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Milliardär Slim könnte TA-Sperrminorität knacken

Bei der Telekom Austria wird der mexikanische Milliardär Carlos Slim Großaktionär. Die von Slim kontrollierte mexikanische Telekom-Gesellschaft America Movil (AMX) hat am Freitag fünf Prozent der Telekom-Aktien von Ronny Pecik gekauft und den Kauf von 16 Prozent im Laufe dieses Jahres nach einer Zustimmung der Behörden vereinbart, berichtete die Nachrichtenagentur Bloomberg.

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Slim könnte möglicherweise sogar die Sperrminorität an dem teilstaatlichen österreichischen Unternehmen erlangen. Slim hält nämlich dank der gekauften Pecik-Anteile nicht nur über seine America Movil direkt und indirekt 6,75 Prozent der TA-Anteile, sondern der Familie Slim gehören über die mexikanische Gesellschaft Immobiliaria Carso auch weitere 3,14 Prozent der TA-Aktien. Damit käme der reichste Mann der Welt auf 25,9 Prozent der Aktien. Das Überschreiten der Sperrminorität geht jedoch nicht ohne den Sanktus des Wirtschaftsministeriums in Wien. Das vor kurzem in Kraft getretene novellierte Außenwirtschaftsgesetz sieht nämlich vor, dass ein solcher Deal genehmigungspflichtig ist, wenn verbundene Unternehmen durch Zukäufe die Beteiligungsschwelle von 25 Prozent erreichen.

Der Investor Pecik steigt im Zuge des Verkaufs seiner Anteile komplett aus der Telekom Austria aus. Wie viel er mit dem Verkauf seines Anteils von 20,97 Prozent an der Telekom Austria verdient – nach aktuellen Kurs sind die 93 Millionen Aktien derzeit knapp 762 Mio. Euro wert, kolportiert wird ein Verkaufspreis von rund 883 Mio. Euro – wollte Pecik nicht verraten – aber dass ihm nach Abzug seiner Kosten etwas übrig bleibt “geht sich knapp aus”, sagte Pecik. “Bitte gehen Sie davon aus, dass ich sehr gute und tolle Mitarbeiter habe, die ein Schweinegeld kosten.”

Auch sein Partner beim Telekom-Deal, der Ägypter Naguib Sawiris, “ist guter Dinge”, berichtete Pecik. Wenn Sawiris gesagt habe “it was a nice profit”, dann müsse man bedenken, dass Sawiris aus einem arabischen Land komme, “die jammern immer”. Von einem Zerwürfnis mit Sawiris, der von Anfang an ein Finanzinvestor gewesen sei, könne keine Rede sein, man sei bei dem Geschäft immer einvernehmlich vorgegangen. “Sie können ihn gerne anrufen.”

Im übrigen werde auch der österreichische Staat bei dem Deal seinen Schnitt machen. “Wenn Sie meine Steuererklärungen der letzten fünf Jahre sehen, muss ich mit einem rechnen, dass Sie sagen: ‘Pecik, Sie sind ein schöner Trottel.'” Die Republik Österreich hält über die Staatsholding ÖIAG rund 28,4 Prozent an der Telekom Austria.



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