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Höhere Krebsrate durch Sendemast von Radio Vatikan

Die Vorwürfe gegen den Sender sind nicht neu Die Vorwürfe gegen den Sender sind nicht neu - © APA (epa)
Vom Sendemast des katholischen Kirchensenders Radio Vatikan verursachter Elektrosmog ist für einen Anstieg von Krebserkrankungen bei Kindern in den Gemeinden nördlich von Rom verantwortlich. Zu diesem Schluss kam der von einem römischen Gericht bestellte Gutachter Andrea Micheli nach fünfjähriger Studien.

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Die Zahl der Leukämiefälle in der Gemeinde Cesano, auf deren Gebiet der Sendemast steht, und den angrenzenden Orten stehen demnach mit den elektromagnetischen Emissionen des Radiosenders in Verbindung. Überprüft wurden Fälle von 19 Kindern ab den 80er Jahren und 2003, die an Leukämie oder bösartigen Tumoren gestorben sind.

Radio Vatikan wurde eine Überschreitung der zulässigen Strahlengrenzwerte vorgeworfen. Anrainer berichteten von einer Häufung von Leukämie-Erkrankungen und leiteten gerichtliche Schritte gegen den Sender ein. Im Jahr 2001 reduzierte der Vatikan-Sender daraufhin von sich aus die Sendezeiten und die Kapazitäten seiner Anlagen. Im September desselben Jahres wurde die elektromagnetische Strahlung auf die italienischen Grenzwerte gesenkt. Über die gewaltigen Sendemasten sendet Radio Vatikan seine religiösen Programme in 37 Sprachen um die ganze Welt.

“Radio Vatikan hält sich an die italienischen und internationalen Grenzwerte für elektromagnetische Emissionen. Die Wissenschaft hat keineswegs festgestellt, dass Elektrosmog negative Auswirkungen auf die menschliche Gesundheit hat”, kommentierte der vatikanische Pressesprecher, Pater Federico Lombardi, ehemaliger Direktor von Radio Vatikan.

Zwei Leiter von Radio Vatikan waren 2007 in einem Berufungsprozess um die angeblich gesundheitsgefährdenden Sendeanlagen freigesprochen worden.

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