18. April 2007 13:43; Akt.: 18.04.2007 13:43

Muttertag hat hohen Stellenwert

Muttertag hat hohen Stellenwert
Für 64 % der Bevölkerung ab 18 Jahren in Österreich hat der Muttertag einen hohen Stellenwert. Das hat eine Umfrage ergeben, die das Market Institut mit dem Familienbund durchgeführt hat.

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Besonders erfreulich sei es, dass die 18- bis 29-Jährigen mit einem Anteil von 73 Prozent diesem „Ehrentag“ die größte Bedeutung beimessen, sagte Otto Gumpinger, Präsident des Familienbundes, am Freitag bei einer Pressekonferenz in Wien.

Für junge und mittlere Alterssegmente sei der Muttertag keine „Alibiaktion“, sondern etwas Besonderes, meinte Gumpinger. Von den interviewten Singles erklärte nur jeder zweite, für ihn habe der Tag einen hohen oder sehr hohen Stellenwert. 80 Prozent aller Befragten sind überzeugt, dass beide Elternteile sich um die Erziehung der Kinder kümmern sollten, berichtete Market-Geschäftsführer Werner Beutelmeyer. Besonders Männer (87 Prozent) sind der Meinung, dass dies für die Entwicklung eines Kindes wichtig ist. Generell wird Kindererziehung im Vergleich zu früher von 72 Prozent der Befragten als schwieriger eingestuft.

„Die Kinder zu Selbstständigkeit zu erziehen ist ebenfalls ein wichtiger Punkt“, berichtete Beutelmeyer, Nach Ansicht von 59 Prozent der Männer soll dies möglichst früh erfolgen. Auch 43 Prozent der Frauen wollen keine „Hotel Mama-Varianten“. 402 Personen wurden im Rahmen der Umfrage von 24. bis 26. April telefonisch befragt.

61 Prozent der Männer und Frauen sprachen sich dafür aus, dass die Erziehung auch dem Vater oder anderen Betreuern überlassen werden kann. Nur 34 Prozent sind der Meinung, dass Mütter bis zum Schulalter zu Hause bei den Kindern bleiben sollten. Ob sich Frauen den verschiedenen Rollenerwartungen – gute Mutter, Karrierefrau, aufregende Geliebte – überhaupt stellen wollen, wurde von 59 Prozent der Befragten bejaht, erklärte Beutelmeyer.

Um Familie und Beruf unter einen Hut zu bringen, sei vor allem Teilzeitarbeit eine gute Möglichkeit, die verstärkt ausgebaut werden sollte, meinte Gumpinger. Um Familien zu entlasten, könne er sich auch einen Beitragsbonus bei der Pensionsversicherung von 50 Euro pro Kind vorstellen. Das Gründen einer Familie in der Ausbildungszeit könnte durch ein Aussetzen der Studiengebühren unterstützt werden.



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