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Parteivorstände für Rot-Schwarz

Die große Koalition ist fix. Die Parteivorstände von SPÖ und ÖVP haben am Dienstag das gemeinsame Regierungsabkommen jeweils mit großer Mehrheit abgesegnet. Gleichzeitig ging die Ära Schüssel zu Ende.

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Der Kanzler zieht sich als ÖVP-Chef und aus der Regierung zurück und wird künftig den Parlamentsklub leiten. Neuer Starker Mann der ÖVP ist der bisherige Klubobmann Wilhelm Molterer.

Molterer wurde als Parteivorsitzender designiert und wird künftig sowohl das Vizekanzleramt als auch das Finanzministerium führen. Neben Schüssel ist der bisherige Finanzminister Grasser der prominenteste Akteur, der das Regierungsteam verlässt. Bis in die Morgenstunden hatte der Personalpoker in der ÖVP dem Vernehmen nach gedauert, ehe feststand, dass Schüssel seinen Liebling Grasser doch nicht als Finanzminister und Vizekanzler durchgebracht hat. Der Society-Liebling verabschiedete sich mit den Worten: „Sieben Jahre sind genug“ und wird wieder in die Privatwirtschaft wechseln.

Molterer ist ab sofort geschäftsführender Parteiobmann und nannte als sein Ziel, die ÖVP bei der nächsten Wahl wieder auf Platz eins zu führen. Als Vizekanzler hat er ein erneuertes Team an seiner Seite. Von der alten Truppe blieben nur Wirtschaftsminister Bartenstein, Landwirtschaftsminister Pröll und Außenministerin Plassnik in ihren Ämtern. Der bisherige Verteidigungsminister Platter übernimmt das Innenressort.

Neu in die Regierung kommen jeweils überraschend die frühere Hochschullehrer-Gewerkschafterin und derzeitige Managerin der niederösterreichischen Landeskliniken-Holding, Andrea Kdolsky, sowie der Wiener VP-Obmann Johannes Hahn. Abschied nehmen aus dem Generalsekretariat heißt es für Reinhold Lopatka, der dem neuen Sportstaatssekretariat im Bundeskanzleramt vorstehen wird.

Bei der SPÖ ist indes noch vollkommen unklar, wer die Ressorts übernimmt. Der künftige Kanzler Gusenbauer will erst am Mittwoch bei der SP-Neujahrskonferenz das Geheimnis lüften. Als Fixstarter gelten Norbert Darabos im Verteidigungsministerium, Werner Faymann als Infrastrukturminister und Erwin Buchinger im Sozialressort.



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