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“Linienfuchs” Reichelt macht in Wengen Jagd auf Svindal

Hannes Reichelt will Svindal herausfordern Hannes Reichelt will Svindal herausfordern
Der Salzburger Hannes Reichelt ist bereit, seine Erfolgsserie auf dem Lauberhorn fortzusetzen, Aksel Lund Svindal hat aber schon einmal eine Kampfansage geschickt. “Es wird Zeit”, sagte der Norweger, der in Wengen noch nie gesiegt hat. “Es ist ein großes Rennen, und es wäre cool, es endlich Mal zu gewinnen”, sagte er vor dem Klassiker am Samstag (12.30 Uhr).

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Reichelt gegen Svindal, das ist das Duell des Wengen-Spezialisten gegen den Saison-Dominator, der auch schnellster bei der Kombi-Abfahrt am Samstag war. Der 35-Jährige Salzburger stand in den vergangenen vier Abfahren in Wengen jeweils auf dem Podest, in der Reihenfolge Zweiter, Dritter, Zweiter und Erster von 2012 bis 2015. “Ich mag die Abfahrt gern, mir dürfte sie liegen. So wie Svindal Lake Louise liegt, da kann man tun und lassen, was man will.”

Der 33-jährige Svindal hat in diesem Winter in Lake Louise, Beaver Creek und Gröden gewonnen und war zuletzt in Santa Caterina Siebenter. In der Wengen-Abfahrt ist Svindals bestes Resultat ein dritter Platz 2014, er unternimmt bereits den zehnten Versuch für den ganz großen Coup. “Als Favorit gewinnt man nicht einfach, man muss einen guten Tag haben. Vielleicht braucht man kein Glück, aber man darf auch kein Pech haben”, meinte Svindal.

Reichelt war in diesem Winter Vierter in Beaver Creek und Zweiter in Santa Caterina, er hat aber auch einen 18. und einen 26. Rang zu Buche stehen. Im Winter ohne Großereignis liegt der Fokus auf den Kristallkugeln, und da hat Svindal nach vier Rennen als überlegen Führender der Abfahrtwertung bereits 188 Punkte Vorsprung auf den sechstplatzierten Reichelt.

“Der Wert der Kugeln ist unglaublich hoch. Jeder versucht, konstant vorne mitzufahren. Mir ist das in zwei Abfahrten nicht gelungen, somit gibt es ein bisschen andere Ziele für mich. Ich werde schauen, dass ich so viele gute Platzierungen mache wie möglich. Aber wenn Svindal so weiterfährt, wird es mit der Kugel schwierig”, weiß Reichelt.

Trainiert wurde am Donnerstag vom Kombistart. Die ob ihrer Länge berühmt-berüchtigte Abfahrt, in der Reichelt vergangenes Jahr den Sieg noch mit einem Kraftakt im Ziel-S heimfuhr, kann damit nur über die Originallänge von 4.372 m gefahren werden, wenn der oberste Streckenteil Samstagfrüh noch trainiert wird. Die Wetterprognosen sind aber dafür nicht günstig.

Svindal war Schnellster des einzigen Trainings, in dem Reichelt als Vierter 44/100 Sekunden Rückstand hatte, und der Kombi-Abfahrt, in der Reichelt als Dritter 0,90 zurücklag. “Ich habe ein paar Sachen nicht gut erwischt, in den ersten zwei Kurven tu ich mir schwer. Svindal ist gewaltig gefahren, hoffentlich erwischt er so eine Fahrt nicht morgen, sonst wird es schwer, ihn zu schlagen. Er ist der Gejagte”, sagte Reichelt, der die Piste, die sich am Freitag noch eisiger rund härter präsentierte, lobte.

Gut zurecht kommt mit Wengen normalerweise auch Vincent Kriechmayr, nach dem bravourösen zweiten Trainingsrang haderte er aber etwas mit seiner Leistung in der Kombiabfahrt und wusste nicht so recht, wo er die Zeit liegengelassen hatte.

Als Saisonziel hat er sich einen Podestplatz gesetzt. “Am liebsten natürlich in Kitzbühel, aber ich nehme ihn auch gerne hier, ich bin da nicht wählerisch”, meinte der Oberösterreicher, der mit den Rängen 30, 14, 7 und 6 aufsteigende Tendenz zeigt. “Die Konstanz passt, für ganz vorne hat es leider noch nicht gereicht. Das ist das einzige Manko. Ich habe bei einigen Rennen eine bessere Platzierung durch einen Fehler weggehaut. Das heißt es, in Zukunft zu verbessern.”

Die Siegesfahrt von Reichelt im vergangenen Jahr hat Kriechmayr noch vor Augen. “Das motiviert. Wir schauen uns auch viel von ihm ab. Hannes ist ein Linienfuchs. Und schnell ist er. Und eine perfekte Hocke fährt er. Also im Normalfall ist der Hannes da wieder ein sehr großer Favorit.”

Als Sechster und Achter war Max Franz in diesem Winter in Abfahrten schon in den Top Ten, ein bisschen mehr hatte er sich aber vorgenommen. “Die Ergebnisse sind okay, aber mein Ziel war, konstant in die Top Fünf zu fahren”, erklärte der Kärntner. “Im Training funktioniert es ganz gut. Jetzt heißt es, das wieder ins Rennen umzusetzen. Die richtig coolen Rennen kommen jetzt mit Wengen und Kitzbühel. Also nicht die Nerven wegschmeißen und gut weiterarbeiten. Wenn du was erzwingst, geht es noch schlechter. Einfach locker bleiben.”

Neben Reichelt und Svindal zählen auch der Franzose Adrien Theaux (Zweiter der Kombi-Abfahrt), der Norweger Kjetil Jansrud (Dritter der Kombi-Abfahrt) sowie Dominik Paris und Peter Fill aus Italien zum Favoritenkreis. Die Schweizer, die vergangenes Jahr hinter Reichelt durch Beat Feuz, Carlo Janka und Patrick Küng auf die Ränge zwei bis vier gekommen waren, sind bei ihrem Heim-Klassiker dieses Mal nur Außenseiter. Feuz steht in Wengen erstmals nach seinem Achillessehnen-Einriss im September wieder auf Abfahrtski.



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