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Massenproteste gegen Frauenmorde in Argentinien

Nach einer Reihe von Frauenmorden haben in Argentinien Hunderttausende Menschen gegen die weitverbreitete Gewalt gegen Frauen demonstriert. In Buenos Aires versammelten sich am Mittwoch mehrere hunderttausend Menschen vor dem Parlament, auch in zahlreichen anderen Städten des Landes sowie in Chile, Uruguay und Mexiko fanden ähnliche Demonstrationen statt.

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Mehrere grausame Gewalttaten gegen Frauen hatten in Argentinien eine Debatte über die allgegenwärtige Gewalt entfacht. Einer Kindergärtnerin wurde vor den Augen der Kinder von ihrem Ex-Mann die Kehle durchgetrennt, eine schwangere 14-Jährige soll von ihrem 16-jährigen Ex-Freund totgeschlagen und dann mithilfe von Angehörigen im Garten der Familie vergraben worden sein. Auf der Terrasse eines Cafes wurde am helllichten Tag eine Frau von ihrem Ex-Freund getötet.

Es handle sich um “sinnbildliche Frauenmorde”, die einen “sozialen und politischen Wendepunkt” markierten, sagte Fabiana Tunez von der Organisation Casa del Encuentro. Angesichts einer Macho-Kultur seien Frauen in Argentinien bisher als “eine ‘Sache, die man beherrschen muss'” betrachtet worden. Die Politik müsse daher endlich mit einem nationalen Aktionsplan gegen Gewalt gegen Frauen vorgehen.

Die argentinische Staatschefin Cristina Kirchner unterstützte die Proteste unter dem Motto “‘NiUnaMenos” (Keine weniger). In sozialen Netzwerken prangerte sie andere Formen der Gewalt gegen Frauen an. So werde in Fernsehsendungen “die Frau wie eine Sache gezeigt, sie zeigen, wie ihre Brüste und ihr Hintern in der Öffentlichkeit betatscht werden”. “Die Frau wird zum Objekt gemacht und es wird daher immer jemanden geben, der meint, wenn er sie nicht besitzen kann, kann er sie kaputt machen”, kritisierte Kirchner.

2012 wurde im argentinischen Strafrecht Frauenmord als verschärfter Tatbestand eingestuft. Während Mord mit zwölf bis 25 Jahren Gefängnis bestraft wird, ist für einen Frauenmord lebenslange Haft vorgesehen. Dennoch wird in Argentinien alle 31 Stunden eine Frau getötet. Laut Casa del Encuentro gab es im vergangenen Jahr 277 Frauenmorde. In den Jahren 2010 bis 2012 waren in dem südamerikanischen Land 53 Frauen lebendig verbrannt worden. In Brasilien, Mexiko und Zentralamerika ist die Situation noch alarmierender.



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