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Parteien versprühten zum Wahlkampf-Abschluss Optimismus

Kurz startet ins Wahlkampffinale Kurz startet ins Wahlkampffinale - © APA
Der Freitag ist für die meisten wahlwerbenden Parteien der Wahlkampf-Finaltag vor der Nationalratswahl. SPÖ-Chef Christian Kern gab sich dabei zuversichtlich und sagte: “Wir werden das gewinnen, ihr werdet das sehen!” ÖVP-Spitzenkandidat Sebastian Kurz garantierte, alles tun zu wollen, um die Steuerlast zu senken. Und FPÖ-Chef Heinz-Christian Strache äußerte die Hoffnung auf eine Überraschung.

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Die Grüne Spitzenkandidatin Ulrike Lunacek betonte bei ihrem Auftritt in Wien das Alleinstellungsmerkmal ihrer Partei. Peter Pilz beendete seinen Wahlkampf schon am Freitagvormittag, die NEOS halten ihre Schlusskundgebung am Samstag ab.

Bei der SPÖ-Großveranstaltung vor der Parteizentrale in der Wiener Innenstadt versuchte Kern Zuversicht auszustrahlen. Ausdrücklich warnte der SPÖ-Chef vor einem schwarz-blauen Experiment. Dem stellte Kern vor mehreren hundert Besuchern in und vor einem Festzelt einen Weg der sozialen Verantwortung gegenüber, für den seine Partei die einzige Alternative sei.

Beklagt wurde vom Kanzler eine beispiellose Hetzkampagne gegen die SPÖ. Von dieser werde man sich aber nicht stoppen lassen: “Wenn wir angerempelt werden, richten wir uns auf.”

ÖVP-Obmann Kurz warb am Nachmittag bei einer kurzen Ansprache vor seinen Anhängern bei der Parteizentrale um eine Stimme für ihn, um die nötige Veränderung auch umsetzen zu können. Dabei garantierte er, nach der Wahl alles tun zu wollen, um die Steuerlast zu senken.

Er habe die Partei im Mai dieses Jahrs übernommen, mit dem Ziel eine breite Bewegung auf die Beine zu stellen und eine Veränderung herbeizuführen. Die vergangenen Monate seien “intensiv aber schön” gewesen, so Kurz, der sich bei seinen Unterstützern, den Experten und den Kandidaten bedankte. Einmal mehr versprach er, alles unternehmen zu wollen, um “Missbrauch und Zuwanderung” ins Sozialsystem zu beenden – ebenso die illegale Migration. “Der 15. Oktober ist unsere Chance auf Veränderung”, betonte Kurz.

Strache beschwor bei der Schlusskundgebung seiner Partei auf dem Viktor-Adler-Platz in Wien-Favoriten noch einmal einen freiheitlichen Wahlerfolg. “Vielleicht gelingt es uns sogar, gemeinsam die Überraschung zu schaffen”, sagte Strache vor seinen zahlreich erschienenen jubelnden Anhängern. Es sei “einiges möglich”, meinte der FPÖ-Chef.

Wie im gesamten Wahlkampf vermied es Strache jedoch, Platz eins als Ziel in den Mund zu nehmen oder gar die eigene Kanzler-Ambition hervor zu streichen. Der FPÖ-Spitzenkandidat richtete gleichzeitig einen Appell an seine Sympathisanten, den Umfragen der letzten Wochen und Monate nicht zu glauben. Er sprach von den “sogenannten Experten”, die diese in Umlauf bringen würden. “Da soll man besser gleich eine Glaskugel nehmen”, so der FPÖ-Bundesparteichef.

Lunacek rief beim Grünen Wahlkampfabschluss im Marx-Palast in Wien dazu auf, bis zum letzten Tag um jede Stimme zu kämpfen. Als Einpeitscher trat Cem Özdemir von den deutschen Grünen auf. Er sprach von steigendem Zuspruch und riet seinen österreichischen Kollegen, den Wahlprognosen zu misstrauen: “Ihr müsst nicht bei den Umfragen gewinnen, sondern die Wahlen gewinnen.”

Lunacek betonte bei ihrem Auftritt das Alleinstellungsmerkmal ihrer Partei. Nur mit den Grünen gebe es “Lösungen und Sachlichkeit und eine Orientierung an Menschlichkeit und Menschenwürde”, während die anderen auf Spaltung, Sündenböcke, rassistischen Hass und auch Antisemitismus gesetzt hätten. Für die Grünen stellte sie das Eintreten gegen den Klimawandel, für die Gleichstellung von Frauen und das Bekenntnis zu Europa in den Vordergrund. Überraschend zeigte sich auch Ex-Parteichefin Eva Glawischnig bei dem Auftritt der Grünen. Sie erwarte ein “deutlich besseres” Ergebnis als in den Umfragen.

Kurz und karg beendete die Liste Peter Pilz Freitagvormittag ihren Wahlkampf. “Es war ein wunderbarer Wahlkampf. Ich habe ihn wirklich genossen”, sagte Listengründer Pilz von seinen Mitstreitern flankiert vor dem Parlament am Wiener Ring. “Ich habe ein gutes Gefühl”, zeigte sich der frühere Grüne optimistisch, dass er den Sprung in den Nationalrat schaffen wird. Pilz sieht seine Liste als “Basis für etwas Neues und Alternative für kommende Wahlen”.

(APA)



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