23. September 2012 11:09; Akt.: 23.09.2012 16:06

Schweizer Volksabstimmung zu strikterem Rauchverbot gescheitert

Das Rauchergesetz könnte in der Schweiz bald wesentlich strenger werden. Das Rauchergesetz könnte in der Schweiz bald wesentlich strenger werden. - © APA
In der Schweiz ist eine Volksabstimmung für einen strikteres Rauchverbot gescheitert. Die Initiative “Schutz vor Passivrauchen” sei von mehr als 66 Prozent der Wähler abgelehnt worden, berichteten Schweizer Medien am Sonntag unter Berufung auf erste Schätzungen.

alt Korrekturen melden

Demnach lehnten die Bürger in mehreren Kantonen die Regelungen ab. Für eine Gesetzesänderung wäre nicht nur die Mehrheit der Wähler insgesamt, sondern auch die Mehrheit der Kantone – das sogenannte Ständemehr – benötigt worden.

Schweiz bekommt keine einheitlichen Regeln

Die 2009 gestartete Volksinitiative hatte sich für einen umfassenden Schutz gegen das Passivrauchen am Arbeitsplatz und in geschlossenen öffentlichen Räumen ausgesprochen. Vorgesehen waren nur wenige Ausnahmen. Derzeit sind die Regelungen in den einzelnen Regionen der Schweiz sehr unterschiedlich. In acht der 26 Kantone gilt ein umfassendes Rauchverbot. Elf Kantone sind wenden das Bundesgesetz an, welches das Rauchen in kleinen Cafes, Bars und Restaurants sowie in abgetrennten Räumen in größeren Restaurants erlaubt. Sieben weitere Kantone wiederum verbieten Rauchergaststätten, erlauben aber Raucherräume.

Der traditionsreiche Schweizer Zigarrenhersteller Villiger begrüßte das Votum als “wichtiges Zeichen”. “Das ist ein klarer Etappensieg für die Tabakbranche und die Gastronomie”, sagte Firmenchef Heinrich Villiger am Sonntagnachmittag auf Anfrage. Nach den vor zwei Jahren erfolgten Verschärfungen beim Passivrauchen habe das Volk jetzt für einen Stopp plädiert, kommentierte Villiger.

Initiatoren zeigen sich überrascht

“Enttäuscht und überrascht” zeigte sich dagegen die Schweizer Lungenliga. Die Menschen seien offenbar zufrieden mit der bestehenden Regelung, sagte Lungenliga-Geschäftsführerin Sonja Bietenhard am Sonntag. Die Kampagne habe aber die Öffentlichkeit für die Gefahren des Passivrauchens sensibilisiert, zeigte sich Bietenhard überzeugt. Zugleich wies sie darauf hin, dass die Kantone strengere Regeln einführen könnten.

Die Schweizer stimmten am heutigen Sonntag noch über zwei weitere Vorlagen ab. Eine Volksinitiative des Hauseigentümerverbandes zum Thema “Sicheres Wohnen im Alter”, die Steuererleichterungen für Eigentumswohnungen von Pensionisten vorsah, scheiterte am Ständemehr. Angenommen wurde dagegen eine Vorlage zur Musikförderung. Damit wird es in der Schweiz künftig einen weiteren Verfassungsartikel geben, der Bund und Kantonen vorschreibt, für einen besseren und günstigeren Zugang zur Musik zu sorgen.

(APA)



Kommentare 0

Neuen Kommentar schreiben

 
 
1000
/1000 Zeichen übrig

Mehr auf austria.com
Jüngere Österreicherinnen würden Machos vermissen
Jüngere Österreicherinnen möchten den Männertyp Macho nicht missen, Frauen mit Lebenserfahrung hingegen weinen ihm [...] mehr »
Inzestfall – Keller in Amstetten wird zubetoniert
Mehr als fünf Jahre nach dem Bekanntwerden des unfassbaren Inzestfalls in Amstetten wird nun der Keller, in dem ein [...] mehr »
“Mailüfterl”-Erfinder hätte nie an Laptops gedacht
In den 1950er Jahren hat der Computerpionier Heinz Zemanek einen der weltweit ersten vollständig mit Transistoren [...] mehr »
Inzestfall in Amstetten: Fritzl-Keller wird zubetoniert
Mehr als fünf Jahre nach dem Bekanntwerden des unfassbaren Inzestfalls in Amstetten wird nun der Keller, in dem ein [...] mehr »
Sanierung nach Mure in Hallstatt dauert Monate
Bis der Ortskern der Gemeinde Hallstatt nach dem Murenabgang in der Nacht auf Mittwoch wieder sein typisches idyllisches [...] mehr »
Mehr Meldungen »

Manfred Bauman bringt ein Stück Hollywood zur Photokina nach Köln

Herbstkollektion von Popp & Kretschmer präsentiert

Forever 21: Die aktuellen Shorts-Trends

“Sopranos-Boss” James Gandolfini mit 51 überraschend in Rom gestorben

Schauspieler Johnny Depp trägt keine Unterhosen

Kim Kardashian: Baby ist da!


Sie sind bei Facebook? Wir haben etwas Besonderes für Sie ...

Wenn Sie jetzt Ihren Facebook-Account mit %s verknüpfen, haben Sie einfachen Zugang zur beliebten Kommentar-Funktion auf %s, können Artikel einfach mit Ihren Freunden teilen - und auch selbst Fotos und Artikel auf %s hochladen.

{username}


Passwort vergessen?
{username}

Bitte max. 32 Zeichen verwenden

Ihren Benutzernamen können Sie hier ändern. Wir schlagen vor, dass Sie Ihren richtigen Namen verwenden, um an Diskussionen teilzunehmen.

Muss eine gültige E-Mail-Adresse sein

Benachrichtigungen und Newsletter (falls gewollt) werden an diese Emailadresse versendet. Ihre Privatsphäre ist uns wichtig

{username}%s antworten

OK, {username} - nun ist alles eingerichtet.

OK

Der Benutzer mit dem Sie sich einlochen wollen ist noch nicht aktiviert. Bitte klicken Sie auf den Aktivierungslink den wir Ihnen an %s gesendet haben. Aktivierungsmail erneut schicken OK

Anmeldung

Bei Facebook?

Sie können Ihren Facebook-Account zum Anmelden verwenden:

Mit Facebook verbinden



Passwort vergessen?
Neu registrieren

Werbung
Werbung
Werbung
Werbung