Eine Revolution in der Biologie löste die Nutzung des ursprünglich aus Quallen isolierten "Grün Fluoreszierende Protein" (GFP) ab dem Ende der 1990er Jahre aus, sagte Molekularbiologe Jürgen Knoblich vom Institut für Molekulare Biotechnologie (IMBA) der Österreichischen Akademie der Wissenschaften (ÖAW) in Wien am Mittwoch gegenüber der APA. Durch das Protein werden verschiedene Vorgänge in Zellen, Geweben und Organen direkt sichtbar und können über lichtempfindliche Detektoren sogar maschinell quantifiziert werden.
Will man ein bestimmtes Protein untersuchen, etwa wo es hergestellt wird, mit wem es "zusammenarbeitet", wie es abgebaut wird, etc., muss man das für seine Produktion verantwortliche Gen mit dem für GFP verantwortlichen Gen koppeln und dieses Konstrukt dann in Zellen einbauen.Das GFP, dessen Entdeckung und Nutzbarmachung heuer mit dem Chemie-
In der Medizin lassen sich so Krankheitsentstehung und -
Ob überhaupt und wie stark eine Probe fluoresziert, kann über Sensoren ausgewertet werden. Der Experimentator muss sich nicht selbst ans Mikroskop setzen. Einzelne Beispiele für wichtige Entdeckungen, die mit Hilfe von GFP gelangen, sind laut Knoblich kaum anzuführen, da die Methode bei so vielen Arbeiten mitgespielt hat und mitspielt.
In seinem eigenen Arbeitsbereich gelang erst kürzlich die vielbeachtete Aufklärung der sogenannten asymmetrischen Zellteilung. "Auch das wäre ohne GFP nicht oder nicht so leicht gelungen", so Knoblich.
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