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Kirchenaustritte 2015 leicht gestiegen

56.365 Personen verließen römisch-katholische Kirche 56.365 Personen verließen römisch-katholische Kirche
Die Zahl der Kirchenaustritte ist 2015 leicht gestiegen. 56.365 Personen verließen im vergangenen Jahr die römisch-katholische Kirche, ergeben vorläufige Zahlen, die am Dienstag veröffentlicht wurden. 2014 waren es 55.003. Der Anstieg beträgt somit 2,48 Prozent. Die Zahl der Katholiken ist 2015 um 1,02 Prozent zurückgegangen und beträgt mit Stichtag 31. Dezember 5,21 Mio. (2014: 5,27 Mio.).

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Die Zahl der Kirchenaustritte ist damit 2015 gegenüber dem Vorjahr etwas gestiegen, wobei die Diözesen wie jedes Jahr unterschiedliche Entwicklungen melden. Die Kirchenaustritte bewegen sich laut “Kathpress” damit auch 2015 “im Rahmen der vergangenen Jahre”, abgesehen von 2010. 2013 verließen 54.869 Personen die Kirche, 2012 waren es 52.336, 2011 59.023 und 2009 53.269. 2010 musste die Kirche 85.960 Austritte verzeichnen – eine historischen Höchststand -, was damals zu einem Gutteil auf das Bekanntwerden von Missbrauchsfällen im kirchlichen Bereich zurückzuführen war.

Einige Diözesen hatten auch einen Positiv-Trend zu vermelden. So verließen in St. Pölten, Feldkirch und Salzburg weniger Katholiken die Kirche als noch 2014. In St. Pölten, wo die Amtszeit von Bischof Klaus Küng verlängert wurde, traten 4.659 Menschen aus, um 4,53 Prozent weniger als 2014 – dies allerdings schon auf hohem Niveau. In Feldkirch gab es einen leichten Rückgang bei den Austritten von 1,57 Prozent, in der Erzdiözese Salzburg um 0,21 Prozent.

Den verhältnismäßig größten Anstieg verzeichnete die Diözese Innsbruck mit 14,12 Prozent, wo Bischof Manfred Scheuer nach Linz berufen worden war. Auch in der dortigen Diözese wurde eine Zunahme der Austritte um 8,24 Prozent registriert. Für 2015 meldete die Erzdiözese Wien 1,22 Mio. Katholiken (2014: 1,24), 16.103 Personen traten aus der Kirche aus (2014: 15.897), was gerade einmal ein Plus von 1,3 Prozent bedeutet.

Geringere Anstiege bei den Austritten gab es in drei weiteren Diözesen: In Gurk-Klagenfurt verließen 3.243 Personen die römisch-katholische Kirche, um 4,44 Prozent mehr als im Jahr davor. In Graz-Seckau, wo seit vergangenem Jahr mit Wilhelm Krautwaschl ein neuer Bischof residiert, meldeten sich 10.683 Personen ab (plus 0,97 Prozent). Und in Eisenstadt gab es mit 1.250 Katholiken weniger einen Anstieg von 1,38 Prozent.

Ein leichtes Plus gab es bei den Eintritten. Mit 31. Dezember 2015 wurden 5.026 Personen wieder oder neu aufgenommen, berichtete “Kathpress”. Das ist um 0,62 Prozent mehr als 2014 mit 4.995. 579 Personen machten zudem von ihrem Recht auf Widerruf Gebrauch.

Die römisch-katholische Kirche veröffentlichte auch ihre Gebarungsübersicht für 2014. So können die Diözesen leichte Steigerungen beim Kirchenbeitragsaufkommen und insgesamt ausgeglichene Bilanzen verzeichnen, hieß es via “Kathpress”. Der Kirchenbeitrag bildet auch nach wie vor die wichtigste Einnahmequelle der Diözesen.

Durch Änderungen in der Bilanzierung und Darstellungsweise ist ein Vergleich der Bilanzen mit den Vorjahren nicht in allen Positionen möglich, merkte “Kathpress” an. So verzeichnen die Diözesen 2014 Gesamteinnahmen in der Höhe von knapp 588 Mio. Euro. Dem stehen Aufwendungen von fast 593 Mio. Euro gegenüber, was zusammen mit dem Finanzergebnis insgesamt ein positives Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit (EGT) in der Höhe von rund 17 Mio. Euro erbrachte.

Mehr als 435 Mio. Euro (rund 74 Prozent der Gesamteinnahmen) waren 2014 dem Kirchenbeitrag zu verdanken, 2013 waren es noch 427 Mio. Euro. Zwei Drittel der Budgets sichern die kirchliche Basisstruktur und die Seelsorge. So wurden laut Rechenschaftsbericht für die Pfarren und die pastoralen Aufgaben insgesamt 385 Mio. Euro aufgewendet, was einem Anteil von 65 Prozent an den Gesamtausgaben entspricht.



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