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ÖEHV-Männerteam kämpft in Kiew um Rückkehr in die A-WM

Die ÖEHV-Cracks peilen den Wiederaufstieg an Die ÖEHV-Cracks peilen den Wiederaufstieg an - © APA
Zwei Jahre Pause vom Konzert der Großen soll genug sein. Österreichs Eishockey-Nationalteam hat sich bei der WM der Division 1A (B-WM) von 22. bis 28. April den Aufstieg zum Ziel gesetzt. In Kiew wird ein ausgeglichener Kampf um die zwei Aufstiegsränge erwartet, Österreichs Auftaktgegner Kasachstan (Samstag, 19.30 Uhr MEZ) wird als Favorit eingeschätzt.

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Die Kasachen haben fünf eingebürgerte und NHL-erfahrene Nordamerikaner im Kader, zudem setzt sich das Gros der Mannschaft aus Spielern des Clubs Barys Astana zusammen, der in der grenzüberschreitenden russischen KHL das Play-off erreicht hat. Die weiteren Gegner im 7.000 Zuschauer fassenden Sportpalast sind der zweite Absteiger Ungarn (Montag, 19.30), Gastgeber Ukraine (Dienstag, 19.30), Olympia-Gastgeber Südkorea (Donnerstag, 19.30) und Polen (Freitag, 16.00). Die zwei erstplatzierten Mannschaften qualifizieren sich für die A-WM 2018 (4. bis 20. Mai) in Dänemark (Kopenhagen und Herning).

Nach den Enttäuschungen des Jahres 2016 mit dem verpassten Aufstieg bei der B-WM in Kattowitz und den schwachen Auftritten bei der Olympia-Qualifikation in Lettland hat Roger Bader das Amt des Teamchefs übernommen. Der Schweizer hat die Auswahl zu sieben Siegen in zehn Länderspielen geführt, lediglich gegen Schweden zweimal und gegen Südkorea setzte es Niederlagen.

“Ich bin sehr zufrieden mit der Vorbereitung, wir sind bereit für die Weltmeisterschaft”, betonte der Schweizer, der die bisherigen Ergebnisse aber nicht überbewerten will. “Wir haben vielleicht Selbstvertrauen geholt, aber bei der WM beginnt alles bei null. Im letzten Testspiel (6:5 n.V. gegen Italien) haben wir zu viele Gegentore kassiert. Es gab Schnitzer in der defensiven Zone, die wir uns nicht leisten können. Ich bin aber zufrieden, dass das Toreschießen auf verschiedene Schultern verteilt war”, sagte Bader, der trotz zahlreicher verletzungsbedingter Ausfälle (Manuel und Stefan Geier, Andreas Kristler, Raphael Herburger, Mario Altmann), Absagen (Mathias Lange, Rafael Rotter) und ausbleibender Verstärkung aus der NHL Optimismus ausstrahlt.

Teamchef Roger Bader gab auch eine Kurzeinschätzung der Konkurrenz ab, demnach seien die Kasachen “…vom Papier her die stärksten. Das ist praktisch eine Clubmannschaft (Barys Astana), die in der KHL gespielt hat und das Play-off erreicht hat. Das ist die stärkste Liga betreffend Tempo und Intensität nach der NHL, von daher sind sie klar Favorit.”

Ungarn sei ein “…Derby-Gegner. Da gibt es viele Spieler aus der EBEL, aber sie haben auch einige gute Auslandprofis wie Vilmos Gallo aus Schweden. Ich erwarte eine harte Nuss, ein richtiges Derby.” Gastgeber Ukraine sei “…die große Unbekannte. Ich habe ihre Resultate überprüft, es waren viele enge Resultate. Von der Grundschule ist es die russische. Sie haben die Mentalität, dass sie technisch und eisläuferisch gut sind. Wie gut sie taktisch sind, wird man sehen.”

Zu Konkurrent Südkorea: “Wir haben bei der WM im Vorjahr nicht drei Punkte geholt, im November haben wir verloren. Da wird auch immer nur von diesen (eingebürgerten) Nordamerikanern gesprochen, aber sie haben auch drei, vier wirklich gute Südkoreaner. Das sind schnelle Spieler aus der zweiten Linie, die wirklich gut sind. Diesen Gegner muss man mehr als nur ernst nehmen. Die wollen bei Olympia im nächsten Jahr gut performen.”

Gegen Polen habe man im Vorjahr verloren, das sei “ein sehr ernst zu nehmender Gegner. Die haben in den vergangenen Jahren unglaubliche Fortschritte gemacht. Sie haben das Programm ausgebaut, spielen viel mehr Turniere, auf allen Stufen. Es ist eher eine alte Mannschaft, die eher auf physisches Eishockey setzt. Wir haben sie am letzten Tag, mal schauen, wie viele Körner sie dann noch haben.”

Die angesprochene Torausbeute war im Vorjahr in Polen das entscheidende Manko. “Im Vorjahr war das Offensivspiel das größte Problem. Defensiv hat die Leistung gepasst, aber wir müssen offensiv besser sein”, erklärte Konstantin Komarek.

Der Stürmer, der nach dem Abgang von Malmö bei einem anderen schwedischen Verein schon einen Zweijahresvertrag unterschrieben hat, ist davon überzeugt, dass das auch der Fall sein wird. “Wir haben nur Leute dabei, die wirklich zu 100 Prozent wollen. Das ganze Paket passt, dann hat man vielleicht ein bis zwei Prozent Leistungssteigerung. Jeder von uns will aufsteigen, speziell die, die schon bei einer A-WM waren, die wissen, wie das Gefühl ist, wenn man gegen die besten Spieler der Welt spielt. Das will jeder von uns zu 100 Prozent wieder erleben”, betonte der Center.

Gernot Mittendorfer zeigte sich vor seiner ersten WM als Verbandspräsident zufrieden mit der Arbeit seines Teamchefs und naturgemäß zuversichtlich, ohne zusätzlichen Druck aufzubauen. “Wir haben alle Voraussetzungen für eine erfolgreiche WM-Teilnahme. Aber man kann im Sport nichts erzwingen, alle Nationen sind näher zusammengerückt. Es ist auch im Vorjahr die Welt nicht untergegangen”, sagte der ÖEHV-Chef, der über das Turnier hinausblickt und eine weitere Zusammenarbeit mit Bader in Aussicht stellte.

Die sieben Siege in den zehn Spielen unter dem Schweizer seien “eine Bilanz, die für sich spricht. Wir haben A-Nationen besiegt. Es sind erfreuliche Entwicklungen, wenn die so weitergehen, haben wir gute Zeiten im österreichischen Eishockey vor uns”, betonte Mittendorfer und meinte zum Thema Teamchef-Zukunft: “Ich gehe davon aus, dass wir auch in Zukunft in ähnlicher Konstellation arbeiten werden. Wir haben eine grundsätzliche Vereinbarung getroffen und werden das in aller Ruhe nach der WM finalisieren. Ich hoffe, Bader kann weiter so positive Beiträge leisten wie bis dato”, sagte der Verbandpräsident.

(APA)



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