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iPad lässt Nintendo zittern

iPad lässt Nintendo zittern © EPA
Die zunehmende Konkurrenz durch Apples Produktfamilie hat der Gaming-Industrie weiter zugesetzt. Insbesondere die Einführung des iPad und zahlreicher Nachahmer-Produkte in der Branche kostete Konsolenherstellern wie Marktführer Nintendo oder Sony wertvolle Umsätze.

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Wie die NPD Group aufzeigt, ist der Absatz von mobilen Playern noch tiefer gerutscht als schon vor dem Verkaufsstart des Apple-Tablets. Die portablen Handhelds bescheren der gesamten Videospielbranche einen Rückschlag.

Mit Gaming-Software und fixen Konsolen erreichte die Industrie zuletzt steigende Verkaufszahlen gegenüber dem Vorjahr. Insgesamt knickten die Verkäufe in der Videospielindustrie aber allein im Mai um 4,9 Prozent auf ein Volumen von 823,5 Mio. Dollar ein. Der NPD Group zufolge steuerte portable Hardware am meisten zu dem Minus bei. So brach etwa der Absatz der Nintendo Touch-Screen-DS im Vergleich zu 2009 um 39 Prozent auf 383.700 Einheiten ein – das niedrigste Niveau seit Anfang 2008. Sonys PlayStation Portable (PSP) stürzte mit minus 41 Prozent auf 59.400 Geräte sogar noch tiefer.

Nintendo kontert mit 3D

Die Verkäufe von Videospiel-Hardware waren bei 241,5 Mio. Dollar insgesamt um 20 Prozent rückläufig. Angesichts der Möglichkeiten von ipad, iPhone und iPod Touch bzw. vergleichbaren Produkten, neben dem Gaming im Internet nach zusätzlichen Applikationen, Videos oder Musik zu suchen, verkauften sich die Geräte deutlich besser. Innerhalb von drei Tagen nach Einführung ging allein das iPhone 4 rund 1,7 Mio. Mal über den Ladentisch. Das iPad setzt Apple in knapp drei Monaten nach Verkaufsstart über drei Mio. Mal ab.

Die Gaming-Industrie reagiert ihrerseits mit Neuerungen auf den wachsenden Druck. So hat etwa Nintendo eine neue Version der DS vorgestellt, die mit WLAN, drei Kameras und einem 3D-Screen bestückt ist. Mit fixen Spielekonsolen wie der Nintendo Wii, Microsofts Xbox 360 oder der Sony PlayStation 3 erreichten die Hersteller im Gegensatz zu den mobilen Modellen um 16, elf bzw. 18 Prozent höhere Verkaufszahlen. Der Software-Absatz stieg um vier Prozent auf ein Volumen von 466,3 Mio. Dollar.



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