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Olympia: Bach nahm Toleranzpreis für IOC in Wien entgegen

IOC-Präsident Bach mit Akademie-Präsident Felix Unger IOC-Präsident Bach mit Akademie-Präsident Felix Unger
IOC-Präsident Thomas Bach hat am Mittwoch in Wien den an das Internationale Olympische Komitee (IOC) verliehenen Toleranzpreis 2015 entgegengenommen. Der Deutsche bekam den Preis von der Europäischen Akademie der Wissenschaften und Künste in der Nationalbibliothek überreicht. Das IOC wurde für seine seit 1894 erbrachten Leistungen zur Völkerverbindung und Förderung des Sports ausgezeichnet.

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Das IOC ermögliche Sportlern aller Nationen, Kontinente, Sprachen, Ethnien und Religionsgemeinschaften die Teilnahme an den Olympischen Spielen, so Akademie-Präsident Felix Unger. Es schließe niemanden aus und gebe allen eine faire Chance. Außerdem sei Sport eine kulturelle Leistung mit wesentlichen Auswirkungen auf die Gesellschaft und wirke gesundheitsfördernd.

“Toleranz ist der Grundpfeiler des olympischen Sports. Nur im Sport sind alle Menschen gleich. Er schafft den Nährboden für Toleranz”, sagte Bach bei seiner Dankesrede vor zahlreichen Ehrengästen wie etwa Ex-Bundeskanzler Wolfgang Schüssel.

Der Toleranzpreis wird seit 1997 an renommierte Persönlichkeiten und Institutionen vergeben. Bisherige Preisträger waren etwa Dirigent Daniel Barenboim, die Präsidentin des Internationalen Roten Kreuzes, Astrid Heiberg, der frühere deutsche Außenminister Hans-Dietrich Genscher und Kardinal Franz König, der die Akademie 1990 mitbegründet hat. Die aus öffentlichen Mitteln und Spenden finanzierte Organisation mit Sitz in Salzburg hat nach eigenen Angaben rund 1.500 Mitglieder.

Auf Kritik stieß die Verleihung an das IOC bei der NGO-Initiative “Nosso Jogo”. Im Zuge der Vorbereitungsarbeiten für Olympia 2016 komme es in Rio de Janeiro durch Zwangsumsiedelungen zu Menschenrechtsverletzungen, die das IOC stillschweigend dulde, bemängelte die Initiative.

Vor der Verleihung hatte Bach mit einstigen und aktuellen österreichischen Sportgrößen wie Elisabeth Max-Theurer, Toni Innauer und Markus Prock zu Mittag gegessen. Im Anschluss stand gemeinsam mit ÖOC-Präsident Karl Stoss und Sportminister Gerald Klug ein Besuch bei Bundespräsident Heinz Fischer auf dem Programm.

Nach der Toleranzpreis-Ehrung traf Bach noch mit einigen ehemaligen und aktuellen Spitzensportlern zusammen. Skispringer Gregor Schlierenzauer und Ex-Rodler Andreas Linger waren etwa aus Tirol angereist.



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