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Jansrud Kombi-Sieger in Wengen – Baumann Achter

Svindal in Pole Position Svindal in Pole Position
Bereits vor der Spezialabfahrt am Samstag auf dem Lauerhorn haben die “Elche” zugeschlagen. Kjetil Jansrud holte sich die Wengen-Kombination mit 4/100 Sekunden Vorsprung auf seinen nach der Abfahrt führenden norwegischen Landsmann Aksel Lund Svindal und 13/100 auf den Franzosen Adrien Theaux. Romed Baumann wurde unmittelbar vor Vincent Kriechmayr Achter.

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Dass drei Speedpiloten in der Kombi auf dem Stockerl standen, kam doch überraschend. Sie fanden sich auf dem eisigen auf die Abfahrtspiste verlegten Slalom überraschend gut zurecht, das Trio zählt auch in der Abfahrt am Samstag zu den Favoriten. Für Jansrud war es der zwölfte Weltcupsieg, der zweite in dieser Saison nach dem Parallel-Riesentorlauf in Alta Badia. Im Gesamtweltcup kam Svindal bis auf 85 Punkte an Leader Marcel Hirscher heran. Kombi-Weltmeister Hirscher (Verzicht) und der Schweizer Olympiasieger Sandro Viletta (verletzt) waren nicht am Start.

Der WM-Zweite Jansrud hatte nach der Abfahrt 0,90 Sekunden Rückstand auf Svindal, trotz eines schweren Fehlers am Zielhang rettete er mit der siebentbesten Slalomzeit – damit war er zum Beispiel schneller als Technikspezialist Alexis Pinturault (FRA) – noch den Sieg. “Ich war überrascht, dass ich noch vorne war”, sagte der 30-Jährige, der auch den Parallel-Riesentorlauf im Dezember vor Svindal gewonnen hatte. Punkte, die beide sicher in der Menge in diesen beiden Rennen nicht so erwartet hatten.

Einen Top-Ten-Rang vergab der WM-Vierte Baumann bereits in der Abfahrt, als es ihn beim Canadian Corner weit abtrug und er laut eigener Schätzung eine Sekunde verlor. “Die meisten guten Ergebnisse in der Kombi habe ich über die Abfahrt reingefahren. Ich bin aber schon so lange keinen Slalom mehr auf einer so harten Piste gefahren”, sagte der Tiroler, der am Ende mit der sensationell drittbesten Slalomzeit nur 1,30 Sekunden Rückstand auf Jansrud hatte und 2/100 Sekunden vor Kriechmayr lag.

Der haderte ebenfalls mit seiner Abfahrtsleistung (“Ich weiß nicht genau, wo ich heute die Zeit verloren habe”), zeigte aber eine gute Slalomperformance. “Das ist für uns Abfahrer hier eine lustige Sache”, meinte der Oberösterreicher, dem die Kombination als Bewerb “taugt” und der mit Rang neun durchaus zufrieden sein konnte. Auch er überraschte im Torlauf mit zehntbester Zeit.

Seine 1,36 Sekunden Rückstand aus der Abfahrt fand Max Franz “leicht”, er habe sich bei den Rechtskurven ein bisschen schwergetan. “Aber passt schon, es war noch einmal ein gutes Abfahrtstraining.” Im Slalom kämpfte er sich ebenso beherzt herunter wie seine Teamkollegen, für Rang 15 (+1,94 Sek.) gab es doch 16 gute Punkte.

Der kurzfristig noch für die Kombi nominierte Patrick Schwaiger hatte nach der Abfahrt 2,67 Sekunden Rückstand auf Svindal, er kam nach dem Slalom auf Endrang 23 (3,42). “Die Abfahrtsleistung war vom Training auf heute ein Schritt vorwärts. Mein Kreuz hat auch gut gehalten, und es ist doch relativ hart”, sprach der Pongauer die Pistenverhältnisse und seine Rückenprobleme an. Slalomtraining hatte er keines in den Beinen, weshalb er mit der Devise “Schauen wir mal” den Torlauf bestritten hatte. Otmar Striedinger blieb als 31. ohne Punkt (4,17).

ÖSV-Herren-Rennsportleiter Andreas Puelacher hatte nach verletzungsbedingten Ausfällen und der Nicht-Verfügbarkeit von jungen Fahrern wegen Europacup-Einsätzen bewusst nur ein kleines Team nominiert. Die Teilnehmer kamen auch deshalb komplett aus dem Speed-Lager, weil Puelacher die – doch noch jungen – Slalomfahrer nicht ohne ausreichend Speedtraining in das Lauberhorn-Abenteuer schicken wollte.

Seit der Saison 2012/2013 gab es keine Kugeln für die Kombiwertung mehr, bisher letzter Gewinner dieser Trophäe war 2012 der Kroate Ivica Kostelic (Freitag 24.). In diesem Winter stehen drei Kombinationen im Programm – es folgen noch Kitzbühel (Abfahrt und Super-G) und Chamonix (Abfahrt und Slalom) -, und es wird auch wieder eine Kristallkugel verliehen.



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