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NR-Wahl: Buhlen um Facebook-Fans in der heimischen Politik

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Der Wahlkampf ist im Gange und so wurden nun die Facebook-Seiten der heimischen Politiker unter die Lupe genommen. FP-Chef Heinz-Christian Strache gilt als erfolgreichster heimischer Politiker auf Facebook, bei den österreichischen Fans hat ihn VP-Chef Sebastian Kurz allerdings bereits überholt. 

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Verantwortlich für Straches Vorsprung sind nämlich gut 200.000 “Likes” aus Deutschland. Am stärksten gewachsen ist seit Jahresbeginn der Account von Kanzler Christian Kern – allerdings auf deutlich niedrigerem Niveau.

Spitzenkandidaten der Parlamentsparteien, Zahl der Facebooks-Fans - SŠulengrafik GRAFIK 0626-17, 88 x 75 mm

Social Media und Politik

Wie effektiv Social Media für politische Zwecke verwendet werden kann, zeigte zuletzt der Präsidentschaftswahlkampf, wo dem Team des Grünen Alexander Van der Bellen mit der Warnung einer 89-jährigen Wienerin vor der FPÖ ein viraler Hit gelang: Die Videobotschaft von “Frau Gertrude” wurde bis heute 3,8 Mio. Mal gesehen. Hofer machte das Video nach der Wahl gar für einen Stimmungsumschwung gegen sich mitverantwortlich.

Für den kommenden Wahlkampf haben sich die Spitzenkandidaten daher bei Zeiten in Stellung gebracht. FP-Chef Heinz Christian Strache verfügt über den mit 613.000 Fans stärksten Facebook-Auftritt, dahinter folgt VP-Obmann Sebastian Kurz mit knapp 526.000. Seine Führung verdankt Strache allerdings fast 200.000 Fans aus Deutschland. Laut den über die Facebook-Programmierschnittstelle (Graph API) verfügbaren Zahlen liegt beim österreichischen Publikum Kurz mit 416.000 zu 372.000 in Führung.

Erst Anfang Mai hat eine Analyse der “Süddeutschen Zeitung” Strache (und auch FP-Generalsekretär Harald Vilimsky) als einen der bei AFD- und CSU-Fans beliebtesten internationalen Politiker ausgewiesen. “Für viele Deutsche, vor allem von der AFD, ist Strache ein Hoffnungsträger, den man auch gerne in Deutschland hätte”, meint Vilimsky. Wahlberechtigt ist die ausländische Fanbasis zwar nicht, Problem sieht Vilimsky hier aber keines: Selbst ohne Deutsche komme Strache auf drei Millionen Reichweite pro Woche und starke Interaktionsraten.

Strache, Kurz und Kern und Facebook

Zwar bemüht sich auch Kanzler Christian Kern seit seinem Antritt im Vorjahr um seine Fanbasis auf Facebook. Seit Jahresanfang ist sein Account um 50 Prozent gewachsen, Straches und Kurz’ um ein Viertel. Mit 186.000 Fans (davon 171.000 aus Österreich) liegt Kern aber abgeschlagen am dritten Platz. “Man kann fünf Jahre Vorsprung nicht innerhalb von wenigen Monaten ausgleichen”, spricht Wahlstratege Stefan Sengl von einer “Herausforderung”. Allerdings komme man auf hohe Interaktionsraten – etwa eine Million “Views” für das Video über Kerns Kindheit in Simmering.

Ebenfalls um 50 Prozent zulegen konnte seit Jahresbeginn NEOS-Chef Matthias Strolz, der nun rund 71.000 Facebook-Fans hat. An letzter Stelle der bisher bekannten Spitzenkandidaten (das Team Stronach hat noch keinen Frontmann präsentiert) liegt die Grüne Ulrike Lunacek mit gut 17.000 Fans – über 4.000 davon aus dem Kosovo, für den die EU-Abgeordnete als Berichterstatterin des EU-Parlaments zuständig ist. Ob und wie man den Rückstand hier aufholen will, wollten die Grünen noch nicht sagen – zuerst müsse Lunacek beim Parteitag nächste Woche einmal gewählt werden. Dass man sich Social Media-Kanälen im Wahlkampf stark widmen werde, sei jedenfalls klar.

Weniger stark verbreitet ist Twitter unter Österreichs Politikern. Hier liegt Kurz mit 281.000 “Followern” klar an der Spitze – vor Strolz (54.200), Kern (48.200), Strache (18.500) und Lunacek (rund 9.700).

> Alle Infos zur Nationalratswahl 2017

(APA)



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