Mit ihrem Zweiminüter „Die Deutsche Kochschau“ hat das Kabarett-
APA: Der Untertitel eures neuen Programms „Die Deutsche Kochschau“ lautet: „Wie uns das Fernsehen zu Nazis macht.“ Wie macht es das denn?
Dirk Stermann: Macht es eh nicht. Dieser Untertitel ist ein Überbleibsel aus ersten Gesprächen. Weil die Plakate werden ja gedruckt bevor du noch weißt, was du machst.
Christoph Grissemann: Was dahinter steckt und was auch auf der Bühne vorkommt, ist dass wir in dieser idiotischen Nazirolle am gefragtesten sind, also dass das das erfolgreichste Programm zweier Komiker ist. Darunter hat ja auch Jerry Lewis immer gelitten, auf den Vollidioten reduziert zu werden. Und wir tun so in diesem Stück, als würden wir nur auf die Nazis reduziert werden.
Stermann: Wobei das natürlich auch wirklich so ist. Wir haben einen Kinofilm gemacht, den wir beide eigentlich sehr schön finden, der hat in Österreich 20.000 Zuschauer gehabt und dann diese Nazi-
APA: Könnt ihr da voll dahinter stehen? Nazi-
Stermann: Ich verstehe, warum man das lustig findet. Ich finde es befreiend, dass es nicht mehr so viele Stimmen gibt, die das als Verhöhnung der Opfer betrachten. Das zeigt, dass man einen souveräneren, einen ruhigeren Umgang damit hat.
Grissemann: Es gibt gar kein Thema, worüber man keine Witze machen sollte, es gibt nur Stilfragen.
Stermann: Das Entscheidende ist die Haltung von dem, der es erzählt. Es macht einen Unterschied ob Strache im 20. Bezirk Witze über Islamisten macht, oder ob wir das auf der Bühne machen.
Grissemann: Strache darf auch machen was er will. Ist mir völlig wurscht. Ich lasse mir ja auch nicht sagen, worüber ich Witze machen darf. Ali G ist zum Beispiel auch zum Brüllen komisch. Wenn man das lesen würde, würde man denken, dem Mann muss das Handwerk gelegt werden, aber wenn du siehst wie er das macht und wie subtil das in Wahrheit ist, dann ist es großartig.
APA: Und was das Publikum dann damit anfängt...
Grissemann: ... muss wurscht sein, glaube ich. Bei der „Deutschen Kochschau“ sieht man ja im Netz Einträge von tatsächlichen Neonazis, die sich darüber aber aufregen. Das wäre natürlich das Allerschlimmste, wenn man eine Naziparodie macht und das finden die Nazis lustig, dann würden wir natürlich sofort aufhören damit. Aber guter Humor muss immer ganz hart an die Grenze gehen.
Stermann: Wir arbeiten seit zwanzig Jahren an Schnittstellen, wo man sich fragt ist das noch okay oder ist das nicht mehr korrekt, wir haben aber noch nie Beifall von der falschen Seite bekommen. Noch nie eine Einladung, eine FPÖ-
APA: Nicht nur eure eigene, sondern Kochshows allgemein boomen. Seid ihr auch Fans?
Stermann: Seine Mutter und ich sind begeisterte „Perfekte-
Grissemann: Am besten finde ich das „Perfekte Promi-
Stermann: Ich finde es interessant, dass man sich gerne anschaut, wie sich ganz normale Leute gegenseitig einladen und kochen. Inzwischen wird jeder Bereich des Lebens einfach abgefilmt. Das ist quasi Second Life. Du siehst das Leben eins zu eins in allen Facetten im Fernsehen.
Kommentar von: canislupusat am 29.01.2008, 00:20 Uhr
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Kommentar von: ulalala am 13.02.2008, 21:34 Uhr
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Als ich das gefunden habe, wurde mir übel! | |
Kommentar von: Baumi13 am 14.09.2007, 16:08 Uhr
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ein kleiner Hinweis. Die Österreich-Premiere kann nicht am 16.Oktober in Wien sein, wenn bereits am 28.09.2007 eine Vorführung im Cornad Sohm/Dornbirn/Vorarlberg/Österreich stattfindet!!! Zu Stermann & Grissemann: Die zwei sind einfach so witzig - freu mich schon auf die Vorführung im Sohm! :-) | |
Kommentar von: Marktluecke am 14.09.2007, 15:17 Uhr
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