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Mario Stecher gab in Falun Karriere-Ende bekannt

Stecher schaffte es nicht zur WM und gibt auf Stecher schaffte es nicht zur WM und gibt auf
Mario Stecher hat seine Karriere als Nordischer Kombinierer abgeschlossen, der 37-jährige Steirer wird keinen weiteren Wettkampf bestreiten. Nach reiflicher Überlegung habe er sich entschieden, seine Laufbahn mit sofortiger Wirkung zu beenden, erklärte Stecher am Freitag in Falun. “Jetzt ist der richtige Zeitpunkt, vom Spitzensport wegzugehen und mein Leben anders zu gestalten.”

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Der jeweils zweifache Team-Olympiasieger (2006 und 2010) und Team-Weltmeister (2011) hätte sich zum Ausklang ein Antreten in Oslo gewünscht. Auf dem Holmenkollen hatte er 1994 als 16-Jähriger und bis heute jüngster Sieger im Weltcup für Furore gesorgt. Doch die Rennpause vom 24. Jänner bis zum 14. März erwies sich als zu lang.

So wählte Stecher den WM-Schauplatz Falun als Ort für die offizielle Bekanntgabe seines Rücktritts. Da hatte er es 1993 zu Beginn seiner 22-jährigen Weltcup-Karriere knapp und auch 2015 nicht ins WM-Team des ÖSV geschafft. Der Ärger über die ihm nicht zuerkannte Chance, sich via Weltcup in Predazzo zu qualifizieren, ist verflogen. “Ich habe diese Saison nie die Leistung geboten, die ich mir vorgenommen habe.”

In Schweden zog der im Pitztal lebende Schwager von Benjamin Raich etwas wehmütig, aber zufrieden Bilanz. “Bis heute hat es mir wahnsinnig viel Spaß gemacht, ich war jeden Tag mit hundert Prozent dabei und habe mich dem Sport verschrieben”, betonte Stecher. “Ich war auch beim Feiern bei hundert Prozent. Ich habe den Sport in vollen Zügen genossen, ich möchte keine Sekunde missen.” Sport werde er weiterhin betreiben, derzeit sei er trotz ständiger Knieprobleme zum Glück schmerzfrei.

Als eindrücklichsten Moment seiner Sportkarriere bezeichnete Stecher nicht einen seiner Siege, sondern die WM 2013. Da hatte er kurz nach einer Knieoperation Silber geholt. “Da geht nichts drüber. Ich bin mit eineinhalb Füßen runtergehüpft und bin Vizeweltmeister geworden”, erinnerte Stecher.

Bei all den großen Erfolgen – 10 Olympia- und WM-Medaillen, 12 Weltcupsiege – hatten auch Niederlagen große Bedeutung in der Karriere des Eisenerzers. Zehn Knieoperationen und auch daraus resultierende Formtiefs haben Stecher zurückgeworfen. Doch er schaffte es immer wieder an die Spitze.

Die dabei gewonnenen Erkenntnisse will der Vater von zwei Kindern künftig weitergeben. Er will Vorträge und Seminare anbieten und sein Sportmanagement-Studium abschließen. Im April bringt er auch ein Buch auf den Markt. Es solle helfen, Niederlagen zu bewältigen und wieder in Höhen vorzudringen, sagte Stecher.

Drei Trainer hob der Wahl-Tiroler besonders hervor. Seinen Jugend-Cooach Gerhard Niederhammer (“Er stand bis zuletzt mit Rat und Tat zur Seite”), Hanspeter Wagner in Stams und schließlich den Norweger Baard Jörgen Elden, der ihm als ÖSV-Trainer im Langlauf enorm weitergeholfen habe.

Der aktuelle ÖSV-Cheftrainer Christoph Eugen bezeichnete Stecher als prägende Figur der Kombination wie es Klaus Sulzenbacher und Felix Gottwald waren. “Er war bei vielen großen Entscheidungen dabei, tonangebend und ausschlaggebend. Er hat eine großartige Karriere hinter sich und viel geleistet für die Kombination”, betonte Eugen.

Weltmeister Bernhard Gruber zog vor Stecher den Hut. “Wie er die Kombination gelebt hat, war sensationell. Ich habe mir über die Jahre viel von ihm abschauen können, dafür bin ich sehr dankbar. Es ist sehr schade, dass er aufhört. Ein großer Charakter tritt ab.”



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