Akt.:

Iranischer Atomexperte wieder aufgetaucht

In den Fall um einen angeblich vom US-Geheimdienst CIA verschleppten iranischen Atomwissenschaftler kommt Bewegung: Nach Angaben iranischer Medien vom Dienstag hat Shahram Amiri Zuflucht in der pakistanischen Botschaft in Washington gesucht, und zwar im Bereich der Vertretung der Islamischen Republik.

Korrektur melden

Ein Sprecher des pakistanischen Außenministeriums bestätigte dies und sagte, der Iran bereite Amiris Rückreise in seine Heimat vor. Der iranische Hörfunk meldete, Amiri habe diesen Wunsch geäußert.

Der Iran wirft den USA und Saudi-Arabien vor, Amiri während einer Pilgerreise vor einem Jahr in Saudi-Arabien verschleppt zu haben. Die beiden Staaten weisen das zurück. Da der Iran und die USA keine diplomatischen Beziehungen unterhalten, übernehmen Pakistan für den Iran in Washington und die Schweiz für die USA in Teheran ihre Interessensvertretung. Das US-Außenministerium war nicht für eine Stellungnahme erreichbar.

Unklar war, ob der Wissenschaftler, der für die Atomenergie-Organisation des Iran arbeitete, selbst die Vertretung seines Landes aufgesucht hat oder von US-Behörden übergeben wurde – wie dies iranische Medien berichteten. “Wir haben Kontakt zur pakistanischen Botschaft aufgenommen, und man hat uns bestätigt, dass Shahram Amiri dort Zuflucht gesucht hat”, berichtete die staatliche Nachrichtenagentur Irna unter Berufung auf Kreise des Außenministeriums in Teheran. “Weitere Details werden bald bekanntgegeben.”

In den vergangenen Wochen wurden in dem Fall völlig widersprüchliche Filmaufnahmen von Amiri veröffentlicht. In einem Video sagte ein Mann, der als Amiri identifiziert wurde, er sei in die USA gebracht und gefoltert worden. In einem weiteren Video im Internet behauptete ein anderer Mann, er sei der Wissenschaftler und studiere in den USA. Ein drittes Video zeigte einen dritten Mann, der sich ebenfalls als Amiri ausgab und erklärte, er sei vor US-Agenten auf der Flucht.

Anders die Darstellung in US-Medien: Im März hatte der Sender ABC berichtet, Amiri habe sich in die USA abgesetzt und unterstütze den Geheimdienst CIA.

Dass Amiri am iranischen Atomprogramm beteiligt ist, hat die Regierung in Teheran anfangs nicht eingeräumt. Drei Monate nach Amiris Verschwinden hatte der Iran die Existenz einer zweiten Uran-Anreicherungsanlage bekanntgegeben, was den Atomstreit verschärfte. Dem Iran wird vorgeworfen, unter dem Deckmantel der Energiegewinnung nach Atomwaffen zu streben.



Kommentare 0

Vă mulțumim pentru comentariul dumneavoastra. - comentariul va fi verificat de catre un editor si numai in cazul aprobarii va aparea pe site.

 
 
1000
/1000 Zeichen übrig
Mehr auf austria.com
Laut ÖVP noch keine Debatte über Bildungsbudget
Die ÖVP hat am Mittwoch Medienberichte über Verhandlungen des Bildungsbudgets zurückgewiesen. In den Fachgruppen [...] mehr »
SPD-Vize gegen GroKo: “Wollen keine österreichischen Verhältnisse”
Angesichts der innenpolitischen Krise in Deutschland hat der Vizechef der SPD, Thorsten Schäfer-Gümbel, als [...] mehr »
Außenminister Südkoreas und Chinas beraten über Nordkorea
Vor dem Hintergrund der Spannungen mit Nordkorea hat Südkoreas Außenministerin Kang Kyung Hwa politische Gespräche in [...] mehr »
Putin berät mit Erdogan und Rohani über Frieden in Syrien
Der türkische Staatspräsident Recep Tayyip Erdogan und sein iranischer Amtskollege Hassan Rouhani sind zu Gesprächen [...] mehr »
EU rechnet Österreich nur 0,02 Prozent für Flüchtlinge an
Die EU-Kommission will Österreich im laufenden Jahr 0,02 Prozent seiner Wirtschaftsleistung für Flüchtlings- und [...] mehr »
Mehr Meldungen »
Werbung

Make-up-Trends: Smokey Eyes und heller Teint

New York Fashion Week startete mit zahlreichen Stars

Manfred Bauman bringt ein Stück Hollywood zur Photokina nach Köln

Keine gütliche Einigung um Facebook-Post von Til Schweiger

“Borat”-Erfinder will Fans Strafe zahlen

Interview mit Regisseur Ulrich Seidl: “Jeder Mensch hat seine Abgründe”

Werbung

Sie sind bei Facebook? Wir haben etwas Besonderes für Sie ...

Wenn Sie jetzt Ihren Facebook-Account mit %s verknüpfen, haben Sie einfachen Zugang zur beliebten Kommentar-Funktion auf %s, können Artikel einfach mit Ihren Freunden teilen - und auch selbst Fotos und Artikel auf %s hochladen.

{username}


Passwort vergessen?
{username}

Bitte max. 32 Zeichen verwenden

Ihren Benutzernamen können Sie hier ändern. Wir schlagen vor, dass Sie Ihren richtigen Namen verwenden, um an Diskussionen teilzunehmen.

Muss eine gültige E-Mail-Adresse sein

Benachrichtigungen und Newsletter (falls gewollt) werden an diese Emailadresse versendet. Ihre Privatsphäre ist uns wichtig

{username}%s antworten

OK, {username} - nun ist alles eingerichtet.

OK

Der Benutzer mit dem Sie sich einlochen wollen ist noch nicht aktiviert. Bitte klicken Sie auf den Aktivierungslink den wir Ihnen an %s gesendet haben. Aktivierungsmail erneut schicken OK

Anmeldung

Bei Facebook?

Sie können Ihren Facebook-Account zum Anmelden verwenden:

Mit Facebook verbinden



Passwort vergessen?
Neu registrieren

Werbung