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"Mamarazza" präsentierte ihr Buch "ManniFeste" in Fuschl

"Mamarazza" präsentierte ihr Buch "ManniFeste" in Fuschl
Fuschl – “Ich merke schon dass ich mir ein Eigentor geschossen habe. Ich werde im kleinen Maße weitermachen.” Salzburgs Festspiel-Societylady und Hobbyfotografin Marianne Fürstin zu Sayn-Wittgenstein-Sayn (90) hat am Mittwoch, bei der Präsentation ihres Bildbandes “ManniFeste. Fuschler Mittagessen 1974-2009” ihre Ansage bereits bereut, ihre legendären Mittagessen “nicht mehr zu machen”.

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Mit ihren Freunden Thomas Gottschalk, Gunter Sachs, Ben Becker, Thaddaeus Ropac und Helga Rabl-Stadler vergaß “Manni” bald ihre Traurigkeit und gab einige Anekdoten aus 36 Festspielsommern zum Besten.

Im festlichen Dirndlkleid und mit einem weißen Rüschchenschirm vor der Sonne geschützt, schritt die Fürstin würdevoll mit Gottschalk und Sachs an ihrer Seite in den schattigen Garten ihres idyllischen Wohnsitzes im Ellmautal. Doch bevor die Tischgesellschaft das berühmte, selbst gemachte Wildgulasch und all die Obstkuchen verspeisen konnte, posierte sie minutenlang für Foto- und Kameraaufnahmen. Mehr als 20 Journalisten waren gekommen, um das Abschiedsfest, das irgendwie doch keines ist, festzuhalten.

“Ja, traurig bin ich schon”, gab “Mamarazza” freimütig zu. Doch dem Druck, jeden Festspielsonntag ein Mittagessen zu servieren, dem will sie sich als 90-Jährige nicht mehr aussetzen. Mit Freude und Stolz blickte die Fürstin zurück. Die rund 400 Fotos in ihrem Buch zeugen von der herzlichen, ungezwungenen Atmosphäre, die Persönlichkeiten wie Leonard Bernstein, Margaret Thatcher, James Levine, Curd Jürgens, Klaus Maria Brandauer, Prinz Charles und der “Neuzugang” aus dem Vorjahr, Ben Becker, sichtlich genossen haben.

Die handgeschriebenen Einladungen erhielten nur echte Freunde. Mit 100 Leuten war die Grenze erreicht. “Ich habe ja nur hundert Teller”, sagte die Fürstin. Anfangs habe es nur lauwarme Getränke gegeben. “Da kam Gunter und holte aus seinem Auto einen Eisschrank heraus. Er musste dann immer die Organisation machen. Und er zeigte mir, wie das Fotografieren am Besten gelingt.” In ihrem Buch verrät die Fürstin jetzt, wie einfach sich die “ManniFeste” mit den Zutaten aus der Region kochen ließen. Dass “Multitalent” Sachs aber als Kellner nicht getaugt habe, das gestand er heute lachend ein. “Wegen der kaputten Teller.”

Aber immer wieder unterbrach Wehmut das Scherzen der heutigen Runde, zum Beispiel als es um eine geeignete Nachfolgerin ging. “Ich hab mir überlegt, wer das jetzt künftig machen soll. Ich sehe niemanden”, bedauerte Gottschalk im schrillen, groß-karierten Anzug und wechselte gleich wieder das Thema. Sein größtes Erlebnis “war die Fahrt mit Gunter und Manni im Auto von hier nach Salzburg. Ich fuhr, weil sich die beiden oft gestritten haben.” Thaddaeus Ropac, der Mitte der 1980er erstmals ins Landhaus eingeladen wurde, verglich die Mittagessen mit den Salons von Alma Mahler. Den Galeristen faszinierte “die Mischung aus Herzlichkeit und Gastfreundlichkeit, die Begegnung mit großen Schauspielern und Sängern”. Auch “Jedermanns Tod” Ben Becker – er kam in Tracht, trug zum Missfallen der Fürstin aber kein Hemd – fühlte sich wohl bei Manni. “Wir haben im Schlafzimmer auf dem Bett gesessen und miteinander geflirtet.” Festspielpräsidentin Rabl-Stadler brachte es auf den Punkt: Theater finde halt nicht nur auf, sondern auch hinter der Bühne statt.

“ManniFeste” von Marianne Fürstin zu Sayn-Wittgenstein. Kulturverlag Polzer, 190 Seiten mit 400 Bildern, 39 Euro, ISBN 978-3-902658-23-4. http://www.polzer.net



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