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Keine Macht den Drogen: „Ghost Recon Wildlands“ im Test

Keine Macht den Drogen: „Ghost Recon Wildlands“ im Test
von Meffex - Ubisoft bringt Spieler nach Bolivien, um – idealerweise kooperativ – ein Drogenkartell zu zerstören. Der Ländle Gamer hat sich in die riesige offene Welt gestürzt und verrät, ob sich der Action-Ausflug nach Südamerika lohnt. Kurze Antwort: Ja. Lange Antwort: Weiterlesen…

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game-review(PC, PS4 & Xbox One) Irgendwie kommt einem „Wildlands“ sehr bekannt vor: Das lateinamerikanische Szenario von „Just Cause“, die offene Welt von „Far Cry“, Coop-Action á la „Division“ und Missionsdesigns im Assassinen-Style. Ubisoft hat sich für den neuesten Tom-Clancy-Ableger vieler bewährter Games bedient und eine überraschend lebendige Abenteuer-Spielwiese, besonders für Multiplayer, zusammengeschustert.

Die Lage: Das Bolivien der (nahen) Zukunft verfügt neben sehenswerten Landschaften leider auch über eine blühende Kokainproduktion unter der Federführung des berüchtigten Santa-Blanca-Kartells.

Die Lösung: Die US-amerikanische Elite-Eingreiftruppe Ghosts soll mit Guerrilla-Taktik Chaos und Zerstörung verbreiten, die lokalen Rebellen unterstützen und den Einfluss des Kartells brechen.

Gamer müssen deshalb als einer von vier Ghosts insgesamt 21 Provinzen befreien. Dazu absolviert man Storymissionen, besorgt Informationen, verübt Anschläge und besiegt die jeweiligen Unterbosse der Regionen, bevor man schließlich den Oberboss El Sueno zur Strecke bringt. Da Frontalangriffe aber meist ein vorschnelles Ableben zur Folge haben, muss stets taktisch vorgegangen werden: Der Scharfschütze der Gruppe unterstützt aus der Entfernung und markiert Ziele, während der Rest getarnt zum Ziel vordringt oder koordiniert angreift und dem Feind in die Flanke fällt. Das funktioniert dank intelligenter Computer-Teamkameraden alleine recht gut, richtig Spaß macht es allerdings erst mit drei Online-Freunden.

Dabei macht „Wildlands“ in erster Linie eine gute Figur, weil es seinem Namen gerecht wird: Der Star ist ganz klar die offene Welt. Selten hat man eine so beeindruckend große und gleichzeitig so detailreiche Umgebung gesehen. Für Abwechslung ist gesorgt, Wüsten, Wälder, Berge, Seen, Dörfer und vieles mehr warten darauf, entdeckt zu werden. Immer wieder stolpert man beim Erkunden mit diversen Fahr- und Flugzeugen über Unvorhergesehenes, beispielsweise eine gegnerische Basis in einer geheimen Höhle. Obwohl sich die Missionen inhaltlich schnell abnützen und ständig wiederholen, bringt die dynamische offene Welt immer wieder ein angenehmes Überraschungsmoment ins Spiel. Da will sich mal ein Konvoi partout nicht aufhalten lassen, dort sind die Gegner plötzlich doch etwas schlauer und wehrhafter als gedacht. (Und manchmal macht einem auch ein kleiner Bug hier und da einen Strich durch die Rechnung.) Aus diesen und anderen Gründen geht nur allzu oft eine Mission ganz anders aus, als man sie geplant hatte – meist in herrlicher Anarchie und wilden Schießereien.

Allerdings sollte man dafür weder bei der Story noch von der Charakterentwicklung große Sprünge erwarten: Die „Wildlands“-Geschichte ist eher hanebüchen, die Ausbaufähigkeit der eigenen Figur bleibt aufgrund des überschaubaren Skilltrees und der limitierten Anzahl von Waffen eher im unteren Mittelfeld. Mit Genrevertretern wie „The Division“ will „Wildlands“ bei den Rollenspiel-Elementen ja auch gar nicht mithalten. Vielmehr soll sich der Spieler (mit seinen Freunden) seine eigenen Geschichten zusammenspielen – und das funktioniert durchaus.

Kurzum: Spaß kann man mit „Ghost Recon: Wildlands“ auf jeden Fall haben – wer zumindest dreierlei Bedingungen erfüllt:
1) Dir ist freies Erkunden in einer spannenden Welt wichtiger als enges Missionsdesign.
2) Über Bugs und andere kleine Hindernisse kannst du lachend hinwegsehen.
3) Du hast immer drei gute, teamfähige Freunde online verfügbar.



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