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Mehr als 70 Tote bei Unruhen in Myanmar

In Myanmar wurde das Kriegsrecht verhängt In Myanmar wurde das Kriegsrecht verhängt
Bei Kämpfen zwischen Aufständischen und der Armee in Myanmar sind Medienberichten zufolge über 70 Menschen getötet worden. Präsident Thein Stein sah sich deswegen gezwungen, am Dienstagabend den Notstand auszurufen und in der Unruheregion nach der chinesischen Grenze das Kriegsrecht auszurufen, welches drei Monate lang gelten soll.

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Die USA äußerten sich “tief besorgt” über die Entwicklung in dem südostasiatischen Land, in dem in diesem Jahr Wahlen anstehen. Ein Sprecher des US-Außenministeriums rief beide Seiten zum Dialog auf. Auch die chinesische Regierung forderte einen Waffenstillstand, nachdem Tausende Zivilisten über die Grenze nach China geflohen sind.

Die Kämpfe zwischen der Armee und chinesisch-sprechenden Aufständischen der Myanmar National Democratic Alliance Army (MNDAA) begannen bereits vor zehn Tagen. Seitdem seien mindestens 47 Soldaten und 26 Rebellen getötet worden, berichtete die staatliche Zeitung “Global New Light of Myanmar”. Ein Parlamentarier sprach von rund 50 getöteten Zivilisten.

Am Dienstag wurden zudem zwei Helfer des Roten Kreuzes verletzt, als ein Hilfskonvoi unter Beschuss kam. Die Hilfsorganisation versuchte in acht Transportfahrzeugen rund 300 Menschen vor den Kämpfen zu retten. Die USA forderten die Behörden auf, Hilfsorganisationen unverzüglich freien Zugang zu verschaffen.

Die MNDAA war früher Teil der Kommunistischen Partei des Landes. Jahrelang kämpfte die Guerillagruppe gegen die Regierung, bevor sie 1989 auseinanderfiel. Im Nordosten des Landes sind mehrere Rebellengruppen aktiv. Die Region ist zudem bekannt für die Opium-Produktion.

Die USA haben jahrelang den Friedensprozess in Myanmar sowie Oppositionsführerin Aung San Suu Kyi unterstützt. Die Friedensnobelpreisträgerin hatte zwei Jahrzehnte lang einen friedlichen Kampf gegen die Herrschaft der Militärjunta geführt, die das Land 49 Jahre regierte. Suu Kyi hat in den vergangenen Monaten die Absicht geäußert, für das Präsidentenamt zu kandidieren.



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