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Marihuana-Ring in Stmk. ausgehoben: 180 kg sichergestellt

Marihuana inzwischen in einigen Ländern legal Marihuana inzwischen in einigen Ländern legal - © APA (dpa-Zentralbild)
In der Steiermark ist ein Marihuana-Ring mit 14 Verdächtigen aus sechs Ländern zerschlagen worden. Bei den Ermittlungen wurden im Vorjahr rund 180 Kilogramm Cannabiskraut sichergestellt, wie am Mittwoch im Innenministerium bekanntgegeben wurde. Die Bande soll die aus Albanien gelieferten Drogen in der Steiermark verkauft haben. Ein 27-jähriger Grazer wurde bereits als Hauptdealer verurteilt.

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Die Ermittlungen zu der “Operation Multipower II” genannten Aktion hatten im Frühjahr 2017 begonnen, erläuterte Michael Lohnegger vom Kriminalreferat Graz bei der Pressekonferenz in Wien. Der als Hauptverteiler der Drogen ausgeforschte 27-Jährige war bereits im Jahr 2015 bei der ersten Operation Multipower beschuldigt und verurteilt worden.

Nun kamen die Kriminalisten auf die Spur einer serbischen und kosovarischen Gruppe, die das Marihuana aus Albanien per Kurier in die Steiermark lieferte. Im Mai 2017 wurden dann 140 Kilogramm Cannabiskraut in einer sogenannten Bunkerwohnung in Deutschlandsberg sichergestellt. Außerdem forschten die Ermittler den albanischen Teil des Marihuana-Rings aus, bei dem 40 Kilo der Droge beschlagnahmt wurden.

“In der Steiermark sind noch nie mehr als 180 Kilogramm Cannabis sichergestellt worden”, betonte Lohnegger. Es hätten möglicherweise auch mehr sein können, denn den albanischen Tätern waren von einem bosnischen Studenten in der Steiermark bei einer Lieferung 40 Kilogramm der Ware gestohlen worden. Dem Mann wurde die Sache jedoch offenbar selbst zu heiß, schilderte Lohnegger. Die eine Hälfte des Marihuanas vergrub er in einem Wald in Graz-Wetzelsdorf, die andere habe er nach eigenen Angaben in der Mur “entsorgt”. Der Student führte die Ermittler schließlich zu dem Versteck im Wald, von dem im Fluss versenkten Cannabis fehlte jede Spur.

Die Beschuldigten aus Österreich, Deutschland, dem Kosovo, Serbien, Albanien und Bosnien sind zwischen 20 und 50 Jahren alt. “Die Tätergruppierung hat von Graz und Deutschlandsberg aus agiert”, sagte der steirische Landespolizeidirektor Gerald Ortner. Neben Marihuana wurden bei den Verdächtigen auch kleinere Mengen Kokain, Amphetamine und Ecstasy sowie gefälschte Ausweise und zwei verbotene Waffen, darunter eine Pumpgun, sichergestellt. Den Gesamtwert der beschlagnahmten Drogen bezifferte Ortner mit 1,9 Millionen Euro.

Nachgewiesen wurde der Bande außerdem der Verkauf von 60 Kilo Marihuana. Davon soll der Hauptdealer 14 Kilogramm unter seine Abnehmer gebracht haben. Er erhielt im September des Vorjahres fünf Jahre Haft plus den Widerruf einer einjährigen bedingten Haftstrafe. “Insgesamt gab es in dem Fall bereits drei rechtskräftige Verurteilungen von Abnehmern und Dealern”, betonte Hansjörg Bacher von der Staatsanwaltschaft Graz. Die Anklageschrift gegen die anderen Beschuldigten ist erst kürzlich fertig geworden.

Es handle sich um “einen der größten Erfolge in der Steiermark im Kampf gegen den Handel mit Suchtgift”, sagte Peter Goldgruber, neuer Generalsekretär im Innenministerium. Als spezielles Zeichen gegen das Dealen mit Cannabis wollte er die Präsentation des Ermittlungserfolgs auf Nachfrage nicht verstanden wissen. “Die Gefahr ist der Gebrauch illegaler Drogen insgesamt”, betonte er. Aber auch der Gebrauch dieser Substanz sei aufgrund der Rechtslage verboten.

(APA)



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