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"Knight and Day": Von naiven Blondinen und strahlenden Rittern

"Knight and Day": Von naiven Blondinen und strahlenden Rittern
Man nehme eine hilflose, naive Blondine und ziehe sie in eine wilde Verfolgungsjagd hinein, nur um sie dann wieder retten zu können: Im Sommerblockbuster “Knight and Day” bietet Roy Miller, Strahlemann mit Kratzern, der gutgläubigen June Havens eine wilde Jagd von Boston nach New York, Sevilla und – Salzburg.

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Bei dem Abenteuer inklusive Stierrennen, Flugzeugabsturz und Schießereien wissen zeitweise weder June noch die Kinobesucher, wer jetzt eigentlich die Guten und wer die Bösen sind. James Mangolds (“Walk the Line”) unterhaltsames, actionreiches Verwirrspiel startet am 22. Juli im Kino.

Schauplatz Flughafen: Die hübsche June kracht (nicht ganz zufällig, wie sich später herausstellt) mit dem schönen Roy zusammen und landet in einem Flugzeug, in dem sie nicht sein sollte. Als sie aus der Toilette kommt, hat Roy die gesamte Besatzung und die Passagiere – allesamt Killer mit dem Auftrag, ihn zu töten – erschossen und muss das Flugzeug in einem Feld notlanden. Manch eine wäre spätestens da schreiend davongelaufen – June fühlt sich nach anfänglicher Skepsis jedoch zu dem charmanten Roy hingezogen und ergreift die Chance auf ein Abenteuer. Roy erzählt, sein ehemaliger FBI-Kollege Fitzgerald (der unverschämt gut-aussehende Peter Saarsgard) sei hinter der besonderen Energiequelle “Zephyr” her und habe deshalb Auftragskiller auf ihn angesetzt, um zur Batterie zu kommen, die Roy versteckt in einem Spielzeugritter (engl.: “knight”) mit sich trägt.

June willigt ein, sich mit Roy auf die Suche nach Simon Feck (Paul Dano), High-School-Streber und Erfinder der Energiebatterie, zu machen und ihn vor den Bösewichten zu beschützen. Nachdem sie ihn gefunden haben, stoßen die Drei bei einer Zugfahrt durch die Alpen auf den deutschen Auftragskiller Bernhard, der von einem weiteren Zephyr-Jäger, dem spanischen Waffenhändler Antonio (Jordi Molla), beauftragt wurde. Ihre Flucht führt sie nach Salzburg, wo die charmante Fassade Roys langsam bröckelt und klar wird, dass nichts so ist, wie es scheint. Ein besonderes Highlight ist die Kulisse, vor der das passiert: Das 200-köpfige Filmteam rund um Tom Cruise drehte vergangenen November eine Woche lang in der Salzburger Altstadt. Im zum Hotel umdekorierten “Haus für Mozart” bahnt sich eine Liebesszene zwischen June und Roy an; in der Steingasse trifft sich Roy mit einer mysteriösen Fremden; am Rudolfskai ereignet sich eine Verfolgungsjagd samt Polizei und Hubschraubern und auf einem Gebäude in der Imbergstraße flüchtet Roy über die Dächer.

“Sind das böse Jungs?” – “Das sind bösere Jungs.” In “Knight and Day” verschwimmen die Grenzen zwischen Gut und Böse laufend; das Publikum wird dabei oftmals verwirrt, aber nie überfordert. Tom Cruise brilliert als gnadenloser, unberechenbarer Alleskönner, der trotz allem mit Witz, Selbstironie und Charme sowohl June als auch das Publikum um den Finger wickelt. Inmitten von Schießereien hat er schon mal Zeit für Smalltalk, Komplimente (“Schönes Kleid”) oder Küsse, und wenn June in Panik gerät, setzt er sie prompt unter Drogen und trägt die Bewusstlose durch den Kugelhagel. Cameron Diaz verkörpert die sympathische Ahnungslose perfekt, während Peter Saarsgard in einer Nebenrolle als undurchschaubarer Agent fast ein wenig zu kurz kommt. Im Fokus steht so und so Tom Cruise, der als strahlender “Ritter” seine bis dato menschlichste und lustigste Rolle spielt.



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