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NATO stockt Afghanistan-Truppen auf

US Marines in Afghanistan US Marines in Afghanistan - © APA (AFP)
Die NATO-Staaten werden im kommenden Jahr mehrere Tausend Soldaten zusätzlich nach Afghanistan schicken. Nach Informationen der Deutschen Presse-Agentur in Brüssel haben sich in den vergangenen Wochen mehrere Alliierte bereit erklärt, ihr Engagement zu erhöhen. Künftig sollen mindestens 15.800 Soldaten an dem Einsatz zur Ausbildung afghanischer Sicherheitskräfte beteiligt sein.

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Zuletzt standen dafür rund 12.400 Soldaten zur Verfügung. Hintergrund der geplanten Aufstockung ist das Wiedererstarken der radikalislamischen Taliban in Afghanistan. Die Truppenaufstockung soll bei einem Treffen der NATO-Verteidigungsminister am kommenden Mittwoch und Donnerstag in Brüssel bekanntgegeben werden.

Ob sich Deutschland in größerem Maße beteiligen wird, ist angesichts der noch nicht abgeschlossenen Regierungsbildung nach der deutschen Bundestagswahl unklar. Das Verteidigungsministerium bestätigte jüngst aber Überlegungen, die Ausbildungstruppe der deutschen Bundeswehr in Afghanistan wieder zu verstärken. Die sogenannte Mandatsobergrenze ermöglicht derzeit eine Entsendung von bis zu 980 Soldaten.

Vor der deutschen Bundestagswahl wurde wiederholt darauf verwiesen, dass Deutschland nach den USA und Italien schon heute der größte Truppensteller in Afghanistan sei und bereits im vergangenen Jahr sein personelles Engagement verstärkt habe.

Pläne für eine Truppenaufstockung gab es bereits seit Monaten, der NATO gelang es lange Zeit aber nicht, ausreichend viele Bündnispartner zu einem stärkeren Engagement zu bewegen. Dies änderte sich erst, nachdem US-Präsident Donald Trump im August den Weg für ein stärkeres Engagement seines Landes im Kampf gegen die radikalislamischen Taliban in Afghanistan frei gemacht hatte.

Die Sicherheitslage in dem Land am Hindukusch hat sich seit dem Ende des internationalen Kampfeinsatzes Ende 2014 deutlich verschlechtert. Dieser begann, nachdem am 11. September 2001 Al-Kaida-Terroristen die USA angegriffen und bei Terroranschlägen mindestens 3.000 Menschen getötet hatten.

Wie lange der Afghanistan-Einsatz der NATO noch dauern wird, ist unklar. In Bündniskreisen wird allerdings betont, dass es durchaus positive Entwicklungen gebe. In diesem Jahr hätten die afghanischen Sicherheitskräfte beispielsweise dafür gesorgt, dass die Taliban keine Provinzhauptstadt einnehmen konnten. Afghanische Spezialkräfte sollen zudem mittlerweile 80 Prozent ihrer Einsätze ohne ausländische Unterstützung durchführen.

(APA/dpa)



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