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ORF bleibt auf WM-Karten sitzen

ORF bleibt auf WM-Karten sitzen © EPA
Der ORF bleibt auf WM-Karten im Wert von 19.350 Euro sitzen. Völlig unerwartet habe es kaum Interesse an den Karten für Kunden und Partner gegeben, heißt es dazu vom ORF. Die Opposition wittert einen Spesenskandal.

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Der ORF übernahm von der EBU, der Vereinigung öffentlich-rechtlicher Sender Europas, Kartenkontingente für die Fußball-WM. Diese zu günstigen Konditionen erstandenen Tickets sollten an Kunden und Kooperationspartnern des ORF gehen. Für Kritik bei ÖVP und FPÖ sorgt nun der Umstand, dass Fernseh-Chefredakteur Karl Amon in Vertretung Oberhausers am Sonntag das WM-Finale in Johannesburg besuchte. Der ÖVP-nahe Stiftungsrat Georg Lienbacher will die Angelegenheit bei der nächsten Stiftungsratssitzung im September zum Thema machen, wie er dem “Standard” sagte. Laut Lienbacher sei der Umgang des ORF mit den Karten für die Fußball-Weltmeisterschaft “aufklärungsbedürftig”.

Die FPÖ sprach am Montag von einem “Spesenskandal”. FPÖ-Generalsekretär Herbert Kickl forderte eine Untersuchung und warf Informationsdirektor Oberhauser vor, dass dieser “offenbar ein regelrechtes Spesenparadies etabliert” habe. Kickl forderte, dass auch die Aktivitäten rund um die Olympischen Spiele in Vancouver unter die Lupe genommen werden sollten, da der “Fußballkarteneklat sicher kein einmaliger Ausrutscher gewesen” sei.

Oberhauser wies die Kritik zurück. Der Wert des vom ORF erworbenen Kartenkontingents habe umgerechnet 25.500 Euro betragen, informierte der Informationsdirektor am Montag in einer Aussendung. Im Zuge der Verwertung habe sich “völlig unerwartet herausgestellt, dass ein äußerst geringes Interesse am Besuch der Fußball-Weltmeisterschaft in Südafrika bestand”. Eine Erfahrung, die auch der Österreichische Fußballbund gemacht habe. “Vom ORF-Kartenkontingent wurden insgesamt Karten im Wert von 6.150 Euro verkauft. TV-Chefredakteur Karl Amon war übrigens privat in Südafrika und wird seine Karten für das Finalspiel bezahlen. Damit bleibt nach heutigem Stand ein offener Betrag von 19.350 Euro”, so Oberhauser. Einen Teil des Kontingents habe man bereits an die EBU zurückgegeben. Derzeit liefen mit der EBU weitere Verhandlungen über eine Kulanzlösung, “um den für den ORF entstandenen Verlust möglichst zu minimieren”.

Dem Vernehmen nach wird die Causa ORF-intern derzeit auch vom Kaufmännischen Direktor Richard Grasl untersucht. “Der Kaufmännische Direktor hat erfahren, dass mit den Karten mehrheitlich nichts passiert ist, derzeit wird geprüft warum”, hieß es aus dem öffentlich-rechtlichen Sender.



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