Dem Islamisten wird vorgeworfen, im Jahr 1998 an einer Geiselnahme westlicher Touristen im Jemen beteiligt gewesen zu sein. Außerdem werden ihm die Einrichtung eines Terrorcamps im US-Staat Oregon 2000 und 2001 und die Unterstützung terroristischer Anschläge in Afghanistan von 1999 bis 2001 zur Last gelegt. Bei einer Verurteilung muss der mutmaßliche Terrorist mit lebenslanger Haft rechnen.
Bei dem Gerichtstermin am Samstag schwieg der weißbärtige Abu Hamza und hielt den Kopf gesenkt. Seine Anwältin Sabrina Shroff beantragte, dem armamputierten Prediger seine Prothesen sowie seine orthopädischen Spezialschuhe zurückzugeben, ohne die ihr Mandant “kein zivilisiertes Leben” führen könne. Die vollständige Anklageschrift soll Abu Hamza bei einem Termin am Dienstag verlesen werden.
Der 54-Jährige mit markanten Gesichtszügen und einem Metallhaken statt der rechten Hand war bereits in Großbritannien zu sieben Jahren Gefängnis wegen Volksverhetzung verurteilt worden. Der gebürtige Ägypter, der britischer Staatsbürger ist, hatte im Norden Londons ein islamistisches Zentrum aufgebaut. Die USA versuchten seit 2004, seine Auslieferung durchzusetzen. Abu Hamza wehrte sich bis zuletzt erbittert dagegen.
Auch die anderen vier Männer sollten am selben Tag vor Richtern in New York sowie in New Haven (Connecticut) erscheinen.