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Österreich holte Gold im Teambewerb

Jubel bei Hirscher, Brem, Nösig und Kirchgasser Jubel bei Hirscher, Brem, Nösig und Kirchgasser
Österreich hat mit einem 3:1-Sieg gegen den Überraschungsfinalisten Kanada zum dritten Mal einen WM-Teambewerb gewonnen und am Dienstag die bereits vierte Goldmedaille in Vail/Beaver Creek geholt. Das Quartett Eva-Maria Brem, Michaela Kirchgasser, Marcel Hirscher und Christoph Nösig sorgte damit auch für die bereits siebente Medaille bei den Alpinski-Titelkämpfen 2015. Bronze ging an Schweden.

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Österreich war als Team-Weltmeister von 2013 und Nummer eins im Ranking in die fünfte Auflage des Teambewerbs bei einer Alpin-WM gegangen. Zum dritten Mal wurde im gemischten Parallelslalom-Format mit Riesentorlauf-Toren gefahren. Hirscher, der schon in Schladming der “Fels” in der Brandung gewesen war, blieb als einziger ÖSV-Starter auch diesmal ungeschlagen und führte Österreichs Team erneut zu Gold.

Nach Schneefall am Vormittag war rechtzeitig die Sonne bei der WM zurückgekehrt. So wurde der einzige Alpinbewerb, bei dem die Zuschauer mit freiem Auge sehen können, wer schneller ist, und der als einziger nicht in Beaver Creek, sondern am Golden Peak in Vail stattfand, erneut zum Erfolg.

Als Favoriten setzten sich Hirscher und Co. zunächst gegen Argentinien (4:0) und Norwegen (3:1) relativ klar durch. Auch im Halbfinale gegen die Schweiz, das zuvor Frankreich eliminiert hatte, agierte das ÖSV-Quartett mit einem 3:1 souverän.

Eine Medaille war damit fix. Im Finale gegen das nur als Nummer zehn gesetzte Team aus Kanada, dass der Reihe nach das höher eingeschätzte Deutschland, Italien und dann auch Schweden eliminiert hatte, verlor Startläuferin Brem zwar gegen die ehemalige Wasserski-Weltmeisterin Erin Mielzynski erstmals einen Lauf. Danach machten aber Hirscher, Kirchgasser und WM-Neuling Nösig auf einer schon ziemlich ramponierten Piste mit den 25 Toren und zwei Schanzen den Sack zu und sorgten für die erfolgreiche Titelverteidigung.

“Das war nichts für schwache Nerven. Es war echt spannend, unsere sind hervorragend gefahren”, lobte ÖSV-Sportdirektor Hans Pum das Gold-Quartett. “Als Nummer eins im Nationencup ist es für uns sehr wichtig, dass wir auch den Teambewerb gewinnen.”

Die Erleichterung war vor allem Brem anzusehen. Gleich beim ersten WM-Start musste die Tirolerin jeden Heat eröffnen. “Als erste bei einer WM oben zu stehen, ist sehr speziell. Aber ich hatte eine guten Plan, das hat geholfen”, sagte die Tirolerin.

Kirchgasser ist mit drei Mal Gold und einem Silber nun die erst fünfte Läuferin, die in einer Disziplin vier WM-Medaillen in Folge gewonnen hat. “Im Team ist man nicht nur für sich alleine zuständig. Man kann sich gemeinsam freuen und freuen tu’ ich mich ja gerne”, frohlockte die Salzburgerin.

“Vater” des Sieges war aber wie schon in Schladming Marcel Hirscher. Hatte er dort zur großen Wende beigetragen, führte er das Team diesmal zur souveränen Titelverteidigung. “Es war brutal knapp. ‘Nösl’ hat echt gezeigt, dass er dem Druck standhalten kann. Wie er riskiert hat, das geht nicht zwei Mal gut”, lobte der Salzburger aber vor allem den WM-Debütanten.

Für Hirscher war es zwei Tage nach seinem Kombi-Sieg das zweite WM-Gold in Folge. “Das passt so. Ich werde jetzt trainieren und hoffentlich auch in den Riesentorlauf gut reinfinden”, sagte der 25-Jährige, der mit vier Goldmedaillen bei einer WM zu den Größten aufschließen kann. Was Hirscher aber vorerst wichtiger war: “So eine Team-Medaille zählt sehr viel.”

Nösig musste im Finale beim Stand von 2:1 für Österreich als allerletzter Starter im Finale siegen oder eine Zeit von 22,64 Sekunden erreichen. “Ich habe gewusst, wie es gestanden ist. Das war schon ein großer Druck”, betonte der Tiroler. Er beendete das Zittern mit einem knappen Sieg. “Ich habe ins Ziel rein alles riskiert. Mal geht das gut, mal nicht.”

“Miss Teambewerb” Kirchgasser ist nun neben Marielle Goitschel (FRA), Hanni Wenzel (LIE), Ingemar Stenmark (SWE) und Kjetil Andre Aamodt (NOR) die erst fünfte, die in einer Disziplin vier Mal in Folge WM-Medaillen gewonnen hat. Nicht bei Österreich zum Einsatz kamen die Schladming-Teamweltmeister Philipp Schörghofer und Nicole Hosp. Die Tirolerin holte damit einen Tag nach Kombi-Silber ihre bereits zwölfte Medaille bei einem Großereignis, ohne überhaupt gefahren zu sein.



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