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S24 bei der Pressenkonferenz:
Was sagen die Salzburger dazu?
Genau bei dieser Aussprache sei es dann zum Missbrauch durch den späteren Erzabt gekommen, schilderte am Dienstag Prior Korbinian Birnbacher beim Pressegespräch.
Der Fall sei im vergangenen Jahr der Ombudsstelle für Opfer sexuellen Missbrauchs der Erzdiözese Wien bekannt geworden. Am 22. November sei es dann zu einer Aussprache zwischen dem Opfer, Becker und dem Wiener Ombudsmann gekommen, erläuterte Birnbacher. Der Erzabt habe sich dort entschuldigt. Das Opfer habe dann eine finanzielle Entschädigung gefordert, ansonsten werde er sich an die Medien wenden. In einem Schreiben von 4. Dezember bot der Geistliche dem inzwischen 53-Jährigen 5.000 Euro an. “Das ist der höchste Betrag, über den der Erzabt ohne Kontrollmechanismen alleine verfügen darf”, sagte der Prior.
Er selbst habe von dem Vorfall erst am 11. Februar diesen Jahres erfahren. Er hätte die Sache keinesfalls verheimlichen wollen, sondern wollte in die Offensive gehen. Allerdings sei erst für 17. März ein Termin für ein Konvent mit allen 22 Ordensbrüdern gefunden worden, und dort hätte er die weitere Vorgehensweise zunächst intern besprechen wollen.
Ob der Missbrauch vor 40 Jahren der einzige dieser Art durch den Erzabt war, könne er natürlich nicht sicher sagen, er persönlich glaube dabei aber Becker. “Ich wollte das in einer sehr fordernden Auseinandersetzung mit ihm wissen und bin ihm da schon sehr auf die Pelle gerückt. Ich glaube ihm das aber, weil er in anderen Fällen immer sehr verantwortungsbewusst umgegangen ist.”
Birnbacher betonte weiters, dass der Erzabt als Kind selbst zum Opfer eines sexuelles Missbrauches geworden war. Dies sei im Alter von zehn Jahren geschehen und betraf einen Erwachsenen, der in einer Vertrauensbeziehung zu dem Kind stand. Es war aber keine Person aus dem kirchlichen Umfeld.
Wie Prälat Hans Reißmeier in seiner Funktion als Leiter der Ombudsstelle für Opfer sexuellen Missbrauchs in der Erzdiözese Salzburg, berichtete, sei er seit seinem Amtsantritt im Jahr 2002 mit 13 Fällen von seuxuellem Missbrauch in der Salzburger Kirche konfrontiert worden. In allen Fällen seien allerdings die Daten bereits verjährt oder die Täter bereits verstorben, sodaß niemand mehr zur Rechenschaft gezogen werden könne, so Reißmeier.