Künftig könnten Postler die administrativen Aufgaben von Lehrern übernehmen. - © APA
Regierung und Lehrergewerkschaft sind sich zwar einig, dass Lehrer entlastet werden sollen – noch nicht genau festgelegt ist, wie viele Mitarbeiter dazukommen sollen. Zumindest steht aber bereits fest, woher das Personal kommen könnte: Mitarbeiter staatsnaher Betriebe wie Post oder A1 sollen in die Schulverwaltung wechseln, wie die Gratiszeitung “Heute” berichtet. Unterrichts- und Beamtenministerium bestätigten entsprechende Überlegungen gegenüber der APA.
Bei A1 soll es laut dem Bericht bis zu hundert Wechselwillige geben. Vorstellbar wäre etwa die Versetzung von IT-Fachleuten, um EDV-Systeme an Schulen zu betreuen. Bis Ende 2011 seien bereits 264 der 9.300 A1-Mitarbeiter zu Polizei, Justiz oder Finanz gewechselt. Von der Post haben sich bisher 331 Mitarbeiter versetzen lassen, hunderte Postler könnten zum Wechsel in Schulen bereit sein.
“Wir würden gerne möglichst viele nehmen, aber das muss auch finanziert werden”, heißt es im Büro von Unterrichtsministerin Claudia Schmied. “Das Finanzministerium muss sagen, ob es ihm das wert ist oder nicht.” Dort will man keinen Kommentar abgeben.
Wie viele Mitarbeiter staatsnaher Betriebe künftig an Schulen arbeiten könnten, hängt laut Unterrichtsministerium vom Verlauf der Lehrerdienstrechtsverhandlungen ab – konkret davon, wie viel Geld am Ende übrigbleibt, um solches Unterstützungspersonal zu finanzieren. Am 21. August finde ein Informationsgespräch mit Telekom und Post auf Beamtenebene statt. (APA)