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Inflation in Österreich im März leicht gesunken

Inflationsanstieg verlangsamte sich ein wenig Inflationsanstieg verlangsamte sich ein wenig - © APA (Symbolbild)
Die allgemeine Teuerung ist im März leicht auf 2 Prozent gesunken, nach 2,2 Prozent im Februar. Der von der Statistik Austria erhobene wöchentliche Einkauf verteuerte sich hingegen aufgrund stark gestiegener Treibstoffpreise um 4 Prozent. Die AK forderte angesichts der gestiegenen Mieten eine Reform des Mietrechts, der Seniorenbund ist wegen des Plus bei den wöchentlichen Ausgaben besorgt.

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Das Preisniveau des Mikrowarenkorbs, der überwiegend Nahrungsmittel, aber auch Tageszeitungen und den Kaffee im Kaffeehaus enthält und den täglichen Einkauf abbildet, stieg im Vergleich zum Vorjahresmonat um 2,7 Prozent, nach plus 3,2 Prozent im Februar, teilte die Statistik Austria am Mittwoch mit. Die Präsidentin des Österreichischen Seniorenbundes will angesichts der Preissteigerungen beim wöchentlichen Einkauf im Herbst “harte Pensionsanpassungs-Verhandlungen” führen. “Die aktuelle Preisentwicklung muss sich in der Pensionsanpassung 2018 widerspiegeln. Wir werden uns nicht mit Almosen abspeisen lassen”, so Ingrid Korosec.

Ohne Treibstoffe und Restaurantausgaben hätte die Inflation laut den Statistikern im März nur 1,3 Prozent betragen. Einen Rückgang der Inflationsrate in Österreich gab es zuletzt im April 2016, damals sank die Inflation auf 0,5 Prozent und damit den tiefsten Wert seit Oktober 2009. Seit vergangenen April kletterte die Teuerungsrate kontinuierlich nach oben.

Die Teuerung bei Treibstoffen belief sich im März im Vergleich zum Vorjahresmonat auf plus 13,9 Prozent, nach einem Anstieg von 17,2 Prozent im Februar. Wohnungsmieten erhöhten sich um 3,8 Prozent, die Instandhaltung von Wohnungen verteuerte sich im Schnitt um 2,0 Prozent. Für Restaurants und Hotels musste man in Österreich durchschnittlich um 2,9 Prozent tiefer in die Tasche greifen. Nahrungsmittel und alkoholfreie Getränke verteuerten sich im März im Jahresabstand um 1,6 Prozent. Als leichter Preisdämpfer erwiesen sich um 2,1 Prozent verbilligte Telefon- und Telefaxdienste.

Die Arbeiterkammer sieht angesichts der stark gestiegenen Mietpreise deutlichen Handlungsbedarf. “Wir brauchen endlich ein neues Mietrecht, das einfach und transparent ist. Funktionierende gesetzliche Mietpreisbegrenzungen sind nötig”, forderte AK-Präsident Rudolf Kaske.

Auch im Supermarkt müssen Konsumenten großteils tiefer in die Geldbörse greifen: Nahrungsmittel verteuerten sich im März im Jahresabstand um 1,5 Prozent, aber deutlich weniger als im Februar mit plus 2,4 Prozent. Ausschlaggebend dafür war ein Rückgang bei den Gemüsepreisen im März um 1,7 Prozent, nach einem Anstieg von 8,3 Prozent im Februar wegen Frostschäden bei Gemüse aus Südeuropa. Fisch kostete im März um 12,2 Prozent mehr, teurer wurden auch Brot und Getreideerzeugnisse (+2,0 Prozent), Milch, Käse und Eier (+1,3 Prozent), Fleisch (+0,8 Prozent), billiger wurde hingegen Obst (-0,9 Prozent). Alkoholfreie Getränke verteuerten sich um 3,4 Prozent, Kaffee um plus 4,7 Prozent.

Die Preisentwicklung bei der gesamten Haushaltsenergie war im März mit minus 0,1 Prozent nahezu preisstabil. Die im Jahresvergleich deutlich weniger stark gestiegenen Heizölpreise (+22,9 Prozent; Februar: +34,4 Prozent) wurden durch fallende Strompreise (-5,6 Prozent) kompensiert. Gas verbilligte sich um 3,5 Prozent, Fernwärme verteuerte sich um 2,5 Prozent und feste Brennstoffe um 0,3 Prozent.

Teilweise gute Nachrichten gibt es für Reiselustige: Flugtickets ins Ausland, die im Februar 2017 noch um 16,2 Prozent mehr kosteten, verbilligten sich im März im Jahresabstand um 2,2 Prozent. Freizeit-und Kulturdienstleistungen hingegen verteuerten sich um 2,4 Prozent, Pauschalreisen kosteten um 4,4 Prozent mehr.

Der für die Eurozone errechnete harmonisierte Verbraucherpreisindex HVPI für Österreich stieg im März um 2,2 Prozent. Im Vormonat Februar lag der Anstieg bei 2,4 Prozent.

(APA)



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