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Lawine in St. Anton in Tirol forderte zwei Todesopfer

Zweiter Lawinenabgang mit Todesopfern in wenigen Tagen in Tirol Zweiter Lawinenabgang mit Todesopfern in wenigen Tagen in Tirol - © APA (zeitungsfoto.at)
Erneut hat eine Lawine am Freitag zwei Todesopfer in Tirol gefordert: In St. Anton am Arlberg (Bezirk Landeck) wurden drei Variantenskifahrer im freien Skiraum von einem Schneebrett erfasst und verschüttet, für zwei von ihnen kam jede Hilfe zu spät. Damit starben in dieser Woche sieben Menschen in Tirols Bergen den “Weißen Tod” – so die traurige Bilanz.

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Die beiden Opfer des Lawinenabgangs in St. Anton am Arlberg stammten aus Deutschland. Sie waren Mitglieder einer fünfköpfigen Gruppe, die von einem 44-jährigen Einheimischen geführt wurde und im Bereich des “Hinteren Rendl” eine Variantenabfahrt machte. Dabei befuhren sie einzeln einen bis zu 40 Grad steilen und etwa 60 Meter langen Lawinendamm. Als das letzte Mitglied der Gruppe, ein 32-jähriger Deutscher, startete, löste sich die Schneebrettlawine. Die Schneemassen verschütteten den 45-Jährigen und den 61-Jährigen, die im Flachstück warteten. Der 32-Jährige wurde teilverschüttet und konnte von seinen Kameraden geborgen werden.

Die beiden anderen, totalverschütteten Skifahrer wurden nach kurzer Zeit geortet und von den Rettungskräften nach rund einer halben Stunde aus den Schneemassen geholt. Der Notarzt konnte jedoch nur noch ihren Tod feststellen. Beide Opfer waren mit Lawinenairbags ausgerüstet, wobei nur einer den Airbag ausgelöst hatte. Die Staatsanwaltschaft ordnete die Obduktion der Opfer an. Im Einsatz standen 21 Bergretter, drei Lawinenhundeführer, drei Mann der Lawinenkommission und Pistenrettung sowie der Polizeihubschrauber Libelle und der Rettungshubschrauber “Gallus 3”.

Die Experten des Lawinenwarndienstes hatten die Gefahr am Freitag – wie auch schon in den vergangenen Tagen – oberhalb von etwa 2.200 Metern als mäßig eingestuft. Darunter war sie gering, stieg aber im Tagesverlauf auf Stufe 2 der fünfteiligen Skala an. Gewarnt wurde abermals vor Gefahrenstellen, die in sehr steilen, bisher wenig verspurten Schattenhängen oberhalb von rund 2.200 Metern zu finden waren.

Auf einem Hang, auf den diese Charakterisierung zutrifft, waren erst vor zwei Tagen vier Schweizer Skibergsteiger unter einer Lawine ums Leben gekommen. Die vier waren Mitglieder einer achtköpfigen Tourengehergruppe, die am 2.453 Meter hohen Jochgrubenkopf in den Tuxer Alpen im Gemeindegebiet von Schmirn (Bezirk Innsbruck-Land) von einer riesigen Lawine mitgerissen und bis zu zwölf Meter tief verschüttet wurden. Die Lawine war auf einer Länge von rund 700 Metern abgegangen, ihre Anrisskante war rund zwei Meter hoch.

Am Freitag wurde zudem bekannt, dass ein 35-jähriger Snowboarder aus den Niederlanden in der Innsbrucker Klinik seinen Verletzungen nach einem Lawinenabgang am Montag im Bereich des Gaislachkogels in Sölden (Bezirk Imst) erlegen war. Der Urlauber war Teil einer vierköpfigen Gruppe, die von einem 29-jährigen Snowboardlehrer geführt wurde. In rund 2.500 Metern Höhe fuhren sie in den freien Skiraum ein und wurden von einer Lawine erfasst. Die Einsatzkräfte orteten den 35-Jährigen mittels LVS-Gerät (Lawinenverschüttetensuchgerät, Anm.) und gruben ihn nach rund 18 Minuten aus. Er wurde noch am Lawinenkegel reanimiert und anschließend vom Hubschrauber “Alpin 2” mit lebensgefährlichen Verletzungen in die Innsbrucker Klinik eingeliefert, wo er schließlich starb.

(APA)



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