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ÖFB-U20 hat nach Achtelfinaleinzug bei WM Lust auf mehr

Österreichs U20-Fußball-Nationalteam hat mit dem Einzug ins Achtelfinale der WM-Endrunde in Neuseeland ihr Ziel schon erreicht. In der K.o-Runde geht es für die Truppe von Chefcoach Andreas Heraf nun um die Draufgabe. Da die ÖFB-Auswahl (5) in der schwierigen Gruppe B ohne Niederlage blieb und Platz zwei hinter Ghana (7) holte, ist ihr im Turnierverlauf noch einiges zuzutrauen.

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“In einem K.o.-Duell kann alles passieren. Wenn man sich in dieser schweren Gruppe durchsetzen kann, braucht man sich nicht verstecken und darf man sich berechtigte Hoffnungen machen, dass noch mehr möglich ist”, sagte ein glücklicher Heraf. Für seine Truppe geht es erst am 11. Juni (06.00 Uhr MESZ/live ORF eins) gegen den Zweiten der Gruppe F weiter. Deutschland (6) dürfte die Gruppe gewinnen, dahinter liegen Honduras und Fidschi (je 3) sowie Usbekistan (0). Zum Abschluss am Sonntag trifft Honduras auf Deutschland, während sich Fidschi mit Usbekistan misst. Die ÖFB-Truppe hat also den Vorteil, deutlich mehr Tage Pause bis zum Achtelfinale zu haben.

Während die Österreicher beim 1:1 gegen Ghana sowie dem 2:1 gegen Panama auch in der Offensive überzeugt hatten, lieferten sie im Duell mit U20-Rekordweltmeister Argentinien am Freitag, abgesehen von starken Anfangsminuten, eine reine Abwehrschlacht. Die wurde mit einer gewissen Portion Glück und vor allem auch dank eines überragenden Tormanns Tino Casali mit einem torlosen Remis belohnt. “Es war das Spiel meines Lebens”, jubelte der Schlussmann der in der Regionalliga Ost tätigen Austria Amateure.

Nur auf die eigenen Fahnen heften wollte er sich den aus eigener Kraft fixierten Aufstieg aber nicht. “Man muss die Mannschaft hervorheben. Wir haben Beton angerührt, das war aber auch notwendig. Das Ergebnis gibt uns Recht”, sagte der Ersatzgoalie der Wiener Austria. Auch für Heraf überwog klar das Positive. “Das Spiel war nicht schön anzuschauen, aber es ist um das Ergebnis gegangen. Wir haben sehr tief, jedoch aktiv und mit taktischem Hintergrund gegen den Ball gearbeitet und die Räume eng gemacht”, resümierte der 47-Jährige.

Über weite Strecken kam seine Mannschaft nicht aus der eigenen Hälfte heraus, in gewissen Momenten, wie bei einem Schuss von Nicolas Tripichio, der von dessen Mitspieler Giovanni Simeone geblockt wurde (10.), stand auch das nötige Glück zur Seite. “Wir haben etwas Unglaubliches geschafft, es ist heute ein bisschen etwas zurückgekommen”, sagte Heraf. Mit Fortdauer der Partie setzte er auf eine “Double Five”, also zwei Fünferketten hintereinander, und die Taktik ging auf. “Das war eine großartige Leistung”, lobte Heraf seine Truppe.

Die Österreicher haben damit schon jetzt die Leistungen der ÖFB-U20-Auswahlen von 1983 und 2011 übertroffen, die bei der WM-Endrunde als Gruppenletzter ausgeschieden waren. Sie wandeln nun auf den Spuren der ÖFB-Truppe von 2007, die bei der Endrunde in Kanada überraschend Platz vier geholt hatte. “Ich habe Gänsehaut. 2007 und 2011 habe ich die Spiele noch vor dem Fernseher mitverfolgt und jetzt stehen wir im Achtelfinale”, strahlte Casali. Und Stürmer Valentin Grubeck ergänzte: “Man sieht, dass in Österreich der richtige Weg eingeschlagen wurde und dass gute Arbeit geleistet wird. Schön langsam kommen die Früchte zurück.”

Für die Österreicher heißt es trotz des Aufstiegs Koffer packen. Am Samstag in der Früh (Ortszeit) geht es vom bisherigen Teamquartier in Wellington nach Whangarei in den Norden Neuseelands, wo das Achtelfinale der ÖFB-Auswahl stattfinden wird. Schon die Heimreise mussten die mit großen Ambitionen ins Turnier gestarteten Argentinier antreten. Der sechsfache U20-Weltmeister beendete die WM mit zwei Punkten auf dem dritten Rang. Das reichte nicht, um unter die besten vier Gruppendritten zu kommen, die ebenfalls noch das Achtelfinalticket lösen.

“Wir haben es nicht verdient, schon in der Gruppenphase auszuscheiden. Wir haben alles gegeben, aber der Ball wollte einfach nicht ins Tor”, war Argentiniens Teamchef Humberto Grondona geknickt.



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