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Kuba: Castro erschien wieder im TV

Kuba: Castro erschien wieder im TV

Zum ersten Mal seit drei Monaten ist der kubanische Staatschef Fidel Castro wieder im Fernsehen erschienen. Das kubanische Staatsfernsehen zeigte den Präsidenten zusammen Hugo Chàvez.

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Die am Dienstag (Ortszeit) ausgestrahlten Aufnahmen zeigten den 80-jährigen Castro in sichtlich besserer Form als im letzten Video vom 28. Oktober, mit gebräuntem Teint, dicker und häufig lächelnd im Gespräch mit dem venezolanischen Präsidenten Hugo Chavez. Über seine Krankheit sagte der herumgehende und Orangensaft trinkende Castro, das sei keine „verlorene Schlacht“.

Die jüngsten Aufnahmen stammten nach Angaben des staatlichen Fernsehens von einem zweistündigen Treffen der beiden Staatschefs am Montag in Havanna, an dem zeitweise auch der Bruder des venezolanischen Präsidenten, der Bildungsminister und ehemalige Botschafter in Kuba, Adan Chàvez, sowie der kubanische Vizepräsident Carlos Lage und Außenminister Felipe Perez Roque teilnahmen. Präsident Chavez sagte, Castro und er hätten eine Vielzahl von Themen besprochen, die von Umwelt- und Klimafragen bis zu den „Bedrohungen des US-Imperiums für die Welt“ gereicht hätten.

Castro trug wiederum einen Trainingsanzug in den kubanischen Nationalfarben rot-blau-weiß, sein venezolanischer Freund und Verbündeter Chavez ein zum Markenzeichen gewordenes rotes Hemd. Castro blättert während der Aufnahmen in einem Buch mit dem Titel „Sozialismus“ und zeigt eine Ausgabe der argentinischen Tageszeitung „Clarón“ vom 27. Jänner. Chavez, der sich zu einer Art Sprecher für Castros Gesundheitszustand entwickelt hat, sagt in die Kamera, der kubanische Präsident sei geistig klar wie immer. Am Ende der etwa sechsminütigen Aufzeichnung skandieren Castro und Chavez gemeinsam: „Vaterland, Sozialismus oder Tod! Wir werden siegen!“

„Fidel Castro ist auf den Beinen, komplett!“, lautete die Schlagzeile der Parteizeitung „Granma“ am Mittwoch. Das kubanische Volk habe die Fernsehbilder im Freudenrausch aufgenommen, hieß es.

Die USA reagierten auf die Bilder des kubanischen Staatschefs mit dem Hinweis, die Aufnahmen änderten nichts an Washingtons Politik. „Unsere Position hat sich nicht geändert. Wir streben einen friedlichen Übergang zur Demokratie in Kuba an“, sagte der Sprecher des Nationalen Sicherheitsrates, Gordon Johndroe, der Nachrichtenagentur AFP.

In der Öffentlichkeit war der Maximo Lider seit einer Darmoperation im vergangenen Juli nicht mehr zu sehen gewesen. Castro trat zuletzt am 26. Juli vergangenen Jahres, einen Tag vor seiner Darmoperation, in der Öffentlichkeit auf. Danach übertrug er die Amtsgeschäfte vorübergehend an seinen fünf Jahre jüngeren Bruder, Verteidigungsminister Raul Castro.

Über Castros Gesundheitszustand wird seit längerem spekuliert. Die spanische Zeitung „El Paós“ hatte Mitte Jänner berichtet, sein Zustand sei nach drei fehlgeschlagenen Operationen sehr ernst. Castro leide an einer Bauchfellentzündung. Dem war der spanische Arzt José Luis Garcóa Sabrido entgegengetreten, der Castro im Dezember untersucht hatte. Die spanische Zeitung „El Paós“ berichtete kürzlich, Castro habe zu einer Verschlimmerung seines Zustands beigetragen, weil er keinen künstlichen Darmausgang haben wollte. Wegen der Ausbreitung einer Entzündung sei ihm dann doch ein solcher gelegt worden.

In der Presse der Vereinigten Staaten, deren Regierung seit fast fünf Jahrzehnten auf den Sturz des Führers der Revolution von 1959 hinarbeitet, war zu lesen, Castro habe möglicherweise nur noch Tage zu leben. Chavez, behandelnde Ärzte und die kubanischen Behörden hatten mehrfach derartig lautende Berichte bestritten.



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