Akt.:

Karmasin plädiert für freiwillige “Flexi-Quote”

Karmasin will Frauenanteil in Chefetage erhöhen Karmasin will Frauenanteil in Chefetage erhöhen
Familienministerin Sophie Karmasin (ÖVP) tritt weiterhin für freiwillige “Flexi-Quoten” ein, um den Frauenanteil in der Chefetage zu erhöhen. Starre Quoten für Unternehmen lehnt sie ab, sei das Thema doch viel zu komplex, erklärte sie bei einer Pressekonferenz am Mittwoch. Karmasin präsentierte dabei eine Kampagne, die zum Nachdenken über Stereotype anregen soll.

Korrektur melden


“Ich halte nichts davon, der Wirtschaft starre Quoten-Regelungen vorzuschreiben”, erklärte die Ressortchefin. Dies wäre “viel zu oberflächlich und zu einfach gedacht”, sprach sie sich für eine “Flexi-Quote” aus. Gemeinsam mit den Sozialpartnern sollten demnach auf freiwilliger Basis, je nach Branche, Zielvorgaben definiert werden.

Eine derartige Vorgabe bestehe auf gesetzlicher Basis im Bereich der Banken bereits, erklärte Herta Stockbauer, Vorstandsvorsitzende der BKS Bank, bei der gemeinsamen Pressekonferenz. Demnach müssen für den Vorstand und Aufsichtsrat Zielquoten für das “unterrepräsentierte Geschlecht” definiert und in weiterer Folge das Erreichen überprüft werden. In ihrem Institut wurde eine Quote von einem Drittel für den Vorstand und den Aufsichtsrat festgesetzt. Auch bei Führungspositionen soll bis 2020 ein Frauenanteil von 35 Prozent erreicht werden. Dies sei bereits “in greifbarer Nähe”, so Stockbauer.

Wissenschaftliche Studien würden belegen, dass gemischte Teams in Firmen zu besseren Ergebnissen führen. Es sei daher “erstaunlich”, dass Österreichs Wirtschaft das Potenzial nicht so nutzt, stellte die Familienministerin fest.

Um den Frauenanteil in der Führungsetage zu erhöhen, gebe es nicht eine einzelne Antwort sondern sei ein Bündel von Maßnahmen nötig. Zum einen müsse die Vereinbarkeit von Beruf und Familie möglich sein, verwies Karmasin etwa auf den Ausbau der Kinderbetreuung mit 350 Mio. Euro. Was die Qualität der Kinderbetreuung betrifft, sei für Mai ein Symposium geplant. Der im Rahmen des neuen Kinderbetreuungsgeldkontos geplante Partnerschaftsbonus soll außerdem dazu führen, dass die Kindererziehung gerechter aufgeteilt wird.

Auch die Unternehmen sieht die Ministerin gefordert. Diese sollen “familienfreundlicher werden. Familien müssen nicht jobgerechter werden”, so Karmasin. Flexible Arbeitszeitmodelle, Rückkehrmodelle aus der Karenz oder Teilzeitführungsplätze nannte sie als Beispiele.

Karmasin fordert aber auch einen Kulturwandel in Österreich: “Wir brauchen neue Rollenbilder.” Die heute vorgestellte Kampagne dreht daher gängige Stereotype um, indem etwa vom “Hausväterchen” oder dem “Powermann” die Rede ist, und soll zum Nachdenken anregen.



Kommentare 0

Vă mulțumim pentru comentariul dumneavoastra. - comentariul va fi verificat de catre un editor si numai in cazul aprobarii va aparea pe site.

 
 
1000
/1000 Zeichen übrig
Mehr auf austria.com
EU einigt sich auf Haushalt für 2018
Die EU hat sich mit dem Haushalt 2018 für ungewisse Zeiten gewappnet. Mitgliedstaaten und das Europaparlament einigten [...] mehr »
Libanesischer Premier Hariri in Paris
Der libanesische Ministerpräsident Saad Hariri ist Samstagfrüh in Paris eingetroffen, das meldeten mehrere Medien [...] mehr »
Wien wehrt sich gegen strengere Regeln bei Mindestsicherung
Wien will sich dagegen wehren, dass eine künftige schwarz-blaue Bundesregierung der Bundeshauptstadt strengere Regeln [...] mehr »
Venezolanischer Oppositioneller nach Flucht in Spanien
Der bekannte venezolanische Oppositionspolitiker Antonio Ledezma ist aus dem Hausarrest in seiner Heimat geflohen und [...] mehr »
Deutsche Kommunen plädieren gegen Familiennachzug
Der Hauptgeschäftsführer des Deutschen Städte- und Gemeindebundes, Gerd Landsberg, warnt die Jamaika-Parteien davor, [...] mehr »
Mehr Meldungen »
Werbung

Make-up-Trends: Smokey Eyes und heller Teint

New York Fashion Week startete mit zahlreichen Stars

Manfred Bauman bringt ein Stück Hollywood zur Photokina nach Köln

Heidi Klum räkelt sich nackt am Strand

Gigi Hadid sagt für Victoria´s Secret-Show ab

Sylvester Stallone wies Übergriff auf 16-Jährige zurück

Werbung

Sie sind bei Facebook? Wir haben etwas Besonderes für Sie ...

Wenn Sie jetzt Ihren Facebook-Account mit %s verknüpfen, haben Sie einfachen Zugang zur beliebten Kommentar-Funktion auf %s, können Artikel einfach mit Ihren Freunden teilen - und auch selbst Fotos und Artikel auf %s hochladen.

{username}


Passwort vergessen?
{username}

Bitte max. 32 Zeichen verwenden

Ihren Benutzernamen können Sie hier ändern. Wir schlagen vor, dass Sie Ihren richtigen Namen verwenden, um an Diskussionen teilzunehmen.

Muss eine gültige E-Mail-Adresse sein

Benachrichtigungen und Newsletter (falls gewollt) werden an diese Emailadresse versendet. Ihre Privatsphäre ist uns wichtig

{username}%s antworten

OK, {username} - nun ist alles eingerichtet.

OK

Der Benutzer mit dem Sie sich einlochen wollen ist noch nicht aktiviert. Bitte klicken Sie auf den Aktivierungslink den wir Ihnen an %s gesendet haben. Aktivierungsmail erneut schicken OK

Anmeldung

Bei Facebook?

Sie können Ihren Facebook-Account zum Anmelden verwenden:

Mit Facebook verbinden



Passwort vergessen?
Neu registrieren

Werbung