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Dominic Thiem zieht in Masters-1000-Finale in Madrid ein

Exzessiver Jubel des unumstrittenen Sandplatzkönigs Nadal Exzessiver Jubel des unumstrittenen Sandplatzkönigs Nadal - © APA (AFP)
Dominic Thiem hat den nächsten Meilenstein in seiner Tennis-Karriere gesetzt. Der 23-jährige Niederösterreicher zog am Samstag in Madrid zum ersten Mal überhaupt bei einem ATP-Masters-1000-Turnier ins Finale ein. Gegen Pablo Cuevas aus Uruguay behielt der Weltranglisten-Neunte im Semifinale in der Night-Session mit 6:4,6:4 die Oberhand. Als Belohnung wartet am Sonntag ein Duell mit Rafael Nadal.

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Es ist die Neuauflage des Finales von Barcelona, in dem der Spanier am 30. April mit 6:4,6:1 erfolgreich geblieben war. “Ich fühle mich unglaublich. Es ist unfassbar, dass ich zweimal hintereinander bei einem großen Turnier im Finale gegen ihn spiele”, sagte Thiem im Sky-Interview. Er werde versuchen, einige Sachen besser zu machen als noch vor zwei Wochen. Die Ausgangslage sei aber klar: “Ich glaube, dass Nadal zur Zeit spielt wie zu seinen besten Zeiten. Das wird eine ganz schwierige Aufgabe.”

Der 30-jährige Nadal hat im Head-to-Head mit 3:1 die Nase vorne, siegte auch 2014 bei den French Open (Runde der letzten 64) und 2016 in Monte Carlo (Achtelfinale). Thiems einziger Erfolg gelang 2016 im Buenos-Aires-Semifinale mit 6:4,4:6,7:6(4). “Es war jetzt zweimal sehr spät für mich, ich werde morgen aber voll da sein, ein Finale bei einem 1000er ist etwas ganz Spezielles für mich”, sagte Thiem. Der Ranglisten-Fünfte Nadal hat den Vorteil der längeren Regenerationszeit, er hatte bereits am Nachmittag im bereits 50. Schlager gegen den Serben Novak Djokovic mit 6:2,6:4 gewonnen.

Thiem glückte gegen den ungesetzten Cuevas im Aufeinandertreffen zweier Masters-1000-Semifinal-Debütanten die Revanche für eine Niederlage in einem mehr als vierstündigen Krimi 2015 bei den French Open (6:7(7),5:7,7:6(5),7:5). Österreichs Aushängeschild glänzte vor allem mit einer starken Aufschlagleistung, ließ keinen einzigen Breakball zu und verwertete schon nach 1:23 Stunden seinen zweiten Matchball.

511.740 Euro an Preisgeld (brutto) und 600 ATP-Punkte sind ihm jetzt schon sicher, bei einem Finalerfolg winken etwas mehr als das doppelte Geld und 1.000 Zähler, mit denen er auf Rang sechs der ATP-Rangliste vorstoßen würde. Bei einer Niederlage ist ihm Rang sieben und damit das Einstellen seines Karriere-Hochs sicher.

Beide Spieler starteten souverän in die Partie, als der Ranglisten-27. Cuevas dann bei 2:2 erstmals wackelte, war Thiem gleich zur Stelle und nutzte seine erste Breakchance mit einem starken Rückhand-Passierschlag. Der ÖTV-Star kontrollierte in der Folge das Geschehen, machte sich mit zwei vergebenen Break-Möglichkeiten bei 4:2 aber noch einmal das Leben etwas schwerer. Da Thiem bei seinem Service völlig unangefochten war, blieb das aber ohne Folgen, er verwertete nach 37 Minuten seinen zweiten Satzball zum 6:4.

Gleich zu Beginn des zweiten Satzes ließ Thiem eine 0:40-Führung und insgesamt vier Breakbälle liegen, Cuevas holte sich das Marathon-Game nach mehreren vergebenen Chancen nach 8:30 Minuten. Sao-Paulo-Sieger Cuevas musste auch bei 2:2 zittern, Thiem vergab aber auch den nächsten Breakball. Bei 4:4 nutzte Thiem dann endlich eine Breakchance, nachdem der 31-jährige Cuevas einige Zeit mit dem Schiedsrichter diskutiert hatte. Die Entscheidung war damit gefallen. Dass sich Thiem verdient durchsetzte wurde auch in der Statistik deutlich, er schlug deutlich mehr Winner (19:10) und beging auf der anderen Seite viel weniger unerzwungene Fehler (16:28).

“Es war ein sehr intensives Match gegen einen super Gegner. Es waren einige sehr toughe Ballwechsel dabei. Im ersten Satz habe ich das Break gut gehalten, im zweiten dann zu einem guten Zeitpunkt das Break gemacht und dann mit ein bisschen einer Eisenhand ausserviert”, analysierte Thiem. Alles in allem sei es eine ganz gute Vorstellung gewesen. “Ich habe gut beim Return variiert und vor allem sehr gut serviert, das hat sich schon durch das ganze Turnier gezogen, der Aufschlag war bisher eine große Hilfe”, bilanzierte der ÖTV-Star, der wie im Viertelfinale gegen den Kroaten Borna Coric souverän siegte.

Gegen Nadal kämpft er nun um seinen neunten Sieg auf der Tour nach Nizza, Umag, Gstaad (je 2015), Buenos Aires, Acapulco, Nizza, Stuttgart (je 2016) und heuer Rio de Janeiro. Diese Saison hat der in Spanien von Joakim Nyström gecoachte Thiem bei vier Antritten auf Sand damit nur in Monte Carlo (Achtelfinale) nicht das Finale erreicht.

Nadal ist demgegenüber auf seinem Lieblingsbelag nach 14 Spielen überhaupt noch unbesiegt. Für ihn ist es schon das 107. Karriere-Finale, das sechste diese Saison. Dabei geht es um seinen 30. ATP-Masters-1000-Titel, mit dem er mit Djokovic in der Besten-Wertung gleichziehen würde. “Ich werde versuchen, morgen wieder bei 100 Prozent und bereit zu sein”, kündigte Nadal an. In Madrid hat der 14-fache Grand-Slam-Sieger bereits 2005, 2010, 2013 und 2014 triumphiert.

Nächste Woche geht es für Thiem gleich in Rom beim nächsten 1000er-Event weiter, dort könnte es laut der Auslosung bereits in der zweiten Runde zu einer Neuauflage des Duells mit Cuevas kommen, der zuerst aber seine Auftakthürde meistern muss. Thiem ist mit einem Freilos ausgestattet.

(APA)



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