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Nach Hellö-Übernahme – Flixbus expandiert weiter in Österreich

Flixbus will sein Streckennetz auch in Österreich weiter ausbauen. Flixbus will sein Streckennetz auch in Österreich weiter ausbauen. - © Flixbus / APA
Nach der Übernahme der ÖBB-Bustochter Hellö ist der deutsche Fernbusanbieter Flixbus in Österreich weiter auf Expansionskurs. In den Sommermonaten werden neue Direktverbindungen nach Mittel- und Südosteuropa angeboten, unter anderem nach Kroatien.

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Zum Winterfahrplan sollen zehn neue Haltestellen in kleineren und mittleren Städten angefahren werden, teilte das Busunternehmen am Dienstag mit.

Außerdem gibt es Takterhöhungen auf bereits bestehenden Verbindungen. Seit kurzem fährt Flixbus auch Feldkirch und Bludenz sowie St. Anton am Arlberg an. In Planung sind auch Direktverbindungen von Österreich nach Venedig, Verona und Bozen.

Kleinere Orte sollen angebunden werden

Flixbus macht der Bahn in Österreich immer stärker Konkurrenz. 2016 verzeichnete das Fernbusunternehmen hierzulande rund 2,7 Millionen Fahrgäste, davon 1,5 Millionen Fahrgäste von oder nach Wien. In Österreich arbeitet Flixbus mit Blaguss und Dr. Richard zusammen, die Busse und Busfahrer stellen. “Ziel ist es, Verbindungen weiter auszubauen”, sagte Flixbus-Mitgründer und Geschäftsführer Jochen Engert zur APA. Es gehe darum, kleinere Orte in Österreich an das Flixbus-Netz anzubinden. Europaweit erwartet der deutsche Fernbusanbieter im Jahr 2017 rund 40 Millionen Passagiere

Engert lobte die Zusammenarbeit mit den Behörden in Österreich, auch wenn Genehmigungen einmal länger als ein Jahr dauern können. Flixbus habe “grundsätzliches Interesse, das Netz auszuweiten”.

Marke Hellö verschwindet – Linien bleiben bestehen

Ab dem 1. August werden bestehende Hellö-Linien in das europaweite Flixbus-Netz integriert. Der österreichische Flixbus-Partner Blaguss übernimmt den operativen Betrieb der Hellö-Linien. Die 16 Hellö-Busse werden dann sukzessive auf Flixbus umgebrandet, die Marke Hellö verschwindet. Bei der Bundeswettbewerbsbehörde (BWB) wurde die Übernahme nicht angemeldet, weil keine wettbewerbsrechtlich relevanten Umsatzschwellen berührt wurden. Laut Flixbus wird es keine Preissteigerung geben.

Für Wien wünscht sich der Fernbusanbieter eine bessere Businfrastruktur als das derzeitige Vienna International Busterminal in Erdberg. 1,5 Millionen Fahrgäste seien ein “ziemlich großes Volumen”, so der Flixbus-Geschäftsführer. “Die Fahrgäste sollten an einem Ort ankommen, der für Wien herzeigbar ist.” Ein neues zentrales Fernbusterminal soll laut Wiener Stadtpolitik bald gebaut werden. Drei Standorte sind derzeit im Gespräch, das aktuelle Busterminal Erdberg unter der Tangente und jeweils ein Standort nahe dem Stadion Center und beim Verteilerkreis in Favoriten.

(APA)



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