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Markus Poschner eilt in Linz von Erfolg zu Erfolg

Chefdirigent des Bruckner-Orchesters, Markus Poschner Chefdirigent des Bruckner-Orchesters, Markus Poschner - © APA (fotokerschi.at)
Seit seinem Dienstantritt vor dreieinhalb Monaten als Chefdirigent des Bruckner Orchesters Linz und als Opernchef des Landestheaters eilt der Münchner Markus Poschner von Erfolg zu Erfolg. Ob Mahlers 2. Symphonie, Bruckners “Achte”, die Richard Strauss-Oper “Die Frau ohne Schatten” oder nun die “Alpensinfonie” seines Landsmannes Strauss – jedes Dirigat wird in Linz mit Standing Ovations bejubelt.

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Das symphonische Großwerk “Eine Alpensinfonie” stand im Mittelpunkt des Neujahrskonzerts am späten Nachmittag des 1. Jänner im Linzer Brucknerhaus. Natürlich spielte das Bruckner Orchester Linz in maximaler Besetzung unter seinem neuen Chefdirigenten. Richard Strauss hatte im Angesicht der bayrischen Bergwelt ein gewaltiges instrumentales Naturgemälde geschaffen. “Eine Alpensinfonie” schildert eine Hochgebirgswanderung, beginnend im Morgengrauen, über den Sonnenaufgang (dessen akustische Schilderung man auch ohne Beschreibung packend erlebt), den Aufstieg über Wiesen und Almen, vorbei an Wassern und einem Gletscher bis auf den Gipfel des namenlosen Berges. Die Stille vor dem aufziehenden Gewitter und dessen Ausbruch mit Blitzen, Sturm und Donner bilden auch klanglich den Höhepunkt des Werks. Dem Abstieg folgen der Sonnenuntergang und der Ausklang mit dem erlöschenden Tageslicht.

Strauss setzt für die Umsetzung seiner Komposition den größtmöglichen Orchesterapparat ein, wobei er den Blechbläsern besondere Zuwendung zeigt. Das Instrumentarium reicht über mehrere Pauken und Trommeln, Kuhglocken und eine Windmaschine bis zur Orgel. Markus Poschner verstand es mitreißend, das Riesenorchester zu motivieren und zu umjubelten Höchstleistungen zu führen. Er behielt die Übersicht, erteilte präzise Einsätze und verstand sich vielleicht selber als “Bergführer” seiner Musikerinnen und Musiker. Keine 20 Sekunden nach dem Einsetzen des Beifalls stand das Publikum im ausverkauften Großen Saal des Brucknerhauses.

Weil es ein Neujahrskonzert war, gab es dann als Zugabe noch die “Fledermaus”-Ouvertüre. Da geriet die das Konzert eröffnende “Linzer Sinfonie” KV 425 von Wolfgang Amadeus Mozart fast in den Hintergrund. Mit präziser Zeichengebung, signalisierender Gestik und überaus sprechender Mimik sorgte Poschner auch hier für eine packende Interpretation.

Angesichts des geradezu endlosen Jubels für ihn und auch für das Orchester und dessen Solisten wirkte Markus Poschner innerlich bewegt. Sogar die Musiker applaudierten ihm. An seine Neujahrswünsche an das Publikum schloss er die Bitte an: “Halten Sie uns die Treue!”

(APA)



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