Akt.:

Mehr als die Hälfte der Medizin-Studenten will ins Ausland

Droht Österreich ein Ärztemangel? Droht Österreich ein Ärztemangel?
Mehr als die Hälfte der Medizin-Studenten will nach dem Abschluss ins Ausland gehen. Das zeigt eine von den HochschülerInnenschaften (ÖH) der Medizin-Unis in Wien, Graz und Innsbruck durchgeführte Umfrage. Die Absichten der Österreicher unterscheiden sich dabei nicht wesentlich von jenen der Ausländer.

Korrektur melden


Für die Untersuchung wurden insgesamt im Jänner dieses Jahres 1.149 Medizin-Studenten in allen Ausbildungsstadien befragt – das sind mehr als zehn Prozent aller Medizin-Studenten. 57,4 Prozent gaben an, nach ihrem Abschluss ins Ausland wechseln zu wollen, 42,6 Prozent bevorzugten den Verbleib in Österreich. Extra ausgewertet wurde außerdem die Gruppe der österreichischen Studenten im letzten Studienabschnitt, also kurz vor dem Abschluss. Auch sie planen mehrheitlich die Abwanderung (52,9 Prozent).

Die Ergebnisse hätten “in etwa unseren Erwartungen entsprochen”, meinte die Vorsitzende der ÖH an der Medizin-Uni Wien, Sarah Schober, bei einer Pressekonferenz am Mittwoch. “Sie sind aber auch ein bisschen erschreckend.”

Als Hauptgrund für ihre Zukunftspläne nannten die Abwanderungswilligen das zu erwartende Gehalt (70,8 Prozent; Mehrfachnennungen möglich). 66,2 Prozent gaben die anschließende weitere Ausbildung an, 63,3 Prozent die Arbeitsbedingungen, 52 Prozent die Arbeitszeiten und 40,4 Prozent die Work-Life-Balance.

Die Studentenvertreter orten bei den Verantwortlichen “Ignoranz” und “Schnellschüsse”. Als bestes Beispiel könne die Umsetzung des neuen Krankenanstalten-Arbeitszeitgesetzes dienen, das auf einer bereits aus dem Jahr 2003 stammenden EU-Richtlinie basiert, so der Vorsitzende der Studienvertretung Humanmedizin an der Medizin-Uni Wien, Frederic Paul Rene Tömböl. “Es gibt eine bemerkenswerte Fähigkeit, Dinge, die seit einem Jahrzehnt schon auf dem Tisch liegen und nicht angegangen wurden, jetzt auf einmal in einem Schlag runterzunudeln.”

Außerdem ortet die ÖH “Redundanzen” in der neuen Ausbildung. Durch die Einführung des Klinisch-Praktischen Jahres (KPJ) seien 1.425,5 zusätzliche Stunden an klinischer Ausbildung dazugekommen – damit sei diese insgesamt um ein Jahr verlängert worden, so Tömböl. In anderen europäischen Ländern gebe es klarere Ausbildungskataloge, außerdem sei dort die Ausbildungszeit kürzer.

Die Studentenvertreter wollen daher künftig in die Arbeitsgruppen zur Umsetzung der neuen Ärzteausbildungsordnung einbezogen werden. An den Kliniken müsse die Betreuung der Studenten gewährleistet und die postgraduelle Weiterbildung gestrafft werden. Weiters müssten das KPJ bzw. der Berufseinstieg finanziell attraktiver gestaltet werden: “Die Haupteinnahmequelle dürfen nicht die Nachtdienste sein”, forderte Tömböl.



Kommentare 0

Vă mulțumim pentru comentariul dumneavoastra. - comentariul va fi verificat de catre un editor si numai in cazul aprobarii va aparea pe site.

 
 
1000
/1000 Zeichen übrig
Mehr auf austria.com
Deutsche im Irak wegen IS-Zugehörigkeit zum Tode verurteilt
Im Irak ist eine Deutsche wegen Mitgliedschaft in der Jihadistenmiliz "Islamischer Staat" (IS) zum Tode verurteilt [...] mehr »
Türkische Armee dringt in Syrien ein
Türkische Bodentruppen sollen in die von kurdischen Milizen kontrollierte Region Afrin in Syrien einmarschiert sein. [...] mehr »
Deutschland und Frankreich wollen rasch neuen Elysee-Vertrag
Deutschland und Frankreich wollen die Zusammenarbeit in Wirtschaft, Gesellschaft, Politik und Technologie vertiefen. [...] mehr »
SPD-Spitze stellt weitere Forderungen für Koalitionsvertrag
Auf Drängen der Skeptiker in den eigenen Reihen will die SPD-Spitze mit zusätzlichen Forderungen in [...] mehr »
Strache erwägt weiter Kandidatur bei Wiener Wahl
FPÖ-Vizekanzler Heinz-Christian Strache hat trotz Aufstiegs in die Bundesregierung den Plan, bei der nächsten [...] mehr »
Mehr Meldungen »
Werbung

Make-up-Trends: Smokey Eyes und heller Teint

New York Fashion Week startete mit zahlreichen Stars

Manfred Bauman bringt ein Stück Hollywood zur Photokina nach Köln

Lugner mit neuer Freundin bei Filmball in München

Dschungelcamp Tag 2: Die Stars im Tal der Tränen

Abfahrt lockte Promi-Stammpersonal unter “Chef Arnie”

Werbung

Sie sind bei Facebook? Wir haben etwas Besonderes für Sie ...

Wenn Sie jetzt Ihren Facebook-Account mit %s verknüpfen, haben Sie einfachen Zugang zur beliebten Kommentar-Funktion auf %s, können Artikel einfach mit Ihren Freunden teilen - und auch selbst Fotos und Artikel auf %s hochladen.

{username}


Passwort vergessen?
{username}

Bitte max. 32 Zeichen verwenden

Ihren Benutzernamen können Sie hier ändern. Wir schlagen vor, dass Sie Ihren richtigen Namen verwenden, um an Diskussionen teilzunehmen.

Muss eine gültige E-Mail-Adresse sein

Benachrichtigungen und Newsletter (falls gewollt) werden an diese Emailadresse versendet. Ihre Privatsphäre ist uns wichtig

{username}%s antworten

OK, {username} - nun ist alles eingerichtet.

OK

Der Benutzer mit dem Sie sich einlochen wollen ist noch nicht aktiviert. Bitte klicken Sie auf den Aktivierungslink den wir Ihnen an %s gesendet haben. Aktivierungsmail erneut schicken OK

Anmeldung

Bei Facebook?

Sie können Ihren Facebook-Account zum Anmelden verwenden:

Mit Facebook verbinden



Passwort vergessen?
Neu registrieren

Werbung