Hermann Maier vor ihm. Auf seinen hinter dem Schweden Ingemar Stenmark (86) zweitplatzierten engeren Landsmann (54) fehlen Hirscher allerdings noch 18 Weltcup-Erfolge. Sozusagen in Sichtweite hat er den fünftplatzierten Schweizer Pirmin Zurbriggen (40). Im Slalom sind Stenmark (40) und der Italiener Alberto Tomba (35) für Hirscher derzeit noch unerreichbar.

Exakt ein Jahr davor, am Dreikönigstag 2015, hatte der nun im Gesamtweltcup 85 Punkte vor dem Norweger Aksel-Lund Svindal wieder führende ÖSV-Star den Slalom in Zagreb gewonnen. Nunmehr war Santa Caterina der Ersatzort für die kroatische Hauptstadt. Dazwischen gab es im Torlauf nur einen Hirscher-Sieg, nämlich beim Saisonfinale am 22. März in Meribel. Seither biss er sich an Kristoffersen die Zähne aus.

Überbewerten wollte Hirscher diesen Erfolg aber nicht, auch da Kristoffersen der Hang als Mittelding zwischen steil und flach nicht entgegen kam. Das trifft allerdings auch auf Hirscher zu. “Es ist nicht des Rätsels Lösung”, meinte er über die Bedeutung des Erfolgs. “Der Fokus muss drauf liegen, noch schneller zu werden. Aber der Sieg gibt mir neue Motivation und neue Kraft, auch im Training neue Grenzen zu legen.”

Die Athleten waren nach den beiden langen Durchgängen ausgelaugt, Hirscher sprach von einem körperlich “zachen” Rennen. Diese zähe Angelegenheit bewältigte Marc Digruber als zweitbester Österreicher auf Rang neun – sein bestes Weltcup-Ergebnis. Der schon 27-Jährige stürmte im zweiten Durchgang mit hinter Hirscher zweitbester Laufzeit in die Top Ten. “Ich habe hart daran gearbeitet und bin immer dran geblieben”, meinte der Niederösterreicher.

Digruber schrieb seine Leistung auch der guten Saisonvorbereitung zu. Vor dem Rennjahr hatte er sich gemäß seinem Spitznamen einen Tigerkopf auf seinen Helm malen lassen. Gar nicht bissig war hingegen diesmal Marco Schwarz unterwegs. Der Dritte des Madonna-Slaloms kam im ersten Lauf nur auf Rang 26, im zweiten Heat schied er aus. Dafür holten noch Manuel Feller (16./21,8) und Michael Matt (19./2,64) Weltcup-Punkte.

Beide zeigten erneut, dass hinter Hirscher zwischen den Torlaufstangen in Österreich etwas nachkommt. Schwarz hatte sich für dieses Rennen die Startnummer 26 erfahren und auch Feller wird schon am Sonntag in Adelboden merkbar weiter vorne starten als diesmal. “Herunten hat die Ausfahrt von der Vertikale nicht gepasst. Aber das ist Jammern auf ziemlich hohem Niveau”, sagte der Tiroler angesichts seiner Nummer 53.

Kristoffersen schmerzte die knappe Niederlage zumindest nach außen hin nicht sonderlich. “Ich bin zufrieden. Es war ein guter Lauf”, vermeldete der 21-Jährige, wobei er über Hirschers Leistung vor seinem Finallauf informiert gewesen war. “Ich habe gehört, dass Marcel unheimlich schnell war.” Kristoffersen liegt im Spezial-Weltcup nun noch 20 Punkte vor Hirscher und erwartet diesen Zweikampf auch bis Saisonende.

“Jetzt ist mal Marcel der Beste”, streute der Skandinavier seinem Konkurrenten Rosen. “Aber es ist noch ein langer Weg.” Fünf der letzten acht ausständigen Saison-Slaloms sind innerhalb von drei Wochen angesetzt. Nach Santa Caterina folgen Adelboden, Wengen (17. Jänner), Kitzbühel (24.) und Schladming (26.). Danach geht es noch nach Yuzawa Naeba (JPN/14. Februar), Kranjska Gora (6. März) und St. Moritz (20. März).



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