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ÖSV-Starter fiebern Nightrace in Schladming entgegen

Herbst tritt das letzte Mal in Schladming an Herbst tritt das letzte Mal in Schladming an
Der Kitzbühel-Slalom mit drei Läufern in den Top Ten hat innerhalb der jungen Slalom-Mannschaft des ÖSV ein Stimmungshoch ausgelöst. Beim Nightrace in Schladming am Dienstag (17.45/20.45 Uhr, live ORF eins) soll das erneut zu einem Spitzenresultat führen. Die Vorfreude von Schwarz, Feller, Hirschbühl und Co. ist riesengroß. Slalom-Cheftrainer Marko Pfeifer will aber “die Kirche im Dorf lassen”.

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Die Slalom-Ergebnisliste vom Sonntag weckte leise Erinnerungen an frühere Zeiten, in denen die ÖSV-Armada der Konkurrenz oft um die Ohren fuhr. Hinter dem Zweiten Marcel Hirscher landete Christian Hirschbühl auf Platz sieben, Marco Schwarz wurde Neunter. Manuel Feller fiel als Halbzeit-Siebenter aus. “Hut ab vor den Läufern”, sprach Pfeifer seiner Truppe Lob aus.

Auch der Kärntner war nicht davon ausgegangen, dass die Mannschaft so schnell Fortschritte machen würde. “Die Jungs haben richtig fleißig gearbeitet und sich gut ins Zeug gehängt. Das Ziel letztes Jahr war, dass wir in zwei Jahren ungefähr dort sind, wo wir heuer schon sind. Wenn man die Dichte im technischen Bereich sieht, braucht man für die Qualifikation wirklich ein hohes Niveau. Jetzt fahren wir schon konstant unter die Top 15 und Top Ten. Das hat mich selber sehr, sehr positiv überrascht.”

Als “Wunderwuzzi” sieht er sich selbst nicht. “Das glaube ich nicht. Es gibt einfach gewisse Prinzipien als Trainer, wo man weiß, worauf es ankommt. Ich bin jetzt doch schon 15, 16 Jahre Weltcup-Trainer”, informierte der Kärntner. “Material ist ein ganz großer Baustein, Kondition und natürlich das Schneetraining. Wenn einer davon nicht greift, wirst du nicht oben sein. Das ist meine Aufgabe, diese Puzzleteile zusammenzufügen.”

Auch Topstar Hirscher findet positive Worte für die junge Garde. Feller und Schwarz seien schon am Samstag beim gemeinsamen Training “sauschnell” gewesen. Ihre Leistung am Sonntag rang dem Zugpferd im Team höchsten Respekt ab. “Ich bin wirklich stolz auf sie, wie sie das gemacht haben. Sie haben sich total stark präsentiert.” Nur im Finale habe ihnen vielleicht die Kaltschnäuzigkeit gefehlt.

Schwarz stimmte das Kitzbühel-Ergebnis dennoch zufrieden, auch wenn er nach dem ersten Durchgang noch auf Platz drei und damit vor dem Vierten Hirscher lag. “Das Ziel war Top 15, jetzt bin ich Neunter. Das passt gut”, meinte der Ruhepol im Team. “Wenn drei unter die Top Ten kommen, überhaupt bei einem Heimrennen, ist das eine coole Sache. Jetzt freue ich mich auf Schladming.” Dort schaffe die einzigartige Atmosphäre eine zusätzliche Herausforderung. “Du musst dich schon brutal konzentrieren auf den Lauf.”

Die große Überraschung in Kitzbühel lieferte Hirschbühl. Der Vorarlberger, der vor vier Jahren wegen schlechter Leistungen aus den ÖSV-Kadern gestrichen worden war, fuhr mit der sechstbesten Laufzeit im zweiten Durchgang zu seinen ersten Weltcup-Punkten im Slalom. “Mich hat die Stimmung am Start beflügelt. Wie ich angekündigt worden bin und die Leute gehört habe, da kommt schon Kribbeln auf”, sagte der 25-Jährige, der den nur ein Jahr älteren Teamkollegen Hirscher als sein großes Vorbild bezeichnet.

Das Nightrace ist für “Hirschi” der große Saisonhöhepunkt. “Kitzbühel ist fast schon extrem, aber in Schladming sind fast die doppelten Leute. Das ist von den Fans her das Rennen im Jahr.” Die Herangehensweise beim Planai-Flutlichtrennen sei dieselbe wie in Kitz. “Im ersten Durchgang muss ich die Qualifikation schaffen, im zweiten ist alles offen”, so Lauteracher, der gerne in die großen Fußstapfen seines Vorarlberger Landsmannes Mario Reiter treten würde. “Wir haben da ein bisschen eine Durststrecke gehabt in letzter Zeit”, konstatierte er im Gespräch mit der APA – Austria Presse Agentur.

Feller wurmte sein Ausscheiden im zweiten Durchgang als Halbzeit-Siebenter noch etwas. “Jetzt muss ich es halt in Schladming besser machen”, sagte der Fieberbrunner, der eine “Wahnsinnsstimmung” erwartet. “Es ist ähnlich wie am Hahnenkamm. Nur für mich ist der Druck vielleicht ein bisschen weniger, weil es nicht direkt in meinem Nachbarort ist.”

Mit seiner Saison ist der 23-Jährige, dessen einer Wette geschuldeter violett gefärbter Schnauzbart abrasiert wurde, vollauf zufrieden. “Ich habe heuer schon mehr erreicht als erhofft. Aber die Saison ist erst bei der Hälfte, daher heißt es jetzt neue Zielsetzungen zu finden.”

“Jetzt gilt es, für die Zukunft schon die nächsten Schritte in Angriff zu nehmen”, bekräftigte auch Pfeifer und sprach etwa den Bereich Taktik an. Der Ex-Coach der schwedischen Herren-Mannschaft mahnte aber: “Kirche im Dorf lassen. Top 15 ist nach wie vor sehr okay, Top Ten ist realistisch. Ein Podium ist im Moment noch nicht ganz realistisch.” Den dritten Platz von Schwarz in Madonna bezeichnete er als “Wahnsinn”. “Aber wenn alles super zusammenpasst, kann man vielleicht ein bisschen heranschmecken.”



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